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Euro vs US-Dollar: Wird sich der neue Trend fortsetzen?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Die letzte Handelswoche verlief für den Euro vs US-Dollar ganz erfolgreich. Der Euro konnte seinen neuen Aufwärtstrend weiter ausbauen und eroberte fast täglich neue Regionen. Am Freitag notierte der Major sogar weit über 1,1300. Am Anfang letzter Woche hätten vermutlich noch nicht viele Händler damit gerechnet, dass die 1,1300 Marke überschritten werden wird. Am Freitagvormittag erreichte EUR/USD den Widerstand bei 1,1383. Das war auch das Wochenhoch. Diese Hürde war an dem Tag jedoch für den Euro zu stark. Die Bullen haben ihre Long-Positionen geschlossen und sich mit fetten Gewinnen ins Wochenende verabschiedet.

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In den Nachmittagsstunden wurden wie an jedem ersten Freitag des Monats, die wichtigen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht. Die Zahlen sind widererwartend positiv ausgefallen. Es war überraschend, dass über 2,5 Millionen neue Stellen für Mai gemeldet wurden. Das zeigt erneut, dass obwohl die USA in tiefer Rezession stecken, das Land sich relativ schnell erholen kann. Dies war bei den Amerikanern auch schon in der Vergangenheit häufig zu beobachten. Auf jeden Fall haben diese News den Greenback zum Wochenabschluss ein wenig entlastet. Der Kurs von EUR/USD rutschte im späten Handel zwischenzeitlich unter die Marke von 1,1300. Im Bereich von 1,1275 verlief der 120er Moving Average, der den Fall gestoppt hat. Danach bewegte sich der Euro zum USD nur noch seitwärts in einer engen Range von ca. 30 Pips.

Europa scheint die Corona-Krise gut zu meistern. Die Neuinfektionen gehen weiter zurück und die harten Maßnahmen werden schrittweise gelockert. Ab Mitte Juni werden die Grenzen innerhalb Europa für Touristen wieder geöffnet. Das weckt Hoffnung auf mehr Freiheit und auf eine Rückkehr zur Normalität. Obwohl unser Alltag noch weit von dem entfernt ist, was wir vor dem Ausbruch der Pandemie kannten, freuen sich die Menschen über die zurückgewonnenen Urlaubsmöglichkeiten. Die positive Stimmung beflügelt den Euro. Die Leitwährung konnte sich in der letzten Woche auch gegen die anderen Majors gut behaupten.

Der Wochenstart beim Euro zum US-Dollar

Die neue Woche fängt jetzt an. Viele Händler fragen sich, ob der Euro auch heute seine Stärke zum US-Dollar zeigen wird. Aktuell notiert der Major bei ca. 1,1290. Im asiatischen Handel wurde der Euro vs US-Dollar noch nicht viel gehandelt. Man beobachtet eine leichte Tendenz nach unten. Es ist möglich, dass es nur die Gewinnmitnahmen aus der letzten Woche sind. Der Kurs ist unter die 1,1300 „big figure“ gerutscht. Momentan sitzt der Kurs auf der Unterstützung (120er Moving Average). Sollte dieser Bereich in den nächsten Stunden brechen, kann es beim EUR/USD zu einer Korrektur kommen. Auf der Unterseite befindet sich der nächste Support bei 1,1265. Wenn sich die Abwärtsbewegung beschleunigt, kann auch diese Marke unterschritten werden. Bei 1,1235 liegt die nächste Unterstützung. Hier kann der Kurs vorerst eine Pause einlegen.

Wenn es dagegen den Bullen gelingt, die 1,1300 Marke erneut zu erobern, werden die Break-Out Trader ihre Chance suchen und die Oberseite favorisieren. Der Markt ist noch ruhig und man kann momentan schwer sagen, wie sich der Euro heute verhalten wird. Es ist daher empfehlenswert, den Vormittag abzuwarten und dann während der amerikanische Session aktiv zu werden, wenn sich die neuen Tendenzen ausgebildet haben. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1316. Es werden heute auch keine wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht, also es erwartet uns wahrscheinlich am Devisenmarkt ein ruhiger Wochenstart.

Kursverlauf von Euro vs US-Dollar in einem Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Forexli

    8. Juni 2020 11:28 at 11:28

    Da gibt es anscheinend Leute, die die US- Arbeitsmarktzahlen ernst nehmen. Bravo !!

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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am

Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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