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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise: Aufwärtstrend pausiert

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Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im November um 1,9% gestiegen (2,2% im Oktober). Damit weichen sie ab von der Schnellmeldung vor zwei Wochen, wo von 2,0% die Rede war. Damit gibt es kurzfristig eine Abbremsung der Preissteigerung. Verantwortlich für diese Schwäche sind die Lebensmittelpreise, deren Steigerung immer kleiner wird mit aktuell nur noch +1,9%. Im Juni waren es noch +2,7%.

Auch die extrem kräftige Steigerung der Energiepreise konnte so nicht ewig anhalten. Nach +10,7% im Oktober waren es im November noch +9,1%. Die Kernrate aller Verbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) steigt um 1,0%. Damit klebt dieser Wert gefühlt seit einer Ewigkeit an dieser Marke. Hier weitere Details von den Statistikern:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Dänemark (0,7%), Irland (0,8%) und Portugal (0,9%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Estland, Ungarn und Rumänien (je 3,2%) verzeichnet. Gegenüber Oktober 2018 ging die jährliche Inflationsrate in fünfundzwanzig Mitgliedstaaten zurück, blieb in einem unverändert und stieg in einem an.

Im November 2018 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Energie (+0,88 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,57 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak
(+0,38 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,11 Pp.).

Eurozonen-Verbraucherpreise

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Europa

Aktuell: ifo Index besser als befürchtet – aber Gewerbe weiter fallend, starke Dienstleister retten

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Der ifo Index (Januar) ist mit 99,8 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 98,7; Vormonat war 98,5). Das ist der erste Anstieg seit sechs Monaten!

Das Verarbeitende Gewerbe hat jedoch laut ifo weiter nachgegeben! Die Erwartung fiel auf den niedrigsten Stand seit November 2012. Vor allem der Handel aber bleibt robust, daher die Gesamtzahl besser als im letzten Monat..

Die Geschäftserwartungen liegen bei 95,6 (Prognose war 94,0; Vormonat war 93,8)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 103,1 (Prognose war 102,9; Vormonat war 103,4).


ifo-Chef Clemens Fuest
Von Institut der deutschen Wirtschaft Köln – Flickr: Wissenschaftliche Round-Table-Jahrestagung 2012, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32259341

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Europa

Wird das wichtigste deutsche Industriebarometer, der Ifo-Index, gleich nochmals Öl ins Feuer gießen?

Es ist nicht von der Hand zu weisen: der Ifo-Index hätte einem langfristig agierenden Anleger bisher gute Dienste geleistet..

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Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Monat März) ist mit seinen Teilindizes für das verarbeitende Gewerbe (44,7 Punkte) und die Industrieproduktion 45,0 Punkte) am vergangenen Freitag auf Sechseinhalbjahrestiefs gefallen und hat nicht nur Investoren in Deutschland und Europa geschockt, nein, die Wellen erreichten auch die Wall Street, die sich sonst nicht so sehr um Daten aus Übersee kümmert.

Heute, um 10:00 Uhr, wird der neueste Ifo-Index veröffentlicht und in der angespannten Lage könnte das Ergebnis für den Dax für etwas Entspannung sorgen oder ihm einen weiteren Nackenschlag versetzen.

 

Die Aussagekraft von Frühindikatiren

Manch einer wird sagen, ein weiterer Index, na und! Aber diese monatliche Umfrage unter 9000 deutschen Unternehmen hat schon eine besondere Aussagekraft, jedenfalls mehr als der Mannheimer ZEW, einer Umfrage von 300 Analysten von Banken, Versicherungen und Industriekonzernen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex fällt schon seit November 2017, der Dax hatte sein Hoch am 23.November 2018 bei 13559 Punkten erreicht und war in Schüben bis Dezember bis auf unter 10300 Zähler abgestürzt.

Der letzte ifo-Geschäftsklimaindex aus dem Februar betrug 98,5 Punkte, der schlechteste Wert seit Dezember 2014. Wenn man bedenkt, dass bis zum August des letzten Jahres noch gute Stimmung in der Wirtschaft geherrscht hat, ist dies schon eine deutliche Kehrtwende. Nach einem kurzen Hüpfer nach oben im Juli 2018 ist der ifo-Geschäftsklimaindex seither permanent gefallen.


source: tradingeconomics.com

Vor allem die Prognose der kommenden sechs Monate wird zunehmend skeptisch gesehen. Der ermittelte Wert ist mittlerweile bereits bei 93,8 Punkte angelangt. Zum Vergleich: Im Oktober 2018 lag der Wert noch bei 101,1. Noch ein paar Zahlen zur historischen Einordnung:

Im Dezember 2009 lag der ifo-Geschäftsklimaindex in Folge der globalen Wirtschaftskrise bei 84,6 Punkten. Sein Allzeithoch hatte der ifo-Geschäftsklimaindex im Februar 2011 – 115,4 Punkte.

Berechnet wird dieser Index seit dem Jahr 1972.

Wie könnte man diesen Index nutzen?

Es ist nicht von der Hand zu weisen. Der Ifo-Index hätte einem langfristig agierenden Anleger bisher gute Dienste geleistet. Allerdings sollte man sich nicht auf eine einzelne Indikation verlassen. Aber in Kombination mit dem Baltic Dry Index (Frachtraten auf hoher See), dem US-Transport-Index und der US-Yield-Curve wäre das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer (bei dreimonatiger Richtungsänderung) schon ein guter Signalgeber für ein konservatives Anlagedenken. Natürlich spielt die konjunkturelle Entwicklung im Riesenreich China eine ganz entscheidende Rolle.

Aber sollte der aktuelle Ifo jetzt gleich weiter fallen, tja dann…..!

Ein siebter Rückgang in Folge könnte die Frage nach einer kommenden Rezession in Deutschland eigentlich schon beantworten.

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Europa

Leistungsbilanz: Überschuss der Eurozone mehr als verdoppelt, Draghi mit Warnung an Politik

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Die sogenannte Leistungsbilanz beinhaltet nicht nur Außenhandelsüberschüsse und Defizite im Warenhandel, sondern auch aus Dienstleistungen, Kapitalerträge usw. Sie spiegelt also den effektiven Geldfluss wieder und gibt an, ob ein Land oder ein Wirtschaftsraum unterm Strich Mittelzuflüsse oder Mittelabflüsse erlebt.

Für die Eurozone hat die EZB heute den aktuellsten Wert für die Leistungsbilanz für den Monat Januar präsentiert. Mit einen Überschuss von 37 Milliarden Euro hat man den Dezember-Wert von 16 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

Die Grafik zeigt den gesamten Saldo als blaue Linie seit Monaten im Abwärtstrend. Und dann jetzt zack, der steile Anstieg nach oben. Das Sekundäreinkommen (blaue Balken) ist durchweg negativ. Dabei geht es um Gelder, die von Ausländern in der Eurozone verdient und dann in ihre Heimat transferiert werden. Dieses Geld wird also den Volkswirtschaften in der Eurozone entzogen, und ist somit der einzige Negativwert bei der Errechnung der Leistungsbilanz.

Dann haben wir den Warenhandel (gelbe Balken), der traditionell für Europa dank der Exporte immer im positiven Bereich liegt, vor allem dank der immensen deutschen Überschüsse. Man kann im letzten Balken (Januar) einen deutlichen Anstieg im Warenhandelsüberschuss sehen. Der rote Balken steht für die Überschüsse im Außenhandel mit Dienstleistungen – er bleibt konstant. Das Primäreinkommen (in grün, Kapitalerträge aus dem Ausland) hat deutlich zulegt. Also, Kapitalerträge und Warenhandel pushen den Geldfluss in die Eurozone kräftig nach oben von 16 auf 37 Milliarden Euro binnen eines Monats!

Draghi mit Warnung

Mario Draghi hat (wie jetzt bekannt wurde) den Staatschefs der EU wohl schon gestern gesagt, dass sich Schwäche und Unsicherheit in den europäischen Volkswirtschaften noch länger hinziehen könnten. Schuld daran sei die Schwäche im Welthandel. Also, lieber Mario… die Nullzinsen bleiben leider noch länger, und länger, und länger?

Leistungsbilanz

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