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Eurozone: Wer die Zukunft sehen will, muß nach Japan blicken

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Was kommt auf uns zu angesichts der Abschaffung des Zinses bzw. sogar Negativzinsen in der Eurozone? Bereits derzeit erleben wir die „Sklerotisierung“ der Eurozone – eine sinnvolle Altervorsorge ist unmöglich. Also was tun? Japan analysieren, sagt Florian Homm – denn das ist bereits das jetzt schon der Fall, was in wenigen Jahren auch bei uns kommen wird!

31 Kommentare

31 Comments

  1. frank

    12. Juli 2019 08:29 at 08:29

    Ausgerechnet Japan als Negativbeispiel anzuführen ist hanebüchen. Japan hat seit über 30 Jahren niedrige bzw. negative Zinsen und ist das am höchst verschuldete Land der Welt. Trotzdem ist Japan das stabilste Land der Welt, mit dem höchsten Wohlstand, der geringsten Armut und so gut wie keiner Arbeitslosigkeit. Japan produziert Hightech, japanische Produkte haben die höchste Qualität. Japan ist der Beweis dass eine Niedrigzinspolitik und hohe Staatsverschuldung sehr gut funktionieren.

    • leftutti

      12. Juli 2019 10:49 at 10:49

      Beim BIP pro Kopf krebst Japan auf Rang 25 herum, kaufkraftbereiningt auf Rang 30 (Stand 2017).
      In Japan wurde erst vor nicht allzu langer Zeit die Zahl der zulässigen Überstunden auf unter 100 pro Monat begrenzt, das sind 13-Stunden-Tage, 5 Überstunden pro Tag, meist nicht oder nur gering vergütet. Laut Regierungsangaben überschritt die Zahl der Arbeitsstunden jedes einzelnen Beschäftigten in mehr als 20 Prozent der Unternehmen wöchentlich die 80-Stunden-Marke.
      Die Japaner nehmen durchschnittlich 8,8 der ihnen zustehenden über 20 Urlaubstage wahr.

      Japan ist in der Liste der G7-Staaten das Land mit der geringsten Produktivität.
      Japan hat es geschafft, innerhalb von 6 Jahren 4x in eine Rezession abzurutschen.

      Zusammenfassend lässt sich sagen: Während Abe seit Jahren milliardenschwere Konjunkturprogramme in den Markt pumpt und versucht die heimische Wirtschaft anzukurbeln, dümpeln die Indikatoren des asiatischen Landes nur vor sich her. Stagnierende Einkommen und höhere Lebenshaltungskosten führen zu weniger, nicht zu mehr Wachstum.

  2. Columbo

    12. Juli 2019 09:26 at 09:26

    @frank
    Genau das frag ich mich auch schon die ganze Zeit. Bisher auch bei den schlauesten Ökonomen keine Antwort gefunden. Es heißt nur immer, Japan ist eben anders. Sollte man einigen Crashpropheten einen Studienaufenthalt in Japan spendieren?

  3. Beobachter

    12. Juli 2019 09:44 at 09:44

    @ Frank, bitte berücksichtigen, dass die Japaner hauptsächlich im Inland verschuldet sind ,also Schuldner und Gläubiger heben sich auf = Nullsummenspiel. Die USA sind im Gegensatz abhängig ,dass Ausländer ihre Anleihen kaufen u.sind abhängig u.können langfristig nicht die Zinsen diktieren.Alles richtig was sie sagen, aber der Beweis ,dass die Aktien nicht endlos steigen können ist doch eben gegeben, u.der Höchststand des Nikkei von ca.39000 wurde nie mehr annähernd erreicht.
    Wolfgang M.oder FMW könnte Ihnen meine Aussage sicher mit Zahlen bestätigen.

    • koch@t-online.de

      14. Juli 2019 22:47 at 22:47

      Schuldner und Gläubiger heben sich gegeneinander auf,Nullsummenspiel!Ich war in Mathe nie der Überflieger,zur Beurteilung dieser Bullshitbehauptung sollte es aber dennoch reichen!Ich weiss definitiv,dass ich 100€ habe,leider weiss ich nicht wo.In dieser Gewissheit lebe ich so vor mich hin.Mein Arbeitsplatz ist konkurrenzsicher,weils keine(zumindest inländische Konkurrenz gibt!)Mein Einkommen und meine Ausgaben fürs Leben sind ebenfalls ein Nullsummenspiel.Sollte diese Kalkulation nicht mehr aufgehen,kann ich ja immer noch mehr arbeiten,weil unendlich Nachfrage besteht.P.s.Mein Vater hatte anfangs der 70iger Jahre auch 2 Vollzeitjobs von 6-22 Uhr um seine Familie,3 Söhne und Ehefrau durchzubringen und nebenbei ein 2-Familienhaus zu errichten Chapeau dafür!Dieser Zustand ist aber max.10 Jahre durchzuhalten!)Die heutige Smartphonegeneration hält eine solche Lebensform ohnehin für unmöglich.Ich bin jedoch gegen die Durchdringung des Geistes(einige sollen in noch haben!)durch Begriffe wie „Modern Money Theorie,Staatsschulden sind eigentlich keine Schulden,bedingungsloses Grundeinkommen,Freibier für alle(reicht zum Überleben,weil was ich esse,kann ich auch noch trinken).Für mich ist eine Gesellschaft mit 0/Minuszins definitiv zum Scheitern verurteilt!Zum Glück bin ich schon Ü60,ärgern (auch für die Nachwelt)tut’s mich dennoch!Deutschland wieder an der Schwelle 0?Der Führer hat Ende April,bei der Vorstellungder letzten Pimpfe auch erheblich gezittert!

  4. Quintus

    12. Juli 2019 09:57 at 09:57

    @frank
    Ja, aber leider nur unter gleichen Vorraussetzungen! Hier unterscheidet sich Japan aber in fast allen relevanten Punkten von der EU! Eine Handvoll! Einwanderer 2018, ein homogener Wirtschaftsraum, keine differenten Ansichten in der Wirtschaftspolitik, da kein künstlich geschaffener Staatenverbund, Staatsanleihen, welche fast ausschließlich von den eigenen Bürger gehalten werden etc.etc.
    Fazit: in der Theorie ist Theorie und Praxis gleich, nur in der Praxis leider nicht.

    • frank

      12. Juli 2019 17:35 at 17:35

      Genau die Praxis meine ich ja. Japan wird insbesondere von Deutschen Ökonomen oft als Negativbeispiel genannt. In der Praxis läuft Japan aber rund oder zumindest sehr viel besser als die meisten anderen Industrieländer. Fast alle Kennzahlen sind positiv, gerade was Wohlstand und Armut betrifft, da gibt es glaub ich kein „besseres“ Land als Japan. Dass dies nicht nur an Niedrigzins und hoher Staatsverschuldung liegt ist, ist naheliegend, allerdings sind diese Faktoren weit weniger schädlich oder negativ wie oftmals behauptet.

      • leftutti

        12. Juli 2019 19:09 at 19:09

        @frank, angesichts der angeführten Argumente läuft es doch auf folgendes hinaus, auch wenn Sie oder Ihr Kumpel Quintus etwas zäh um den heißen Brei herumreden: Japan läuft angeblich rund und floriert, weil es keine Migranten gibt. Und es gibt eine „stabile“ rechtskonservative 2/3-Mehrheit, alles läuft auf einen 2-Parteienstaat hinaus.

        Schön einfach und überschaubar, „keine differenten Ansichten“, keine nervigen Zweifler in der Opposition. Fachkräftemangel, utopische Überstunden, grauenhafte Produktivität, stagnierende Einkommen und höhere Lebenshaltungskosten und Rezessionen am Fließband seinen mal dahingestellt. Ebenso ein atomarer Supergau wegen hirn- und verantwortungsloser AKW-Standort-Positionierung.

        Fazit: Stagnation wäre wohl treffender als Wohlstand:
        https://de.tradingeconomics.com/japan/gdp-growth-annual
        (unter dem Chart auf „MAX“ klicken und staunen)

        P.S. Quin Tus und Fal Ko im kleinen sparsamen Auto, bei 60 Stunden Wochenarbeitszeit und fast ohne Urlaub, dafür im Kapselhotel schlafend ist eine herrliche Vorstellung 😂

        P.P.S.
        Japan ist der Beweis dass eine Niedrigzinspolitik und hohe Staatsverschuldung sehr gut funktionieren.
        allerdings sind diese Faktoren weit weniger schädlich oder negativ wie oftmals behauptet.
        Was denn jetzt genau?

        • Shong09

          15. Juli 2019 12:46 at 12:46

          Sie unterliegen dem Trugschluss, dass generell ein Wachstum des BIPs für Wohlstand notwendig wäre. Dies ist es nicht. Gerade wenn in dem Land die Bevölkerung abnimmt, ist ein stagnierendes BIP ausreichend, um den Wohlstand zu erhalten, sofern auch Wohlstand bei der Größe des BIPs im Jahr zuvor vorhanden war.
          Bei den restlichen Punkten kann man Ihnen nur beipflichten.

          • leftutti

            15. Juli 2019 14:10 at 14:10

            @Shong09, aus diesem Grund habe ich in der Summe meiner Kommentare auch den Fokus deutlich mehr auf das BIP pro Kopf, die stagnierenden Einkommen und die steigenden Lebenshaltungskosten gelegt, was das Thema Wohlstand betrifft. Diese Kennzahlen sind nämlich sehr unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung.

          • Shong09

            15. Juli 2019 21:13 at 21:13

            Jaein, dabei gilt es noch zu berücksichtigen, dass im Prinzip mit Arbeitsantritt einer Person ihr Konsum stark ansteigt, und ab einem gewissem Alter recht stark auf ein mehr oder minder konstantes Niveau fällt. In den letzten 10-20 Jahren dürfte der Konsum der meisten Rentner nunmal recht niedrig sein. Das Einkommen sinkt natürlich in der Regel mit Renteneintritt auch extrem, wird aber bei den meist noch guten Renten trotzdem zu einem nicht unerheblichen Teil gespart.
            Das Ansteigen der Lebenshaltungskosten läuft dem natürlich zuwider, ist aber mMn alleine auch noch kein Beweis für den sinkenden Lebensstandard.
            Wenn Sie die Zahlen betrachten und alles zusammen berücksichtigen, werden Sie schon den richtigen Nenner treffen, nur eben evtl. in etwas abgemildeter Form als vorher. Vlt. haben Sie die Aspekte auch schon vorher berücksichtigt, und wir haben da etwas an einander vorbeikommuniziert.
            Sofern bei dem Szenario kein sinkender Lebensstandard besteht, wird diese Situation lediglich von der Politik bemängelt, weil sie weniger umverteilen kann.
            Zumindest ich erachte es nicht als sinkende Lebensstandard, wenn die arbeitende Person in Rente geht und das Einkommen zweistellig sinkt, dafür aber nicht mehr arbeiten muss. Das mag evtl. per Definitionem falsch sein.

  5. Columbo

    12. Juli 2019 11:00 at 11:00

    Was Japan betrifft, ist die Argumentation immer etwas dünn. In Wirklichkeit versteht niemand so ganz genau, warum Japan trotz jahrzehntelangen Tiefzinsen und Rekordschulden fröhlich weiter werkelt.
    Japansklerose und was weiß ich noch alles. Scheint denen nicht besonders weh zu tun.
    Manche meinen sogar, Japan verdanke den nicht vorhandenen Migranten seinen Wohlstand. Das sind die ganz Schlauen.

    • leftutti

      12. Juli 2019 12:04 at 12:04

      @Columbo, dazu ein sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel:
      https://www.japandigest.de/aktuelles/kolumne/arbeitslosigkeit-rekordtief/

    • Prof. Dr. Donald Marx

      12. Juli 2019 21:18 at 21:18

      @Columbo, Japan ist auch ohne tieferes Wissen über die historische Entwicklung, die Mentalität, die soziologischen Zusammenhänge für einen Außenstehenden kaum zu verstehen. Ich persönlich maße mir nicht im Ansatz an, dahingehend eine Ausnahme zu bilden. Sicherlich könnten uns Insider wie der hochgeschätzte Autor Rüdiger Born dahingehend einen deutlich fundierteren Einblick vermitteln.

      Japan ist auf alle Fälle nicht „typisch“ asiatisch. Und natürlich auch nicht amerikanisch oder europäisch orientiert. Als geografischer Winzling forderte man historisch mehrfach das chinesische Riesenreich heraus, auch die allmächtigen USA stellten im WK2 keine Hemmschwelle dar.

      Firmen wie Toyota, Honda, Nissan, Mitsubishi, Mazda, Suzuki, Bridgestone, Hitachi, Sony, Panasonic, Canon, Fujitsu, NEC und wie sie alle hießen, haben in den 70er bis 90er Jahren die Weltmärkte und damit auch ein wenig die Gesellschaften umgekrempelt, indem sie teilweise sensationelle technische Innovationen zu unvorstellbaren Preisen für fast jedermann erschwinglich machten.

      Dies ist nun alles seit zwei Jahrzehnten Vergangenheit, die demografischen, globalen und soziologisch-ökonomischen Wahrheiten machen auch vor diesem kleinen „gallischen Dorf“ (der humoristische und anerkennende, jederzeit positiv gemeinte Ausdruck sei mir verziehen) im Pazifik nicht halt. So sehr man auch seitens der Zentralbank verblüffende Innovationen und Experimente etabliert hat, fehlt dahingehend doch deutlich die Effektivität und der damit verbundene Anreiz zu Nachahmung.

  6. Quintus

    13. Juli 2019 13:49 at 13:49

    @ leftutti
    Schade, ich hätte mir ein situativ angepasste, differenzierte Antwort bezüglich der Einwanderungsproblematik ihrerseits gewünscht.
    Wie sie aber bereits treffend in ihrem späteren Beitrag über die Schattenseiten der japanischen Arbeitswelt darlegen, ist es offensichtlich, daß zukünftig ALLE Industrienationen, demographisch bedingt, eine zielgerichtete Einwanderungspolitik auflegen MÜSSEN.
    Geschieht dies allerdings weiterhin planlos und nicht mit der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt abgestimmt, so kann der Schaden weitaus größer sein als ihr beabsichtigter Nutzen!
    https://www.kapitalerhoehungen.de/kommentare/hat-volvo-ein-problem-in-schweden
    „Der CEO von Volvo warnt, dass das Unternehmen erwägt, seinen Hauptsitz in Zukunft aus Schweden zu verlegen, was zum Teil auf die Zunahme von Gewaltverbrechen zurückzuführen ist. Håkan Samuelsson erklärte auf einer Konferenz, dass der Autobauer seine Anziehungskraft auf ausländische Experten und Ingenieure verliere, und erläuterte seine Bedenken im Rahmen eines Interviews mit dem SVD “

    Übrigens, 60 Stunden Wochenarbeitszeit sind bei uns(verantwortliche Positionen)Gang und gäbe, da brauchen sie nicht zwingend nach Japan zu gehen. Das mit dem Kleinwagen wird bestimmt auch bald klappen, die Grünen arbeiten bereits kräftig daran. Einzig die winzigen Schlafstätten japanischer Größe wären für mich inakzeptabel.

    Auch China steht übrigens vor dem demographischen Problem. Passend dazu zitiert John Authers bei Bloomberg aus einer Studie:
    .. it is worth emphasizing that the scale of China’s demographic issue is underappreciated. These charts from Longview Economics of London demonstrate the problem clearly. First, China’s demographics are about to turn as drastically adverse as Japan’s. Its working age population has peaked and started a decline that from now on will be as steep as the one in Japan.. more problematic than Europe’s.“

  7. leftutti

    14. Juli 2019 14:03 at 14:03

    @Quintus, da wir die ganze Zeit nur von Japan reden, kann ich auch nichts zur Einwanderungs“problematik“ schreiben, da es dort praktisch keine Migration gibt.

    Was übrigens den von Ihnen verlinkten Kommentar angeht, findet sich dort folgende Aussage: Der Polizeichef des Landkreises Göteborg, Erik Nord, bestritt jedoch, dass es ein Problem gebe, und warf Samuelsson vor, falsche Informationen aus den sozialen Medien zu erhalten. Was Sie ebenfalls vergessen zu erwähnen: Bei den Schießereien handelt es sich offensichtlich um Bandenkriege, der CEO von Volvo stellt keinerlei Zusammenhang zu Migration her. Siehe dazu auch:
    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/goeteborg-mehrere-tote-nach-schiesserei-in-pub-a-1024331.html
    https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Unheimliche-Mordserie-in-Schweden-geht-weiter-id51471461.html

    Dennoch ein netter Versuch von Ihnen, einen derartigen Zusammenhang zu suggerieren, ohne dies direkt zu sagen. Wie ich bereits oben erwähnte, reden Sie sehr geschickt, aber etwas zäh um den heißen Brei herum.

    Die 60 bis 80 Wochenarbeitsstunden beziehen sich nicht nur auf hochbezahlte Führungs- und Managerjobs, sondern sind in allen Einkommensschichten traurige Realität. Zurück zum eigentlichen Thema, zu dem ich mir eine situativ angepasste, differenzierte Antwort Ihrerseits gewünscht hätte: Japan rutscht vergleichsweise auffallend oft in eine Rezession ab, das BIP pro Kopf ist bestenfalls durchschnittlich, die Produktivität ist unterirdisch, die BIP-Jahreswachstumsrate stagniert seit 25 Jahren und liegt um Welten unter der von 1990 und früher, die Löhne stagnieren ebenso, die Anzahl der prekär Beschäftigen ist stark gestiegen, der Binnenkonsum verharrt auf bescheidenem Niveau, auch die Investitionen kommen nicht so recht in Gang.

    Fazit: Japan ist alles andere als der Beweis dass eine Niedrigzinspolitik und hohe Staatsverschuldung sehr gut funktionieren. Sämtliche Kennzahlen sind alles andere als positiv, gerade was Wohlstand betrifft. Der Quasi-2-Parteienstaat mit rechtskonservativer 2/3-Mehrheit und Null-Immigration hat ebenso versagt, wie Niedrigzinspolitik, Währungsabwertung, Gelddruckorgien und hohe Staatsverschuldung.

    • Shong09

      15. Juli 2019 12:58 at 12:58

      Bzgl. der Bandenkriege in Göteborg (und vermutlich ist das für den Rest Schwedens äquivalent) ist es nun mal so, dass das „Personal dieser aus nicht Schweden besteht.
      Ähnlich wie bei uns in der Regel

      • leftutti

        15. Juli 2019 14:52 at 14:52

        @Shong09, dazu konnte ich leider nirgendwo in der einigermaßen seriösen Presse etwas Konkretes finden. Die rechtspopulistische, sog. alternative Presse lassen wir aus Gründen der Seriosität, Neutralität und des politischen Interessenkonfliktes bitte mal weg.

        Die schwedische Staatsanwaltschaft ließ jedoch in einer Erklärung verlautbaren:
        Der Vorfall wurde durch einen Konflikt ausgelöst, welcher entweder während desselben Abends ausgelöst wurde oder schon vorher zwischen zwei rivalisierenden Gruppen existierte – der einen mit Verbindungen zu einer Motorrad-Gang und der anderen mit lokalen Verbindungen.

        Auch das benachbarte Dänemark hat Probleme mit kriminellen Banden wie den Rockerclubs Hells Angels und Bandidos. Bei einem Bandenstreit in einem Einkaufszentrum nahe Kopenhagen waren erst am Mittwoch drei Menschen durch Schüsse oder Messerstiche verletzt worden. Keine Ahnung, aus welchen ethnischen Gruppen sich skandinavische Motorrad-Gangs und Rockerclubs rekrutieren, bei uns zumindest findet sich schon der eine oder andere Deutsche darunter.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Hells_Angels_Deutschland#Vorf%C3%A4lle_in_Deutschland
        https://www.sn.at/panorama/international/zwei-tote-und-zehn-verletzte-bei-schiesserei-in-goeteborg-2646532
        https://diepresse.com/home/ausland/welt/4688849/Goeteborg_Mehrere-Tote-bei-Schiesserei-in-Restaurant-

        • Shong09

          15. Juli 2019 21:28 at 21:28

          Ich war 2014 für ne Woche in Göteborg unter schwedischen und intl. Studenten. Die Schweden sind schon meist sehr links und auf multikulti eingestellt. Aber wenn die mir dass so mit den Banden erklären, dann scheint das schon so zu sein. Hier ist dies in zwei Bereichen zumeist wohl auch so der Fall. 1. Nachtclubs (da gibt es etwas, dann nennt sich wem gehört die Tür, da hab ich ein bischen Einblick, da ich mehrere Personen aus dem Kreis kenne, die da nebenher arbeiten) und dann die Hells Angels, Bandidos und Co. Hängt aber beides ein bisschen weniger oder auch eher mehr zusammen. Letztere teilen sich den Markt vor allem betreffend Drogen und Prostitution auf, der Rest wie Schutzgeld dürfte in dem Bereich eher nebensächlich sein.
          Natürlich gibt es in den Gruppen auch Deutsche, aber gemäß dem Anteil an der Bevölkerung dürften sie klar untervertreten sein. Meine Bekannten aus dem Bereich haben alle eine andere Staatsangehörigkeit 😉 Manche haben sich aus dem Business auch aus gutem Grund zurückgezogen. Der eine war laut seiner Aussage nie ohne 9mm an der Tür.
          Dass in dem Bereich eher weniger Unternehmensberater und Banker (zumindest noch) vertreten sind, dürfte auch die ethnische Zusammensetzung der Gruppen beeinflussen. Ist mMn eben ein „ganz normaler“ Job.
          Man nimmt was man kriegen kann, einem gefällt und wo die Gehaltsperspektiven gut sind

          • leftutti

            15. Juli 2019 23:36 at 23:36

            @Shong09, da gratuliere ich mal zu Ihrem Bekanntenkreis mit der 9mm an der Tür. Ich hoffe, damit fühlen Sie sich sicher im links-multikulturellen Schweden oder Europa. Nehmen Sie, was Sie kriegen können, gönnen Sie dies aber auch allen anderen.

      • leftutti

        15. Juli 2019 21:05 at 21:05

        Ergänzung im Namen von Demokratie und Meinungsfreiheit: Sogar die Reichsbürgerpresse und Putinmedien bestätigen meine Aussagen, trotz aller polotisch-ideologischen Befangenheit:

        http://staseve.eu/?p=60243
        https://deutsch.rt.com/europa/78819-bandenkrieg-in-schweden-rivalisierende-gangs/
        https://paolohor.blogspot.com/2018/11/bandenkrieg-in-schweden-rivalisierende.html

        • dm

          16. Juli 2019 13:17 at 13:17

          @leftuti
          sind Sie auch pOlotisch befangen?

          • leftutti

            16. Juli 2019 13:45 at 13:45

            @dm, nicht, dass ich wüsste…

      • Lars

        15. Juli 2019 21:45 at 21:45

        Wenn der mitteldeutsche PS-Boliden-Freak unter sich bleibt, bleibt es auch sehr friedlich:
        https://www.n-tv.de/panorama/Polizei-ermittelt-wegen-Dutzender-Straftaten-article21145566.html

  8. Beobachtet

    15. Juli 2019 07:15 at 07:15

    @Koch @online de, leider nicht verstanden, wenn ein Staat Schulden beim eigenen Staatsbürger hat ,sind diese Schulden gleichzeitig Guthaben dieses Staatsbürgers, der wieder ein Teil dieses Staates ist.
    Zum besser verstehen: Wenn sie eine Familie als kleiner Teil eines Staates betrachten, macht es wohl einen Unterschied ob sie Schulden bei einem Familienmitglied oder beim Nachbar haben.
    Auch die Abhängigkeit in Sachen Zinsforderungen ist weniger gegeben.Gewisse Leute verstehen sofort wenn man lange erklärt!

    • Michael

      15. Juli 2019 12:03 at 12:03

      @Beobachtet, und wenn das Familienmitglied seine Schulden nicht mehr bedienen kann und pleite ist, ist auch die Familie pleite. Ansonsten trägt der Nachbar den Schaden.

      • tm

        15. Juli 2019 14:51 at 14:51

        Ne, eben nicht. Wieso sollte dann die Familie pleite sein?

        • Michael

          15. Juli 2019 20:49 at 20:49

          OK, etwas konkreter und plakativer: Ich luchse sämtlichen Opas und Omas, Papas und Mamas, Onkels und Tanten, meinen Geschwistern, meiner Frau, unseren Kindern und allen Enkeln, Schwagern, Nichten und Neffen all ihr Geld ab, indem ich ihnen z.B. eine wunderbare Geldvermehrung in einem hochrentablen und modernen Aktien- oder Kryptoinvestment verspreche. Am nächsten Tag ist alles Geld weg.

          Die Familie ist pleite, weil sie kein Geld mehr hat. Von ihren Forderungen mir gegenüber kann sie sich nichts kaufen, die stehen nur im Familienalbum.

          Nun mache ich dasselbe mit ein paar Nachbarn. Die Nachbarn gucken in die Röhre, aufgrund fehlender Angehörigenhaftung haben sie die A-Karte gezogen. Omas und Opas, Geschwister etc. freuen sich derweil über ihr nicht versenktes Geld und wundern sich bestenfalls, wie die Nachbarn so blöd sein konnten, einem Investmentfuzzi ihr Geld anzuvertrauen. Selber schuld!

          • sabine

            16. Juli 2019 08:59 at 08:59

            Soweit ich das System versteh, bleiben Schuldner, Kreditgeber und Geld (!) innerhalb der Familie. Also kann da nix schief gehen.
            Wenn natürlich das Geld weg wär, hätte die Familie ein Problem.

  9. Beobachter

    15. Juli 2019 12:53 at 12:53

    @ Michael, da haben sie Recht, wenn man denkt Schulden nie bezahlen zu können , sollte man möglichst
    langlaufende Anleihen im Ausland aufzunehmen ,dann kann man die Pleite sehr lange hinauszögern.
    Bitte nicht falsch verstehen, ich bin gegen endlose Verschuldung..Ich wollte nur im Vergleich USA- Japan aufzeigen, dass eben Staatsschulden zugleich Guthaben der eigenen Bürger sind u.somit weniger schlimm.
    Warum haben sich die US-Banken seit der 08 er Krise viel besser erholt ? Weil die Amis mit Hilfe der Ratingagenturen den Ausländern tonnenweise faule Papiere verkauft haben, u.die Ausländer bei der eigentlichen US- Hypothekenkrise den Schaden ausgelagert haben. Da diese Ratingagenturen sehr glaubwürdig u. unabhängig sind hat es ja auch keine Schadenersatzforderungen gegeben.
    Im Gegenteil ,ausländische Banken wurden sogar von den Amis teilweise gebüsst.

  10. Beobachter

    15. Juli 2019 12:56 at 12:56

    Korrigenda: Die Amis haben den Schaden ausgelagert, nicht die Ausländer.

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