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Devisen

Euro vs US-Dollar: Wird der Euro heute weiter steigen?

Agata Janik

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am

Euro Schein

Wie ich in meinem Artikel gestern beschrieben habe, hat der Euro zum US-Dollar ein Aufwärtspotential gehabt. Nicht nur aus technischer Sicht war eine Erholung erkennbar, auch die wirtschaftlichen Nachrichten haben der europäische Leitwährung frische Kraft verliehen. Am frühen Morgen haben die Bären noch versucht, die signifikante Unterstützung bei 1,0670 zu durchbrechen. Dieser Versuch ist jedoch gescheitert, da nicht genug Verkaufsorders vorhanden waren. Als dann gestern gegen Mittag der Finanzminister Olaf Scholz und sein Kollege Altmaier die Öffentlichkeit über das neue Milliarden-Hilfspaket für die deutschen Unternehmen informierten, hat der Euro den Impuls sofort positiv aufgenommen.

Der Kurs ist über 100 Pips gestiegen und erreichte gestern im Hoch die Marke von 1,0826. Das Kabinett billigte einen „beispiellosen Schutzschirm“, der vor allem die Freiberufler und kleinen Unternehmen vor den negativen Auswirkungen des Covid-19 schützen sollte. Nächste Woche schon sollen die Gelder an die Unternehmen fließen. Wie diese Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden und ob sie tatsächlich viele vor dem Konkurs retten werden, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Es war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Der Euro hat diese Nachrichten zurecht mit einem deutlichen Kursanstieg aufgenommen.

Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Frankreich hat die Ausgangssperre noch verschärft. Die Menschen dürfen ab sofort nur noch eine Stunde am Tag an der frischen Luft verbringen und sich nur 1 km von zu Hause entfernen. Das sind schon drastische Einschränkungen, die unsere Nachbarn hinnehmen müssen. Um die italienischen Krankenhäuser zu entlasten, hat Deutschland beschlossen, die Kranken aus Italien hierzulande zu behandeln. Die ersten Patienten wurden schon nach Leipzig eingeflogen.

Auch in den USA spitzt sich die Lage weiter zu. Die Zahlen der Infizierten steigen exponentiell an. Obwohl jetzt schon die Situation in manchen Teilen des Landes, wie in New York oder Kalifornien dramatisch ist, will Präsident Donald Trump die Wirtschaft bald wieder aktivieren. Er bekommt zwar viel Gegenwind. Doch seiner Meinung nach, sind die USA kein Land, das für einen Shutdown erschaffen wurde. Viele werfen ihm vor, sich mehr um seine Wiederwahl als um die Gesundheit der Bevölkerung zu kümmern.

So kann es für den Euro zum US-Dollar weitergehen

Aktuell (Dienstagmorgen) befindet sich der Euro vs US-Dollar schon bei ca. 1,0850. In der asiatischen Session heute Nacht konnte der Euro weiter an Stärke gewinnen und der Kurs ist kurzfristig über 1,0800 angestiegen. Unterstützung bekam der Major auch von den fernöstlichen Wertpapiermärkten, die sich alle heute Nacht von der freundlichen Seite gezeigt haben. Aus technischer Sicht hat der Euro zum US-Dollar weiterhin Aufwärtspotential. Entscheidend wird in den nächsten Stunden sein, ob der Kurs die 1,0900 Marke erobern kann. Sollte es dem Major gelingen, werden die kurzfristigen Daytrader auf den fahrenden Zug aufspringen. Es würde den Euro weiter nach oben treiben. Der erste wichtige Widerstand befindet sich dann bei 1,0920. Sollte auch diese Marke brechen, kann der Kurs noch weiter bis 1,0948 steigen. Auf diesem Niveau wird EUR/USD vermutlich zuerst eine Pause einlegen.

Sollte dagegen die 1,0900 „big figure“ halten, kann es zu einer Enttäuschung kommen. In diesem Fall würden die Bären erneut die Short-Seite angreifen. Auf der Unterseite wartet auf den Major die erste signifikante Unterstützung bei 1,0820. Sollte auch diese brechen, wird die 1,0800 Marke getestet werden. Dieser Bereich gilt auch als eine starke psychologische Grenze, wo viele Orders platziert werden. Bricht die 1,0800 „big figure“ werden viele Stop-Loss-Marken gezogen, was zu einer frischen Dynamik auf die Unterseite führen kann. Es wird heute auch wichtig sein, wie sich die Wertpapiermärkte verhalten. Sollte der DAX eine Erholung erfahren, wird auch der Euro davon profitieren.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf als Chart

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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am

Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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