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EZB: das erwarten die Banken!

FMW-Redaktion

Morgen ist der vielleicht wichtigste Tag für die Finanzmärkte in diesem Jahr, die Erwartungen an die EZB und Mario Draghi sind hoch. Wie aber genau sehen diese Erwartungen aus? Es sind jedenfalls diese Erwartungen, die dann auch die Reaktion der Märkte erklären werden – was auch immer die EZB dann morgen beschließen wird.

In der Summe erwarten die meisten Banken, dass die EZB den Einlagezins um 10 Basispunkte senken wird (also um 0,1%), wobei Citi, RBC, Standard Bank, BNP Paribas und Commerzbank eine Senkung von 20 Basispunkten erwarten, Rabobank um 0,15%. Groß dagegen ist die Spanne der Erwartungen, was das QE betrifft: einige Banken gehen davon aus, dass das Volumen des QE nicht ausgeweitet wird, während etwa die Rabobank davon ausgeht, dass die EZB das QE-Volumen um 30 Milliarden Euro pro Monat erhöhen wird. Was die Laufzeit des QE betrifft, schwanken die Erwartungen zwischen unverändert bis „solange wie nötig“, um die Inflation/Infaltionserwartung in Richtung 2% zu bringen.

– UBS: Einlagezins um 0,1% gesenkt, 3 bis 6-monatige Verländerung des QE

– JP Morgan: Einlagezins um 0,1% gesenkt, Ausweitung des QE um 300 Milliarden Euro auf die Laufzeit des QE

– Goldman Sachs: Senkung Einlagezins auf -0.30%, Verlängerung des QE bis zum dritten Quartal 2017

– HSBC: Einlagezins um 0,1% gesenkt, Begrenzung der QE-Laufzeit auf September 22016 wird aufgehoben

– Bank of America/Merrill Lynch: Ausweitung des QE bis mindestens September 2017, Anhebung des QE auf 70 Milliarden Euro, Einlagezins auf -0,30% gesenkt

– Morgan Stanley: Einlagezins auf -0.30% gesenkt, QE um 15 Milliarden pro Monat erhöht und um 6 Monate verlängert, Senkung Einlagezins auf -0,40%

– Citi: Senkung Einlagezins auf -0.40%, Ausweitung des QE um 15 Milliarden Euro, Verlängerung des QE mindestens um 6 Monate, vielleicht sogar Senkung des Leitzinses auf 0,00%

– Rabobank: Senkung Einlagezins um 15 Basispunkte, Ausweitung des QE um 30 Milliarden Euro pro Monat

– Commerzbank: Senkung Einlagezins auf -0,40%, Verlängerung des QE „solange wie nötig“, Einbeziehung von regionalen Anleihen wie Anleihen von Bundesländern in das QE

Insgesamt zeigt sich, dass die Erwartungshaltung der Banken nicht wirklich einheitlich ist – morgen werden wir wissen, wer am besten prognostiziert hat!



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