Der Iran-Krieg ist der „perfekte Cocktail“ für Stagflation in Europa. Stagflation ist ein Kunstbegriff, der Stagnation der Wirtschaft und Inflation miteinander vereint. Es bedeutet, dass das Wachstum einer Volkswirtschaft stagniert, und dass man gleichzeitig Inflation erlebt. So ein Szenario ist denkbar schlecht!
Iran-Krieg droht Stagflation nach Europa zu bringen
In einer „normalen“ Wirtschaftskrise mit schrumpfender Wirtschaftsleistung sieht man oft auch fallende Preise beziehungsweise wenig Inflation. In so einem Umfeld können Zentralbanken wie die EZB die Zinsen deutlich senken, um das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln. Aber in einer Stagnation kann man die Zinsen nicht senken, weil die Inflation spürbar ansteigt. Dadurch kann sich eine Wirtschaftskrise verstärken.
Der Iran-Krieg droht gerade Europa in eine missliche Lage zu bringen, gelinde ausgedrückt! Je länger der Krieg anhält, desto schwächer dürfte die Wirtschaft laufen. Allein die deutsche Bundesregierung senkte erst vor zwei Wochen ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft von +1,0 % auf +0,5 %. Je länger der Krieg dauert, desto schlechter dürften die Prognosen ausfallen. Denn die hohen Treibstoffpreise bremsen das Wirtschaftswachstum. Dazu kommen steigende Knappheiten, auch bei Düngemitteln, Helium etc.
Die deutlich höheren Preise für Benzin, Diesel, Heizöl, Flugbenzin etc treiben die Inflation an. Die höheren Treibstoffpreise fachen auch viele andere Preise im Wirtschaftskreislauf an. Inflation trifft auf ein Wirtschaftswachstum, dass immer mehr Richtung Null tendiert. Dann hätte man eine Stagflation erreicht. Je länger der Krieg im Iran dauert, desto brisanter wird dieses Szenario!
EU-Kommissar warnt vor „stagflationärem Schock“
Die Stagflation ist in der Tat kein theoretisches Konstrukt, das von Nörglern und Schwarzsehern in die Welt gesetzt wird. EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis hat erst gestern genau vor diesem Szenario gewarnt, dass es Realität werden könnte. “Steigende Energiepreise betreffen alle Akteure in der europäischen Wirtschaft, sowohl Unternehmen als auch Haushalte. Sie drängen die EU-Wirtschaft auf einen Pfad schwächeren Wachstums und höherer Inflation”, so sagte er es gestern laut Bloomberg News vor Reportern. “Europa steht vor einem stagflationären Schock.”
Neben ihm in Brüssel bemühte sich Eurogruppen-Chef Kyriakos Pierrakakis um eine optimistischere Darstellung der Lage. “Wir befinden uns in einer stagflationären Tendenz, das heißt, wir korrigieren unsere Wachstumsprognosen nach unten und die Inflationsprognosen nach oben”, sagte er. “Aber wir befinden uns derzeit nicht in einem vollständigen Modus der Stagflation.”
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Begriff Stagflation gehöre in die 1970er Jahre und sollte nicht zur Beschreibung der aktuellen Lage im Euroraum verwendet werden.
FMW/Bloomberg
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Es ist wohl einmalig in der Geschichte, dass ein Land, bzw. Länder ihren Hauplieferanten für Einergie und Rohstoffe völkerechtswidrig sanktionieren, weil der einen völkerrechtwidrigen Krieg angefangen hat, der sich aber nicht gegen die Sanktionierer richtet.
Gleichzeitig blühen die Handelsbeziehunge zu dem Staat, der in den letzten etwa 70 Jahren nur wenige Monate keinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg geführt hat, ein anderes Land bombardiert oder kurzzeitig überfallen hat.
Sanktionen treffen erst den Sanktionierten, und dann leicht verzögert, den Saktionierer.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Helmut, ich sehe in den Sanktionen kein Problem.
Das ist „deppert“. Sanktionen sind immer ein Problem und verschlechtern für alle die Lebensbedingungen. Früher argumentierten vor allem Linke zurecht, dass Sanktionen immer die Unschuldigen am meisten treffen. Materiell sogar nur die Armen. Die Nomenklatura schützt sich.
Hinzu kommt, dass Sanktionen mehr oder weniger zielführend konstruiert sein können. Die Sanktionen der EU gegen Russland sind ein Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte, wenn man etwas erreichen will. Sie sind der buchstäbliche Schuss ins eigene Knie.
Die Aussetzung des Handels mit russischen Aktien schädigt z.B. nur die Eigentümer im Westen, kann den Russen grad egal sein. Und die Blockierung der Dividendenströme zu den Eigentümer im Westen schädigt auch nur den Westen und stärkt den Osten. Da wäre es doch schlauer gewesen, diese Dividenden im Westen mit einer Sondersteuer zu belegen.
Genauso bei den Energierohstoffen: diese weiter zu liefern, wäre aus russischer Sicht ja eine Stärkung des Westens gewesen. Dumme Sache, wenn der sich gegen Russland wendet.
Einen anderen Abnehmer findet man dagegen immer. Das ist nur am Anfang eine Unannehmlichkeit für Russland.
„Da wäre es doch schlauer gewesen, diese Dividenden im Westen mit einer Sondersteuer zu belegen.“
Wären das nicht auch „depperte“ Sanktionen?
Es wären Sanktionen gewesen, die dem Staat zusätzliche Einnahmen statt Belastungen eingebracht hätten. Der Teil der Aktionäre, die Ihren moralischen Impuls teilen, und ich schätze, das ist die überwiegende Mehrheit, hätten sich dagegen nicht verwehrt.
Aber natürlich wäre auch diese Sanktion wirtschaftlich schädlich, weil sie Ressourcen fehlleitet, das ist aber etwas, was in Kriegszeiten generell passiert, weil es unvermeidlich ist.
Problemsuchermut-Fan
Dann übersieht Du aber, welche Folgen die Sanktionen für Europa und besonders für Deutschland haben.
Der Sanktionierte weicht auf andere Abnehmer für seine Rohstoffe aus und verkauft seine Rohstoffe noch zusätzlich mit einem Mengenrabatt z. B. an China.
Daher kann nun China mit günstigem Öl Waren produzieren. Deutschland hat einen Kunden für seine Waren verloren und muss teure Rohstoffe kaufen, die sonst der Sanktionierte preisgünstiger geliefert hätte.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Das Leben geht weiter, wer mit Mördern und Kriegsverbrechern Geschäfte machen will, soll es tun. Wenn dir das gefällt, kann ich dir auch nicht helfen. Das musst du mit dir selbst diskutieren. Viel Erfolg damit, dabei Einsicht zu gewinnen.
Für manche scheint der Lebensabend nur mehr aus der FMW-Kommentarfunktion zu bestehen.
Problemsuchermut-Fan
Wie Du es schreibst.
Deutschland macht nicht nur mit den Kriegsverbrechen und Mördern in den USA Geschäfte, sondern ist auch noch logistisch dabei behilflich, dass diese Verbrechen optimiert ausgeführt werden können.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
„Wie Du es schreibst.“
So so, das soll ich geschrieben haben. Bei deiner Leseschwäche kann ich dir nicht helfen. Wende dich an einen geduldigen Lehrer. Viel Erfolg dabei! Ich drück dir die Daumen.
Columbo
Für manche besteht der Lebensabend darin, dort, wo ein sachbezogener Kommentar hingehört, nur Gelaber zu schreiben oder seine Goldphobie auszuleben.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Immer noch besser, als der Kommentarschreibsucht zu verfallen.
Problemsuchermut-Fan
Muss schon schlimm sein, wenn Du so schnell vergisst, was Du geschrieben hast.
…Problemsuchermut-Fan
6. Mai 2026 07:35 Uhr
Helmut, ich sehe in den Sanktionen kein Problem…
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Helmut, man bist du vergesslich.