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Devisen

Exit vom Brexit? No way..

Die Hoffnung stirbt immer zuletzt – so auch im Fall des Brexit!

Markus Fugmann

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am

Die Hoffnung stirbt immer zuletzt – so auch im Fall des Brexit! Derzeit versucht Theresa May mit allerlei Lockmitteln doch die erforderliche Mehrheit für die entscheidenden Abstimmung für ihren Brexit-Deal zu bekommen – Ausgang ungewiß, ein Erfolg der Bemühungen Mays ist aber wohl eher unwahrscheinlich..

Also klammert man sich an Strohhalme – so etwa die heutige Empfehlung eines Generalanwalts beim Europäischen Gerichtshof EuGH. Dieser Generalanwalt hat dem EuGH empfohlen, dass UK auch ohne Konsultationen mit den anderen EU-Mitgliedern seinen Austritt aus der EU widerrufen könne. In der Regel folgt der EuGH den Empfehlungen der Generalanwälte. Aus Schottland liegt dem EuGH eine Klage vor – man fordert dort ein zweites Referendum (wofür jedoch schon die Zeit zu knapp wäre..).

Das würde aus Sicht der EU bedeuten: die May-Regierung könnte einfach den Brexit gewissermaßen abblasen. Nach dem Motto: schön, dass ihr damals beim Referendum teilgenommen habt, ihr lieben Briten – aber wir machen es dann doch besser anders..

Das wäre der sofortige politische Selbstmord von Theresa May, wenn sie daran auch nur denken würde. Chance also auf Realisierung? Gleich Null!

Umso erstaunlicher, dass solche Wunschträume den Devisenmarkt bewegen – das britische Pfund kann deutlich zulegen:


(GBP/USD; Chart durch anklicken vergrößern)

Das ist ein bißchen so wie nach dem G20-Gipfel – viel Hoffnung bei wenig Substanz für Hoffnung. Das scheint der Markt nun auch beim Pfund langsam zu realisieren..

Nach wir vor ist es sehr unwahrscheinlich, dass der May-Deal am nächsten Dienstag durch das britische Parlament bestätigt wird. Und wenn er nicht bestätigt wird, droht jede Menge Chaos (siehe hierzu: „Brexit: Was passiert, wenn Theresa May im Parlament keine Mehrheit für den Deal bekommt?“).

Was aber ist jetzt wahrscheinlich? Wenn May den Deal nicht durch das Parlament bekommt, ist die wahrscheinlichste Variante, dass sie zurück treten wird. Dann entbrennt wiederum ein Machtkampf um die Nachfolge – entscheidend wird sein, wer sich dann durchsetzen wird – ein harter Brexiter oder ein gemäßigter? Vielleicht sogar ein Befürworter des Verbleibs in der EU? Unwahrscheinlich..

Was wir dagegen für den Fall eines Rücktritts von May für wahrscheinlich halten: es wird Neuwahlen in UK geben – und die Briten werden dann die EU bitten, den Stichtag 29.März für den Brexit nach hinten zu schieben, damit die neue Regierung dann ihre Linie festlegen kann. So oder so: wenn May verliert, geht es rund!

 

© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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