Europa

Eurozonen-Außenhandelsüberschuss immer größer – Saldo der Gesamt-EU wird sich bald spürbar verbessern!

Die Eurozone exportiert immer mehr, und die Exporte wachsen schneller als die Importe. Das liegt vor allem an Deutschland. Nach ersten Schätzungen von Eurostat lagen die Warenausfuhren des Euroraums...

FMW-Redaktion

Die Eurozone exportiert immer mehr, und die Exporte wachsen schneller als die Importe. Das liegt vor allem an Deutschland. Nach ersten Schätzungen von Eurostat lagen die Warenausfuhren des Euroraums (ER19) in die restliche Welt im September 2017 bei 187,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,6% gegenüber September 2016 (177,2 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 160,7 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,1% gegenüber September 2016 (152,9 Mrd.). Infolgedessen registrierte der Euroraum im September 2017 einen Überschuss von 26,4 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +24,3 Mrd. im September 2016.

Die Exporte steigen, und zeigen seit Anfang letzten Jahres einen spürbaren Abstand zu den Importen (mit Ausnahme eines Quartals). Dies kann man rechts in der Grafik gut erkennen.


Grafik: Eurostat. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Aber die Diskrepanz zur Gesamt-EU bestehend aus 28 Staaten (Eurozone 19 Staaten) ist beachtlich. Dort lag das Plus nur bei 3,1 Milliarden Euro nach einem Minus von 1,6 Milliarden Euro vor einem Jahr. Also kann man sagen, dass Europa an der Nullschwelle kämpft, was den Außenhandel angeht. In erster Linie Schuld daran sind die Briten mit ihrem chronisch defizitären Außenhandel. Eigentlich könnte der besser laufen dank des schwachen Pfundes, aber das tut er nicht. Das Problem bei den Briten: Die Exporte steigen zwar, aber die Importe noch schneller.

So machte UK im August ein Außenhandelsdefizit von 8,3 Milliarden Euro, und im September schon ein Minus von 10,4 Milliarden Euro. Wenn die Briten aus der EU ausgeschieden sind (also wohl ab März 2019), wird sich der Überschuss der Gesamt-EU folglich sprunghaft vergrößern, weil ja das Defizit der Briten entfällt. Dann dürfte der Überschuss der Gesamt-EU deutlich näher und paralleler laufen zu dem der Eurozone.

Da wären aber noch die Niederlande als großer Defizit-Produzent im Außenhandel mit aktuell -9,7 Milliarden Euro alleine im September. Abgesehen von Deutschland mit +16,5 Milliarden Euro fallen sonst keine anderen Länder mit großen Ausreißern nach oben oder unten auf.


Grafik: Eurostat. Zum Vergrößern bitte anklicken.



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