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Exotische Währungspaare: Eine Tradingchance im Dollar?

Dieser Artikel soll lediglich ein Gedankenspiel sein für Trader, die gerne versuchen zu antizipieren. Im Klartext: Erahnen, was der Markt als Nächstes oder Übernächstes machen könnte, nachdem gewisse Ereignisse in den Kursen verarbeitet wurden. Denn wer es schafft die nächsten Marktbewegungen zu erahnen, kann viel Geld machen. Exotische Währungspaare bieten im Trading größere Schwankungsmöglichkeiten, weil sie nicht so liquide sind wie Euro vs Dollar, Dollar vs Yen etc. Und die dahinter stehenden Volkswirtschaften sind oft labiler – von daher sind größere Schwankungen stets möglich. Also schauen wir mal auf ein ganz bestimmtes Szenario. Auf exakte Kurse gehen wir in diesem Artikel eher weniger ein. Uns geht es an dieser Stelle nur um grundlegende Tendenzen.

Exotische Währungspaare gegen den US-Dollar

Vor einer Woche beließ die Federal Reserve den Leitzins in den USA unverändert. Aber in den Aussagen von Jerome Powell wurde mehr als deutlich, dass die Fed bei der nächsten Zinssitzung am 31. Juli die Zinsen senken wird. Auch wenn viele Beobachter von einer Senkung um 0,50 Prozent träumen, so ist die Wahrscheinlichkeit (siehe hier aktuelles Barometer) bei aktuell 76%, dass es 25 Basispunkte werden. Darauf hat sich der Markt nun eingestellt.

Man schaue in den folgenden Chart. Er zeigt den Dollar-Index, einen Währungskorb des US-Dollar gegen verschiedene andere wichtige Währungen. Von Herbst 2018 bis Mai 2019 war der Dollar im Aufwärtstrend. Dann aber wurde nach und nach klar, dass die Chancen für eine Zinssenkung in den USA steigen. Und so fiel der Dollar-Index von 98 auf 95,50 Indexpunkte. Eine deutliche Bewegung! Der grobe Aufwärtstrend war gebrochen.

Dollar-Index

Also schwächelt der US-Dollar seit gut vier Wochen! Und alles was gegen den Dollar gehandelt wird, zeigte somit automatisch Stärke. Das Szenario, das natürlich nicht zwingend eintreten muss (bitte bilden Sie sich ihre eigene Meinung), lautet: Die Zinssenkung Ende Juli und ein möglicher weiterer Schritt im September sind vom Markt in den letzten Tagen schon berücksichtigt worden, durch den fallenden US-Dollar. Exotische Währungspaare könnten somit für spekulative Anleger eine ganz bestimmte Chance bieten.


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Glaubt man an dieses Szenario, könnte der US-Dollar gerade gegenüber strukturell schwachen Währungen in den nächsten Wochen wieder spürbar aufwerten, wenn er sich nämlich wieder auf die Schwächen der exotischen Währungen konzentriert, und nicht mehr auf die Zinsen in den USA. Außerdem könnten viele andere Notenbanken weltweit ja auch auf die Idee kommen Zinsen zu senken! Wie schnell, wie stark kann eine Gegenbewegung kommen? Wer kann das schon sagen… es geht wie gesagt um eine Grundidee. Im folgenden Chart sieht man zum Beispiel USD vs Südafrikanischen Rand (USDZAR). Den fallenden Kurs im Juni sieht man gut, parallel zum Fall im Dollar-Index. Der Aufwärtspfeil soll das mögliche Szenario anzeigen. Folgt nun der Dollar-Anstieg, nachdem die Zins-Story in den Kursen enthalten ist? Natürlich kann der Markt auch noch weiterhin auf der Zins-Phantasie reiten und den Dollar weiter in den Keller drücken. Das kann man vorher nie wissen!

Exotische Währungspaare - USD vs ZAR

Im folgenden Chart sieht man USD gegen den extremst labilen argentinischen Peso. Ab dem 10. Juni verlor das Devisenpaar USDARS. Der Peso konnte also gegen den Dollar aufwerten. Unglaublich, wo er doch seit Jahren grundsätzlich nur eine Richtung kennt. Immer schwächer, immer weiter fallen. Gerade der labile Peso kann nach seiner jüngsten Mini-Erholung schnell wieder in den Keller rauschen. Also könnte USDARS sich möglicherweise weiter nach oben orientieren.

Exotische Währungspaare - USD vs ARS

Im folgenden Chart sieht man US-Dollar vs brasilianischen Real (USDBRL). Auch hier ein ähnliches Bild.

Sie können gerne noch auf andere exotische Währungspaare schauen. Es wird sich ein vergleichbares Muster abbilden. Der US-Dollar schwächelte. Kommt er nun zurück, kann die Bewegung gerade gegen schwache Schwellenländer-Währungen stärker ausfallen als gegen Euro, Pfund und Co. Erneut unser Hinweis: Dieses Szenario muss so nicht eintreten. Bilden Sie sich ihre eigene Meinung! Denn es können natürlich noch viele andere Faktoren in die Kursentwicklung einfließen!



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