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Europa und USA: es wird immer nickliger! Gabriel schießt zurück, und dann noch Juncker..

FMW-Redaktion

Was sich liebt, das neckt sich, sagt der Volksmund. Demnach müssten Europa und die USA sich derzeit ganz besonders lieb haben. Wie von uns berichtet, gibt heute Donald Trump per Exekutivorder eine Studie in Auftrag, die alle Handelsbeziehungen der USA nach Ländern unterteilt durchleuchten soll, um dann, falls „trade abuse“ festgestellt würde, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dabei dürfte auch Deutschland in den Vordergrund rücken – schließlich hatte Peter Navarro, von Trump als Chef der neuen Behörde „White House National Council“ Deutschland schon mehrfach verbal attackiert, da man den Euro unfairerweise als völlig unterbewertete D-Mark nutze, um seinen Exporterfolg sicher zu stellen.

Nun wird, in guter alter deutscher Tradition, schon einmal vorsorglich „zurück geschossen“. Und der Schütze ist der neue Aussenmiinister Gabriel, der wohl Klage bei der WTO gegen die USA einreichen will, weil die neue Regierung sich offenkundig darauf vorbereite, den US-Firmen einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu geben. Wir als Europäer, so Gabriel, könnten das nicht akzeptieren, die EU müsse nun prüfen, ob sie nicht Klage bei der WTO einreiche – er selbst unterstütze das absolut.


Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Foto: Olaf Kosinsky/Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de)

Gabriel reagiert damit wiederum offenkundig auf eine Strafzahlung, die gestern das US-Handelsministerium verhängt hatte gegen sieben nicht-amerikanische Kohle- und Stahlfirmen, darunter die deutschen Dillinger Hüttenwerke und die Salzgitter-Gruppe, die zu Straf-Zahlungen von 5,38% und 22,9% ihrer jeweiligen Verkaufspreise ihrer Produkte in den USA verdonnert worden waren.

Es geht also schon langsam los mit dem verbalen Handelskrieg – und Gabriel ist bekanntlich in seiner Art etwas direkter als sein Vorgänger Steinmeier. Da kann also so manches hitziges Wortgefecht in den nächsten Wochen und Monaten erwartet werden!

Einer, der manchmal auch sehr direkt ist, ist Jean-Claude Juncker. Gestern hat der Präsident der EU-Kommision erneut sichtlich genervt von der Freude Trumps über den Brexit angedroht, dann eben auch die Unabhängigkeit von Ohio oder Texas von den USA zu unterstützen, wenn das nicht aufhöre. Nun sind diese beiden US-Bundesstaaten nicht gerade bekannt dafür, sich abspalten zu wollen. Etwas anders sieht das schon in Kalifornien aus, wo ein nicht geringer Teil eine Unabhängkeit Kaliforiens von den USA unterstützt seit der Wahl Trumps. Wie wäre es denn damit: die EU bietet Kalifornien einen wunderbaren Freihandelsvertrag an, um den Donald ein bißchen zurück zu ärgern, Herr Juncker?



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4 Kommentare

  1. Alles egal. Die deppen kaufen weiter…

    VG Karl

  2. Moin, moin,
    Trump tut es mit denen, mit denen er es tun kann. Wer sich nicht wert, der ist als Zahlmeister dran. Wie in der Wirtschaft. Wenn sich mein Lieferant nicht wert, dann drücke ich weiter die Preise und ändere die Konditionen weiter zu meinem Vorteil. Hintergrund ist doch ganz einfach, entweder haben die die Arbeitsplätze bei sich oder wir bei uns. M.E. wird es Zeit, dass man u.a. mit den Amis einmal verständlich Deutsch spricht. Die BRD kann ja sicher nicht der Sündenbock der Welt sein oder?

    1. Ist denn jetzt seit Trump mit den erfundenen Strafzahlungen?
      Künstliche Klimaziele für deutsche Autobauer, nebenbei die fettesten Autos der Welt fahren lassen und das Grundwasser für immer versauen? Gibt es Möglichkeiten, Grundwasser von Giften freizuwaschen oder filtern???
      Strafzahlungen an Toyota, weil bei 10 Autos die Bremse versagt hat, deutsche Bank weil usw…. TTIP hinter verschlossenen Türen oder über Kanada durchdrücken, für Marlboro und Co!!! Z.B.gegen Uruguay wegen entgangenem Gewinn.
      http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/investitionsschutz-klauseln-beispiele/seite-3
      Das waren doch andere Verbrecher, oder?

  3. @asyoulike.
    Doch Arabugermanien schafft das alles ganz allein!!
    Schultkult und Ethnomasochismus machen es möglich.
    Beste Grüße Starhemberg1683

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