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Europas Aktienmärkte und der Euro: nächste Woche geht es zur Sache!

Ein wesentlicher Treiber für Europas Aktienmärkte und damit für den Dax sind bekanntlich die Quartalszahlen der Unternehmen – und da kommt in der nächsten Woche einiges auf uns zu! Zentrale Frage ist, welche Auswirkungen der seit Jahresbeginn um fast 11% gestiegene Euro hat in den Bilanzen der Unternehmen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ein wesentlicher Treiber für Europas Aktienmärkte und damit für den Dax sind bekanntlich die Quartalszahlen der Unternehmen – und da kommt in der nächsten Woche einiges auf uns zu!

Am Mittwoch (26.07.) kommen Daimler und Deutsche Börse, am Donnerstag Bayer, Deutsche Bank, Volkswagen und BASF, am Freitag folgen dann Linde und HeidelbergCement. Dazu werden mehr als die Hälfte der im Euro Stoxx 50 gelisteten Unternehmen ihre Zahlen vorlegen.

Was wird die europäische Berichtssaison bringen? Grundsätzlich dürfte das Erstarken des Euro etwas Gegenwind gebracht haben – die Gemeinschaftswährung hat seit Jahresbeginn fast 11% zum Dollar zulegen können. Das macht die Wettbewerbssituation für europäische Unternehmen nicht gerade einfacher, und während etwa Barclays annimmt, dass die Zahlen dennoch sehr ordentlich ausfallen werden, sieht Goldman Sachs die Dinge deutlich negativer und erwartet Enttäuschungen bei den Gewinnen der Unternehmen.

Die zentrale Frage für Europas Unternehmen ist die weitere Entwicklung des Euro-Kurses, der nicht nur gegenüber dem Dollar stark zulegen konnte. Der gestrige Anstieg der Gemeinschaftswährung kann vor allem deshalb, weil die Märkte einen sehr dovishen Mario Draghi erwartet hatten – seine eher neutrale Haltung befeuerte dann den Euro-Anstieg, der zusätzlich Schub bekommen hatte durch die Ausweitung der Untersuchungen von Special Counsel-Chef Mueller auf die Geschäftstätigkeiten Donald Trumps und seinen Schwiegersohns Jared Kushner.

Tapering, so heißt es nun vermehrt von Analysten verschiedener Banken, sei unumgänglich – und schon die Erwartungshaltung von einer graduellen Rückführung der Anleihekäufe durch die EZB dürfte den Euro weiter unterstützen. Nächstes Ziel ist das Hoch aus dem August 2015 bei 1,1714, darüber wartet in der Zone 1,1736 bis 1,1806 das 38,2er-Retracement aus dem Abverkauf seit dem Jahr 2014.

Für Investoren aus dem Dollar-Raum etwa ist die relative Schwäche des Dax seit dem Allzeithoch noch gut verkraftbar durch die Währungsgewinne – vermutlich haben hier einige bereits Positionen realisiert. Die große Frage ist nun, was passieren würde, wenn der Dollar weiter abverkauft wird – dann sitzen etwa Investoren aus dem Euro-Raum bei getätigten Investionen in US-Aktien zwar auf Gewinnen, die aber durch den Fall des Greenback so gut wie wertlos sind.

Mithin besteht also das größte Risiko für die Aktienmärkte den USA und Europa in einem weiteren Fall des Dollar bei gleichzeitigem Erstarken des Euro!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    21. Juli 2017 14:44 at 14:44

    „Nächste Woche geht es zur Sache“. Es geht immer nächste Woche zur Sache. Draghi, Yellen, Zahlen da, Indikatoren dort, Arbeitsmarkt, dann wieder was aus China oder Italien. In Wirklichkeit geht es nie zur Sache. Dax, Dow, Euro, Gold trödeln so dahin(Dax eher nach oben,Gold eher nach unten), nächste Woche und auch übernächste Woche, egal was passiert. Zwischen einem und dem anderen schwarzen Schwan ist Börse langweilig, sehr langweilig. Das ist auch gut so, solange das System sich langweilt, kann ich mir Essen kaufen, in Urlaub fahren und mein Geld auf der Bank ist was wert. In fortgeschrittenem Alter(67) erlebe ich den „Tag der Wahrheit“ vielleicht nicht mehr, hoffentlich.

    • Avatar

      Columbo

      21. Juli 2017 14:53 at 14:53

      Sorry, immer wenn ich was Langweiliges schreibe, wirds spannend.Dax 12.265, Gold 1252.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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