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Devisen

Aktuell: EZB-Cœuré mit Aussagen zu Anleihekäufen – Euro fällt

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Direktor Benoît Cœuré hat im Rahmen eines Workshops eine ellenlange Rede gehalten (hier nachzulesen), deren Text vor wenigen Minuten von der EZB veröffentlicht wurde. Dabei geht es eigentlich um die Geldmärkte und die Liquidität der Banken. Ein endlos langer und recht trockener Vortrag. Aber Benoît Cœuré hat sich darin auch kurz zum Anleihekaufprogramm der EZB geäußert, welches Anfang November wieder neu gestartet wurde mit 20 Milliarden Euro pro Monat. Hierzu sagt er, dass die EZB dazu verpflichtet sei die Anleihekäufe so lange wie nötig fortzusetzen. Und erst kurz vor der Erhöhung der Zinsen könne man diese Käufe beenden (also wird das noch verdammt lange dauern?).

Tja, erneut ein klares Signal durch die EZB, dass die lockere Geldpolitik auch unter der neuen Chefin Christine Lagarde volle Pulle weiter extrem locker bleibt! Der Euro reagiert aktuell gegenüber dem US-Dollar mit fallender Tendenz. EURUSD verliert in den letzten Minuten 15 Pips. Das ist nicht die Welt, aber die Abwärtstrend heute früh wird damit weiter verstärkt. Der folgende Chart zeigt Euro vs USD seit letztem Donnerstag. Fällt der Kurs nur noch ein paar Pips weiter, wird das Tief von gestern früh unterschritten, und nur aus charttechnischer Sicht wäre wohl mehr Luft nach unten vorhanden. Hier die wichtigste Passage aus der Rede von Benoît Cœuré:

First, we are a long way from expecting any reductions in excess liquidity in the euro area. In fact, as of November, the ECB’s renewed net asset purchases of €20 billion per month will further increase excess liquidity. The Governing Council is committed to continue net purchases for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of our policy rates, and to end shortly before we start raising the key ECB interest rates, which in turn will depend on inflation robustly converging towards our aim. Even beyond the end our net purchases, we will continue reinvesting the principal payments from maturing securities for an extended period of time, which will keep excess liquidity abundant.

Euro vs US-Dollar seit letztem Donnerstag

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    centime

    12. November 2019 10:18 at 10:18

    Guten Morgen, trotzdem ist Sand im Getriebe. Wenn die Zinsen weiter niedrig bleiben oder wieder sinken, müsste der Bund Future steigen. Und der fällt seit geraumer Zeit, also steigende Zinsen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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