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Euro vs US-Dollar: Zeit für eine kleine Korrektur?

Agata Janik

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am

Drei Euro Geldscheine

Der mittelfristige Chart vom Euro vs US-Dollar (siehe unten) zeigt deutlich, dass der übergeordnete Aufwärtstrend weiter in Takt ist. In der gestrigen Analyse von Euro zum US-Dollar habe ich von dem bevorstehenden Angriff auf die 1,19 Marke berichtet. Wie erwartet, haben die Bullen am Dienstag die Initiative ergriffen und den Angriff auf die 1,1900 „big figure“ gewagt. Der Versuch hat sich gelohnt und die Long-Trader waren erfolgreich.

Schon am Anfang der europäischen Session wurde die Euro-Stärke spürbar. Der signifikante Widerstand bei 1,1900, der gleichzeitig als eine wichtige psychologische Grenze galt, wurde ohne große Schwierigkeiten durchbrochen. Über 1,1900 lagen, wie vermutet, viele Stop-Loss Marken, die dann auch gezogen wurden. Das hat für eine zusätzliche Dynamik gesorgt. Zuerst stieg der Kurs von EUR/USD bis ca. 1,1913. Danach haben die kurzfristigen Trader ihre Gewinne realisiert und der Major erfuhr eine leichte Gegenreaktion. Bei 1,1895 war die Korrektur aber schon zu Ende. Auf diesem Niveau haben auch die konservativen Händler frische Long-Orders platziert und der Kurs kannte ab dann nur noch eine Richtung – nach oben. Es war im Vorfeld relativ leicht zu erkennen, dass sich der Euro im Laufe des Tages weiter gegen den USD durchsetzen wird. So kam es auch, dass die Indikatoren erneut Long-Signale generierten und somit auch die Break-Out Trader zum Handeln motiviert haben. Der Euro wurde immer stärker und im Chart bildeten sich lange grüne Kerzen aus. Das hat die Bullen natürlich gefreut.

In den Nachmittagsstunden stieg der Kurs von EUR/USD weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1964. Der Major hat insgesamt über 70 Pips zugelegt. Das war schon eine Hausnummer. Wer gestern also mutig war und den Euro vs USD gekauft hat, konnte gute Profite erzielen. Auf dem Niveau von ca. 1,1960 ist dem Euro dann die Luft ausgegangen, aber auch das konnte man an den Indikatoren gut erkennen. Anschließend hat das Währungspaar eine leichte Korrektur erfahren. Das waren jedoch überwiegend die Gewinnmitnahmen der Daytrader, die den Euro kurzfristig unter Druck gesetzt haben. Die Unterstützung bei 1,1920 hat gehalten und danach ist der Major in eine Seitwärtsphase übergegangen. Im späten Handel pendelte EUR/USD in einer engen Range zwischen 1,1923 und 1,1937.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1934. In der asiatischen Session heute Nacht, wurde der Euro gegen den USD leicht favorisiert. Der Kurs erreichte in der Spitze die Marke von 1,1951. Das letzte High konnte zwar nicht mehr erreicht werden, doch es war trotzdem gut zu erkennen, dass auch in Asien der Euro mehr als der USD gekauft wird. Aus technischer Sicht sollte man demnächst mit einer leichten Korrektur rechnen, da die Indikatoren im kurzfristigen Bereich schon ausgereizt sind. Die 1,1900 „big figure“ wird von großer Bedeutung sein.

Wenn diese Marke bricht, kann sich eine größere Dynamik auf der Unterseite entwickeln. Die nächste wichtige Unterstützung befindet sich dann bei 1,1883. Hier verläuft aktuell der 120er Moving Average. Dieser Support sollte halten, da sich ansonsten das übergeordnete Chartbild verändern könnte. Wer heute also den Euro shorten möchte, kann auf diesem Niveau sein Take Profit setzen. Auf der Oberseite befindet sich momentan der wichtigste Widerstand klar bei 1,1964. Sollte dieser Bereich überschritten werden, kann es zu einem Angriff auf die 1,2000 Marke kommen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1927.

Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Markus Maier

    19. August 2020 14:42 at 14:42

    kleine Korrektur ??? Es ist Zeit für eine große Korrektur nahe der Parität, und das ist noch überbewertet für diese “ Versuchswährung Euro “ . Die Eurozone hat keine Zukunft und das ist Fakt

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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