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Europa

Exporte mit prozentualem Zuwachs – fast monatlich rauf und runter

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die deutschen Exporte könnten einen fast verrückt werden lassen, wenn man versucht anhand prozentualer Veränderungen einen Trend zu erkennen. Die folgende Grafik stammt von der heutigen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts zum deutschen Außenhandel für den Monat Dezember. Es ist nur ein kleiner Auszug einer großen Tabelle, aber interessant. Die prozentualen Veränderungen der Exporte gegenüber dem Vorjahreswert liegen mal im Plus, dann Minus, dann Plus, dann Minus. Ein Trend ist nicht erkennbar. Nach dem Minus von 2,8% im November zeigen die heutigen Daten für die Exporte im Dezember ein Plus von 2,3%. Die Importe wachsen um 1,2%. Der Abstand zwischen Im- und Exporten ist in den letzten Monaten etwas geschrumpft (82,8 zu 98 Milliarden Euro). Das sieht man visuell auch in der zweiten Grafik, wenn man ganz am Ende sieht. Die Abstände der beiden Linien schrumpfen ein wenig.

Außenhandel Exporte prozentuale Veränderungen

Exporte Importe seit 2017

Hier einige Detailaussagen zum deutschen Außenhandel im Wortlaut vom Statistischen Bundesamt:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2019 Waren im Wert von 777,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 631,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber 2018 nahmen die Exporte in die EU-Staaten um 0,2 % ab, die Importe aus den EU-Staaten stiegen um 1,3 %. In die Staaten der Eurozone wurden im Jahr 2019 Waren im Wert von 491,8 Milliarden Euro (-0,1 %) geliefert und Waren im Wert von 409,1 Milliarden Euro (+0,8 %) aus diesen Staaten bezogen. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Jahr 2019 Waren im Wert von 285,5 Milliarden Euro (-0,4 %) exportiert und Waren im Wert von 222,3 Milliarden Euro (+2,1 %) von dort importiert.

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden 2019 Waren im Wert von 550,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 472,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber 2018 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 2,2 % zu, die Importe von dort stiegen um 1,6 %.

Im Monat Dezember 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 98,0 Milliarden Euro (+2,3 % gegenüber Dezember 2018) ausgeführt und Waren im Wert von 82,8 Milli­arden Euro (+1,2 %) eingeführt. Kalender- und saisonbereinigt stiegen die Exporte gegenüber dem Vormonat November 2019 um 0,1 %, die Importe nahmen um 0,7 % ab.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Stefan K.

    7. Februar 2020 12:41 at 12:41

    Ja, man sollte halt nicht dauernd mit dem Wort „katastrophal“ so inflationär umgehen, wie Sie es tun Herr Kummerfeld, wenn mal der Wert um ein paar Prozent nach unten zeigt. Gestern zum wiederholten Male: „Auftragseingänge der Industrie brechen katastrophal ein.“ Was soll man dann bei einem richtigen Einbruch sagen? Unseriös, irreführend und marktschreierisch, auch wenn die zugrunde liegenden Fakten stimmen.

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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