Devisen

Evergrande-Angst sorgt für Flucht in den US-Dollar – Achtung Mittwoch Abend

Adler mit US-Dollar und Gold

Seit Tagen spitzt sich die Evergrande-Krise in China weiter zu. Markus Fugmann hatte heute erneut berichtet. Der gigantische Immobilienentwickler könnte mit seiner immensen Schuldenlast eine Kettenreaktion für den chinesischen Kapitalmarkt auslösen – sozusagen eine chinesische Lehman-Krise? Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle dazu auch die hervorragende Analyse von Hannes Zipfel. Wo man global Angst bekommt vor einem Finanzschock in China, da zeigt der internationale Kapitalmarkt einen alt bekannten und fast automatisch einsetzenden Fluchtreflex. Man flieht in den US-Dollar, dem „großen sicheren Hafen“ in unsicheren Zeiten.

Im Chart, der bis zum 6. September zurückreicht, haben wir die fallende Evergrande-Aktie übereinander gelegt mit dem steigenden US-Dollar (in Form des Währungskorbs Dollar Index). Man sieht gut, wie die US-Währung in den letzten Tagen ansteigen konnte. Der Index steigt seit Donnerstag früh von 92,47 auf aktuell 93,36 Indexpunkte. Seit Freitag früh sieht man nicht nur im Dollar-Index (hier wird der US-Dollar gegen große Währungen wie Euro oder Pfund gehandelt) die Fluchtbewegung. Auch der chinesische Yuan oder Schwellenländerwährungen wie der südafrikanische Rand oder die türkische Lira werten gegen den US-Dollar ab.

Neu gemischt werden die Karten für den US-Dollar womöglich Mittwoch Abend. Dann verkündet die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinsentscheidung. Wichtig werden ihre Aussagen sein, ob und wie schnell man mit dem Abbau seiner Anleihekäufe beginnt. Je nachdem was entschieden wird, kann es den US-Dollar, die Rendite für Staatsanleihen und damit auch andere Assets wie Aktien und Gold in Bewegung bringen.

Chart vergleicht Kursverlauf von Evergrande-Aktie mit US-Dollar
TradingView Chart vergleicht seit dem 6. September die Evergrande-Aktie (blaue Linie) mit dem US-Dollar (orange).



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