Aktien

Eurozone: es wird eng!

Heute wieder ernüchternde Daten aus der Eurozone: die Einkaufsmanagerindizes haben überwiegend enttäuscht, insbesondere bei einigen Problemkandidaten wie Italien, Griechenland, Frankreich – und, nunja, auch Österreich (pardon zu den Freunden an der Donau).

So kam der Einkaufsmanagerindex aus der Eurozone mit 50,6 zwar etwas besser als im Vormonat (50,3), aber doch unter den erwarteten 50,7. Besonders bedenklich: Italien fällt dabei unter die 50er-Marke, der Rückgang in Frankreich fiel dagegen weniger dramatisch aus als befürchtet. Dass sich der Einkaufsmanagerindex in der Eurozone noch über der 50-er Marke halten kann (die die Schwelle zwischen Expansion und Kontraktion darstellt), liegt lediglich an den Preissenkungen, die die Unternehmen zum Verkauf ihrer Produkte hinnehmen mussten. Und Preissenkungen heissen im Zweifel: Deflation!

Bedenklich auch, dass die Ordereingänge den zweiten Monat in Folge nun rückläufig waren. Auch in Deutschland ist das Bild eingetrübt: zwar konnte sich der deutsche Einkaufsmanagerindex wieder über die 50er-marke erholen, fiel aber mit 51,4 doch deutlich schwächer aus als prognostiziert (51,8).

Wenn also die Euozone vor ssich hindümpelt, bleiben nur noch die USA und die Schwellenländer als Wachstumsmotoren. Der starke Dollar aber bringt die Schwellenländer unter Druck, und auch in den USA könnte es angesichts eines sich abkühlenden Immobilienmarktes bald etwas ungemütlicher werden. Allein im wichtigsten Aktienindex der Welt, dem S&P 500, generieren die darin enthaltenen Unternehmen knapp 50% ihres Umsatzes aus dem Ausland. Trübt sich die Lage also weiter ein, werden sich auch die USA davon nicht entkoppeln können.

Für die Aktienbullen aber ist das alles eine richtig gute Nachricht: die Notenbanken, so viel ist sicher, werden dann noch mehr fluten und die Vermögenspreise inflationieren. Dax bei 20.000? Warum nicht..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage