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Ex BILD-Chef Kai Diekmann und sein „Zukunftsfonds“ – hier die bisherige Performance

Sie erinnern sich? Letzten November berichteten wir über die „glorreiche“ Kombination aus dem Ex BILD-Chef Kai Diekmann und einen Ex Dresdner Bank-Direktor. Beide zusammen legten den sogenannten „Zukunftsfonds“…

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FMW-Redaktion

Sie erinnern sich? Letzten November berichteten wir über die „glorreiche“ Kombination aus dem Ex BILD-Chef Kai Diekmann und einen Ex Dresdner Bank-Direktor. Beide zusammen legten den sogenannten „Zukunftsfonds“ auf (ISIN DE000A2DTM69). Seit November ist er käuflich erhältlich.

Haben wir schon erwähnt, dass im Impressum der Webseite des Zukunftsfonds nicht mal eine verwantwortliche Person genannt wird, was ja eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist? Egal, was soll´s… seit wann geht es bei der Geldanlage um Seriosität? Worum geht es bei diesem Zukunftsfonds eigentlich?

Großer Treue Bonus von FMW

Hochtrabend verkünden Diekmann und Fischer, dass sie ein einfaches „Sparprodukt“ anbieten wollen in Zeiten der Niedrigzinsen. Eigentlich ist diese Aussage nicht wirklich zielführend, da ein Investmentfonds, der in diverese Börsenprodukte investiert, nichts mit der Kategorie „Sparprodukt“ gleichzusetzen ist, wie es der deutsche Kleinsparer versteht. Sparen heißt hierzulande immer Sparkonto. Aber genug mit dem Diekmann-Bashing!

Der Zukunftsfonds investiert laut eigener Produktübersicht in Aktien, Anleihen, andere Investmentfonds, Derivate und Währungen. Klingt eher nach einem Hedgefonds, der in so ziemlich alles investiert, was an der Börse erhältlich ist. Auf jeden Fall scheint es somit um Diversifikation zu gehen. Man spricht selbst von einem „Sparprodukt mit nachhaltigem Renditeziel“. Die maximale Verwaltungsvergütung p.a. liegt bei 1,75%.

Performance

Auch wenn man nach 4 1/2 Monaten noch keinen langfristigen Vergleich zu Benchmarks ziehen kann, so möchten wir doch jetzt mal sehen, was aus dem Fonds seit Handelsstart im November geworden ist. Wir nehmen als Vergleichsindex an dieser Stelle mal ganz einfach den Dax. Er lag am 1. November 2017 bei 13.460 Punkten, heute bei 12.379. Das ist ein Minus von 1081 Punkten oder 8%. Der Zukunftsfonds startete Anfang November, und hat seitdem einen Verlust von 1,68% gemacht.

So gesehen hat man zwar bislang einen Verlust hingelegt. Aber man startete quasi im absoluten Hoch der Börsenkurse. Dass man die Verluste deutlich geringer hält als der Dax als Leitindex, ist ja schon mal gar nicht so schlecht. Aber abwarten, was die langfristige Performance angeht!

Kai Diekmann
Kai Diekmann 2016. Foto: Birulik / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    16. März 2018 11:26 at 11:26

    Wo finde ich eine Übersicht des Portfolios (nur mal so interessehalber) ? Der Bürger soll also in etwas investieren wo er nicht mal weiß, was in dem Fonds eigentlich drin ist ? Aktien, Anleihen, andere Investmentfonds, Derivate und Währungen klingt doch viel zu allgemein.

    Hat was von Schneeballsystem…

  2. Avatar

    burberg

    16. März 2018 12:12 at 12:12

    Na die Beiden sind ja jetzt nicht gerade die Leute, denen ich meine Kohle anvertrauen würde. Der Eine der Überbringer der absoluten Wahrheit, der Andere ein ausgewiesenes Finanzass. Wenn sich zwei Einbeinige zusammentun, sind sie trotzdem nicht schneller.

  3. Avatar

    lisa

    23. März 2018 14:49 at 14:49

    Versprechen können leicht gemacht werden, aber können nicht leicht erfüllt werden. Das war das erste, was mir in den Sinn kam, als Dr. James mir erzählte, dass er meinen Liebhaber in 48 Stunden zurückbringen würde. Aber ich muss sagen, dass ich überrascht war, als ich von meiner Geliebten angerufen wurde und sie sich dafür entschuldigt, dass sie mich verlassen hat und mich angefleht hat, sie zurückzubringen. Dies sind einige der Vorteile, die Sie erhalten, wenn Sie mit Dr. James über diese Kontaktdaten watssap +27737872215 per E-Mail kommunizieren: (drjamesd3@gmail.com)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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