Europa

Europa driftet ökonomisch auseinander: Deutschland und Frankreich stark, alle anderen schwach

FMW-Redaktion

Heute Vormittag wurden die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone veröffentlicht (der Markit PMI), und da zeigt sich Erstaunliches!

So brummt Deutschland vor allem im produzierenden Sektor mit einem Wert von 60,6 (Prognose war 59,0; Vormonat war 59,3). Die Dienstleister schwächer als das herstellende Gewerbe mit 55,6, aber doch deutlich besser als erwartet (Prognose war 53,8; Vormonat war 53,5).

Über den Erwartungen auch Frankreich: das Gewerbe bei 56,0 (Prognose war 55,5; Vormonat war 55,8), die Dienstleister mit 57,1 (Prognose war 54,8; Vormonat war 54,9).

Das klingt zunächst einmal alles sehr gut, hier die Schlüssel-Fakten zur gesamten Eurozone:

– größtes Plus bei neuen Aufträgen seit April 2011

– größtes Plus der Industrieproduktion seit April 2011

– die Lieferzeitden der Industrie verlängern sich so lange wie seit 6,5 Jahren nicht mehr (also brummen die Aufträge, sodass die Auftragnehmer kaum hinterher kommen)

– Zweithöchster Beschäftigungsaufbau seit zehn Jahren (nur im März diesen Jahres war es noch besser), im Industriesektor sogar seit 20 Jahren

– die Preise steigen, in der Industrie so stark wie seit Juni 2011 nicht mehr; der starke Euro hat bislang wenig Auswirkungen auf die Exporte

Aber: während Deutschland und Frankreich das stärkste Wachstum seit sechs Jahren verzeichneten, fiel das Wachstum in den anderen Ländern der Eurozone auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten! Man kann also angesichts dieser Zahlen davon sprechen, dass die Wirtschaften der Eurozone auseinander driften!

Während in Frankreich durch den Sieg Macrons neuer Schwung gekommen zu sein scheint, bleiben die Dinge etwa in Ländern wie Italien sehr schwierig. Was macht die EZB daraus?


Von Germany Lithuania Locator.png: Der ursprünglich hochladende Benutzer war Groubani in der Wikipedia auf Englischderivative work: NordNordWest – Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet: Germany Lithuania Locator.png, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24589744



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3 Kommentare

  1. Sehr interessant wäre noch der Vergleich mit Ländern aus der Nicht-EURO-Zone.

  2. In Spanien und Portugal läufts doch aber auch rund?

  3. ..wieso beschäftigt ihr euch mit Prognose(Instituten) die nicht mal die Tendenz + – richtig vorhersagen .
    Von der Höhe der Abweichung ganz zu schweigen .

    Die Artikel , in denen ihr zwischen den Zeilen lest finde ich deutlich interesannter als
    „Wert von 60,6 (Prognose war 59,0; Vormonat war 59,3).“

    Wer verlässt sich auf diese Ratingagenturen ?

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