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Experte: Inflation in Deutschland in wenigen Tagen wohl bei 5 Prozent

Brennender Geldschein als Symbol für Inflation

Das war heute früh ein Schock aus ökonomischer Sicht! Mit einem Zuwachs von 18,4 Prozent im Oktober steigen die deutschen Erzeugerpreise so stark wie seit dem Jahr 1951 nicht mehr – der höchste Zuwachs seit 70 Jahren! Wenn die Erzeugerpreise jetzt derart durch die Decke gehen, darf man getrost davon ausgehen, dass diese Inflation in den nächsten Tagen und Wochen auch ganz am Ende der Preiskette ankommt, nämlich bei den Verbraucherpreisen – und die verkörpern ja das, was man allgemein als „Inflation“ bezeichnet.

Im Oktober lag die Inflation in Deutschland bereits bei 4,5 Prozent. Dass die Teuerung weiter ansteigt, ist anzunehmen. Aber wie hoch? Ende November wird die Inflationsrate für November verkündet. Dr Jörg Krämer ist Chefvolkswirt der Commerzbank. Er erwartet basierend auf den heute gemeldeten massiv gestiegenen Erzeugerpreisen für November eine Inflation von „vielleicht“ 5 Prozent. Bei solchen gigantischen Preissteigerungen bei den Vorlaufindikatoren, wie will man da auch passgenau bei den Verbraucherpreisen schätzen?

Im folgenden Chart haben wir den Verlauf der deutschen Produzentenpreise (blaue Linie) seit 25 Jahren dargestellt, im Vergleich dazu in schwarz die Inflation. Wir sehen auf diesen langen Zeitraum keine vergleichbar hohe Teuerung.


source: tradingeconomics.com



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1 Kommentar

  1. Wir hatten einmal eine unabhängige Bundesbank, die nur eine Aufgabe hatte, konsequent gegen die Inflation zu kämpfen, auch wenn es Regierung und Politik nicht passte. Damit wurde die D-Mark zu einer der stabilsten Währungen der Welt, die allen witschaftlichen Schwankungen Rechnung trug. Heute ist die EZB, unser Währungshüter, zur Freude der Politik, zur Vollkaskoversicherung für alle möglichen Risiken in den EU-Ländern geworden.
    In Frankreich sagte man schon in den sechziger Jahren, schafft uns die D-Mark ab, sie ist die Atombombe Deutschlands. Diese Rechnung ist wohl voll aufgegangen!!
    Deutschland hat im EZB-Rat die gleichen Rechte wie Zypern und Malta. Dies hat uns bisher 3 Bundesbank-Präsidenten gekostet (A. Weber, J. Stark und nun Weidmann), die diese Schuldenpolitik nicht mit tragen wollten. Die Euro-Netto-Empfänger werden nun dafür sorgen, dass Deutschland zahlt, zahlt und nochmals zahlt, um den europäischen Laden zusammen zu halten.

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