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Evotec AG: Auf der Kippe, oder doch auf der Wippe?

Die Aktie der Evotec AG hat im Verlauf der zurückliegenden zwei Jahre eine erstaunliche Rallye an den Tag gelegt und sich im Verlauf dieser Bewegung fast verzehnfacht! Die letzten Monate standen dabei unter dem Eindruck aufkommender Nervosität. Der Grund für diese Verunsicherung liegt im Chart begründet..

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Eine Analyse von Henrik Becker

Ausblick:

Die Aktie der Evotec AG hat im Verlauf der zurückliegenden zwei Jahre eine erstaunliche Rallye an den Tag gelegt und sich im Verlauf dieser Bewegung fast verzehnfacht! Die letzten Monate standen dabei unter dem Eindruck aufkommender Nervosität. Der Grund für diese Verunsicherung liegt im Chart begründet und heißt 1.00 Retracement (18.14 €). Eine derartige Barriere wird in den seltensten Fällen im ersten Anlauf aus dem Weg geräumt. Resultierend daraus wird sich der Shootingstar einer größeren Korrektur beugen müssen. Das Abschlagspotential dieser Korrektur (grünes x) ist im Grunde nicht so dramatisch.

Wesentlich größer indes wird sich die temporäre Ausdehnung darstellen. Das Zeitlineal (oberer Chart) gibt als Zielzone für (x) Anfang 2021 an. Grundlegend ist der Aufwärtstrend nicht gefährdet, der Garant hierfür ist der bereits absolvierte Schlußkurs über dem, in der Hierarchie hoch angesiedelten, 1.00 Retracement bei 18.14 €. Die sich daran anschließende (a) läßt die Aktie wieder kräftig steigen, wobei das Erreichen des Allzeithochs nicht ins Reich der Phantasie fällt.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Kurzfristig gestaltet sich die Situation ein klein wenig schwieriger; wird die seit einigen Wochen laufende Korrektur sich auch weiterhin Gehör verschaffen. Aktuell konnte sich die Aktie auf der Unterstützung bei 15.93 € (0.50 Retracement) stabilisieren und damit den Grundstein für den kleinen Aufwärtstrend legen. Das Potential der kleinen Welle (rotes b) wird, wenn überhaupt, nicht weiter als bis zum 0.62-Widerstand bei 19.64 € reichen. Im Anschluß daran wird sich die übergeordnete Korrektur wieder in Szene setzen. Das nächste zu benennende Ziel liegt im Bereich der Unterstützung bei 14.69 € (0.62 Retracement). Erst der Bruch dieser existentiellen Unterstützung würde den Abschluß von (c) ermöglichen. Auch für diesen Horizont gibt das Zeitlineal, mit Anfang kommenden Jahres, einen Zielkorridor vor.

Fazit:

Die Aktie von Evotec befindet sich ungeachtet der seit geraumer Zeit auftretenden Unsicherheiten, in einem stabilen und noch völlig intakten Aufwärtstrend. Zu beachten ist dabei, daß dieser Trend selbst eine Korrekturwelle ist und daher einen vorsichtigen Umgang erfordert. Aktuell führt Evotec eine Korrektur aus, deren Potential sich allerdings in Grenzen hält; jedenfalls für den langfristigen Anlagehorizont. Kurzfristige Positionen sollten auf dem 0.62 Retracement bei 14.69 € ihre Absicherung finden.

Mehr von Henrik Becker unter https://neo-wave.de

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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