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Evergrande-Aktie steigt kräftig dank guter Nachrichten – aber Vorsicht ist geboten!

Die Metropole Shenzhen in China

Der gigantische chinesische Immobilienentwickler Evergrande (China Evergrande Group) beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen. Heute früh macht die Nachricht die Runde, dass Evergrande am morgigen Donnerstag eine fällige Zinszahlung über 35,9 Millionen Dollar fristgerecht leisten will. Es geht dabei um eine im chinesischen Shenzhen gehandelte Anleihe mit Laufzeit bis 2025. Dazu meldet die chinesische Zentralbank heute früh eine weitere Finanzspritze für den heimischen Kapitalmarkt.

Das beruhigt zumindest für den Moment die Märkte. Und siehe da, auch die deutschen Anleger reagieren heute früh erfreut. Auf Tradegate springt die Evergrande-Aktie aktuell vorbörslich um 31 Prozent nach oben. Bei L&S sind es +23 Prozent.

Aber ist diese Freude verfrüht? Denn ebenfalls am morgigen Donnerstag sind auch Zinsen für eine Offshore-Anleihe über 83,5 Millionen Dollar fällig, zu der sich Evergrande nicht geäußert hat. Kommt man der einen Verpflichtung nach, der anderen aber nicht? Glas halb voll oder halb leer? Zahlt ein Anleiheschuldner Zinsen nicht zurück, betrachtet man ihn als nicht mehr zahlungsfähig. Von daher wird es bis morgen eine verdammt spannende Angelegenheit bleiben, wie es mit dem Immobilienriesen weitergeht. Die Anleger, die jetzt kaufen, fahren ein hohes Risiko, dass es morgen mächtig schief geht.

Chart zeigt Kursverlauf der Evergrande-Aktie
TradingView Chart zeigt Kursverlauf der Evergrande-Aktie an der Frankfurter Börse seit 2016.



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2 Kommentare

  1. In der Tat,“ eine Schwalbe macht noch keinen Sommer „. An den Fundamentsldaten hat sich ja durch die Zahlung nicht geändert. Der Umbau muss und wird kommen.

  2. Wie ich bereits erwähnt habe, selbst wenn die „heimischen“ Anleihen bedient werden, ist das trotzdem ein kompletter Zahlungsausfall, weil die ausländischen Investoren kalt enteignet werden. Dies wirft dann die Frage auf, ob China überhaupt noch investierbar ist als ausländischer Investor, weil man davon ausgehen muss im Fall der Fälle nichts mehr zu besitzen.

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