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Devisen

Euro vs US-Dollar: Wird die Marke von 1,19 zum Wochenstart gehalten?

Agata Janik

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am

Zahlreiche Euro-Geldscheine

Lange mussten die Händler beim Euro zum US-Dollar auf den nächsten Ausbruch warten. Die letzte Woche verlief für den Euro bis auf den Freitag ziemlich durchwachsen. Der Major befand sich mehrere Tage in einer langweiligen Seitwärtsphase, die viele Trader auf eine Geduldsprobe gestellt hat. Es war keine leichte Handelswoche, vor allem, weil die Volatilität gering war und man immer noch das Sommerloch zu spüren bekam. Dann begann das berühmte Treffen der Notenbanker in Jackson Hole, das die Situation am Devisenmarkt auch nicht einfacher machte. Nicht nur der Euro zum USD war schwierig zu handeln, auch bei den anderen Majors sah die Lage ähnlich aus.

Doch dann am Freitag wurden die Händler belohnt. Der langersehnte Ausbruch beim Euro zum USD hat endlich stattgefunden. Schon in der Nacht zum Freitag wurde der Euro gegen den USD aufgewertet. Die asiatischen Investoren haben den Euro favorisiert und ihm damit frische Kraft verliehen. So wurden die ersten Tendenzen für den Freitag gesetzt.

Als dann am frühen Morgen der wichtige Widerstand bei 1,1842 nach oben durchbrochen wurde, haben sich die Bullen bestätigt gefühlt und frische Long-Orders am Markt platziert. Das hat den Euro wieder gestärkt. Der Kurs ist in der europäischen Session konstant angestiegen und erreichte gegen Mittag schon den Bereich von 1,1915. Das war ein schöner Move, von dem viele kurzfristigen Trader profitiert haben. Auf dem Niveau von 1,1920 befand sich jedoch ein starker Widerstand, der beim ersten Angriff nicht überwunden werden konnte. Die Daytrader haben angefangen ihre Long-Positionen zu schließen, um die Gewinne abzusichern und der Euro geriet dadurch leicht unter Druck. Der Kurs ist wieder unter 1,1900 gefallen. Die Unterstützung bei 1,1874 konnte aber halten, das war für den Euro zum USD wichtig. Danach haben die Bullen den nächsten Angriff auf die 1,1900 „big figure“ gestartet und waren damit erfolgreich. Über 1,1905 lagen viele Stops, die gezogen wurden. Das hat dem Euro zusätzlich geholfen.

In den Nachmittagsstunden und am Abend stieg der Major weiter und erreichte im Tageshoch die Marke von 1,1929. Es war zwar nur ein Spike, doch diese Bewegung hat gezeigt, dass auch kurz vor dem Wochenschluss die Händler noch gewillt waren, den Euro zu kaufen. Es war für den Euro vs USD insgesamt ein gelungener Wochenabschluss. Der Major konnte den wichtigen Ausbruch aus der Seitwärtsrange schaffen und der übergeordnete Aufwärtstrend wurde somit bestätigt.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1905. In der asiatischen Session heute Nacht gab es noch wenig Volatilität. Der Kurs ist kurzfristig unter 1,1900 gefallen, doch dann hat die Unterstützung bei 1,1895 gehalten und der Euro wurde erneut gekauft. Die 1,1900 „big figure“ wird heute von großer Bedeutung sein. Wenn es den Bullen gelingt, dieses Niveau zu halten, werden auch die Break-Out Trader ihre Chance auf der Long-Seite suchen. Der Widerstand bei 1,1920 ist stark, wenn er aber bricht, kann sich eine größere Dynamik entwickeln.

Das nächste Ziel wird dann klar der Bereich von 1,1935 sein.
Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1885 und dann bei 1,1875. Sollte diese Unterstützung unterschritten werden, kann sich die Korrektur weiter fortsetzen. Wer konservativ ist und kein großes Risiko eingehen möchte, sollte vorerst geduldig bleiben, bis sich die neuen Tendenzen ausgebildet haben. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1876. Hier trifft der Kurs also auf eine doppelte Unterstützung.

Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Devisen

Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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