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Insider-Aussagen bergen Gefahren EURUSD: Intakter Aufwärtstrend – Grätscht die EZB dazwischen?

EURUSD: Intakter Aufwärtstrend - Grätscht die EZB dazwischen?

Das Währungspaar Euro gegen Dollar (EURUSD) konsolidiert in dieser Woche auf hohem Niveau im Bereich der 1,08er-Marke. Angesichts des höheren Hochs in der Vorwoche ist der Aufwärtstrend weiterhin intakt. Nicht einmal die gestrige Bloomberg-Meldung, wonach die EZB nach der Februar-Sitzung kleinere Zinsschritte anstreben könnte, hat das EURUSD-Paar zurückgeworfen. Die derzeitige Euro-Stärke ist vor allem der jüngsten Dollar-Schwäche geschuldet. Aus charttechnischer Sicht könnte sich die Rallye fortsetzen, vorausgesetzt die EZB grätscht nicht dazwischen.

Eine Entwarnung vonseiten der Inflationsfront wäre verfrüht, dass zeigen beispielsweise die gestrigen Inflationsdaten aus Deutschland. Die deutsche Inflation ist im Jahr 2022 so hoch ausgefallen wie nie zuvor. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag meldete, lagen die Verbraucherpreise im Jahr 2022 im Mittel bei hohen 7,9 Prozent. Neben den Energiepreisen sind vor allem die Nahrungsmittel ein treibender Faktor für den Preisdruck.

Während Chefvolkswirt Philip Lande und Mitglied des EZB-Direktoriums Isabel Schnabel demnach für weitere Zinsanhebungen plädieren, äußerten sich EZB-Insider in einem Bloomberg-Artikel über künftig kleinere Zinsschritte. Der Bericht hat die EURUSD-Rallye zwar kurzzeitig ausgebremst, aber nicht beendet. Sollten sich die Insider-Aussagen jedoch bestätigen, könnte der Euro unter Druck geraten. Aktuell herrscht am Markt noch der Konsens, dass der Dollar weiter abwertet, da die Fed bald die Zinsen senkt und die EZB ihren Straffungskurs konsequent fortsetzt. Doch diese Annahme wäre dann hinfällig.

EURUSD: Dollar-Schwäche treibt die Rallye an

EURUSD bewegt sich seit ein paar Tagen in einer Range zwischen 1,0780 und 1,08730 seitwärts. Oberhalb der entscheidenden Unterstützung bei 1,0780 besteht weiterhin die Chance auf eine Fortsetzung der Rallye. Bei einem Ausbruch über 1,08730 USD wären weitere Anstiege bis 1,1000 und 1,1183 USD möglich. Die starke bärische RSI-Divergenz im H4-Chart mahnt aktuell jedoch zur Vorsicht.

Unterhalb von 1,0780 befindet sich in der Zone von 1,0660 bis 1,0638 eine erste starke Unterstützung. Übergeordnet sollten die EURUSD-Bullen das Verlaufstief bei 1,0481 USD im Blick behalten. Ein Rutsch darunter würde ein Verkaufssignal generieren. Dann rückt die Unterstützung bei 1,030 USD in den Fokus, wo aktuell auch die 200-Tage-Linie verläuft.

Euro vs. Dollar: EURUSD an einer wichtigen Hürde - bremst die EZB?

EURUSD-Chart von TradingView

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