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Das Vertrauen ist verspielt EZB: Die Zeit des Bluffens ist vorbei – Inflation und Überschuldung

EZB Inflation Übeschuldung

Die Europäische Zentralbank EZB hat sich in eine ausweglose Position manövriert: Konfrontiert mit Angebotsknappheit, starker Inflation und Überschuldung – als einziger Garant für das Fortbestehen der Eurozone steht die EZB nun mit dem Rücken zur Wand. Die Zeiten des Schönredens und der geldpolitischen Normalisierungsfantasien sind endgültig vorbei.

Das Blatt der EZB ist denkbar schlecht

Bei der letzten Sitzung des EZB-Rates noch vor der Sommerpause am 21. Juli hatten sich die Geldpolitiker der Eurozone nach langem Zögern zu der ersten Zinsanhebung seit elf Jahren durchgerungen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Inflation auf Jahresbasis im gesamten Euroraum bereits bei 8,6 Prozent. Mit einem „starken Zeichen“ wollte man die Märkte und die Bevölkerung beruhigen. Das Ergebnis sieht so aus:

EZB Schlüsselzinsen und Inflation Eurozone
Grafik: Zinssätze der EZB und Inflation in der Eurozone

Und obwohl sich die „Leitmedien“ Mühe gaben, den Zinsschritt der EZB als „historisch“ und „Kampfansage an die Inflation“ zu verkaufen, relativierte die Teuerungsentwicklung diesen Zinsschritt bereits im Folgemonat, nach dem die Verbraucherpreise mit +8,9 Prozent auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euro als Buchgeld am 1. Januar 1999 anstiegen. Damit war der zuvor gefeierte Zinsschritt nahezu vollständig verpufft.
EZB Leitzins vs realer Leitzins

In Teilen Osteuropas herrschen bereits Inflationsraten wie in der Dritten Welt. Aber auch in den Niederlanden, Spanien, Belgien, Griechenland und Zypern liegt die Teuerung schon im zweistelligen Bereich. Für Deutschland erwartet die Bundesbank (BuBa) das Knacken der 10-Prozent-Marke noch im Herbst dieses Jahres.

Verbraucherpreisinflation Juli 2022

Seit den Juli-Daten sind die Preise in der Eurozone vor allem für Energie, Düngemittel, pharmazeutische Grundstoffe, chemische Komponenten und verschiedene Lebensmittel weiter gestiegen. Die Inflation dämpfende Sonderfaktoren, wie der deutsche Tankrabatt oder das 9-Euro-Ticket, laufen kommende Woche aus. Hinzu kommt ab 1. Oktober die deutsche Gasumlage. Der Mieterbund fordert bereits jetzt ein Kündigungsmoratorium, da davon ausgegangen wird, dass Millionen von Mietern die durch stark gestiegene Heiz- und Stromkosten aufgeblähten Nebenkostenabrechnung nicht werden bezahlen können.

Unternehmen, die aktuell ihre Budgets für das Jahr 2023 planen, setzen radikal den Rotstift an – egal ob beim Saunabetrieb im Wellnesshotel, in Glas- und Aluminiumhütten oder bei Halbleiterproduzenten. Ganz zu schweigen von den unzähligen Kleinbetrieben, wie Bäckereien, Restaurants oder Imbiss-Ständen, die ihren Betrieb komplett einstellen. Auch, weil ab 1. Oktober der für diese Betriebe wichtige Mindestlohn von 10,45 Euro pro Stunde (seit Juli 2022) auf 12,00 Euro ansteigt. Von der Erhöhung profitieren mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Tragischerweise wird ihnen dies nicht helfen, die exorbitanten Steigerungen der Lebenshaltungskosten zu kompensieren, da Geringverdiener ca. 40 Prozent ihres Nettoeinkommens allein für Wohnkosten ausgeben. An ihrer Armut wird sich nichts ändern.

Generell steht den Endverbrauchern in Deutschland der große Preisschock erst bevor. Viele üben sich noch in der mentalen Verdrängung, da die Post vom Versorger bzw. die Nebenkostenabrechnung des Vermieters noch nicht im Briefkasten liegen. Außerdem verfügen die Deutschen nach Jahrzehnten des Wohlstands über komfortable Finanzpolster. Das gilt gleichwohl nur für einen Teil der Bevölkerung.

Der Sparkassenverband prognostiziert einen Anstieg des Anteils seiner Kunden, die nicht mehr in der Lage sind zu sparen von bisher 10 auf 60 Prozent. Die jüngsten Daten zum Verbrauchervertrauen der Gesellschaft für Konsumforschung aus Nürnberg (GfK) sind ein Spiegelbild der bösen Vorahnung vieler deutscher Konsumenten. Der Stimmungsindex für September fiel mit -36,5 Punkten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1991:

GfK Konsumklima Deutschland Problem für EZB

Durch das Hinterherhinken der EZB-Politiker in Sachen Zinserhöhungen gegenüber der US-Notenbank Fed hat sich nun auch der Euro gegenüber dem US-Dollar erstmals seit 20 Jahren unter die Parität verabschiedet. Das wiederum erhöht den Importpreisauftrieb weiter und setzt die EZB zusätzlich unter Druck.

Euro vs. USD
Und während das renommierte ifo Institut in München davon ausgeht, dass Deutschland in eine Rezession abgleitet, steigen die Kreditkosten an und die Kreditvergaberichtlinien werden strenger: Eine Mehrfachbelastung für alle, die hoch verschuldet oder auf Fremdfinanzierungen angewiesen sind.

ifo-Konjunktur-Uhr August 2022

Durch den Anstieg der Renditen der Benchmark-Anleihen für Hypothekenkredite beginnt nun auch der bislang als „unkaputtbar“ geltende deutsche Immobilienmarkt unter den steigenden Zinsen zu leiden. Mussten noch vor Jahresfrist für ein Hypothekendarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung ca. 0,7 Prozent p. a. bezahlt werden, so sind es aktuell bereits 3,15 Prozent, also das Viereinhalbfache.

Renditen deutscher Staatsanleihen Inflation EZB

Infolgedessen sinkt die Kreditnachfrage rasch und seit Kurzem auch der Wert der Sicherheiten: Das Preisbarometer des Immobilien-Portals ImmoScout24 zeigt deutlich fallende Kaufpreise in sechs Immobilien-Hotspots Deutschlands. Laut ImmoScout24 hat sich die Preisdynamik im zweiten Quartal 2022 deutschlandweit abgeschwächt. Dies sei vor allem bei Wohnungen und Einfamilienhäuser zum Kauf in den Großstädten Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart zu beobachten, wo der Wert der Immobilien um bis zu 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Die Nachfrage hat sich um 36 Prozent reduziert, das inserierte Angebot ist hingegen um 46 Prozent angestiegen.

Das fundamentale Dilemma der EZB

Das unlösbare Dilemma der EZB besteht nun in der Kombination aus hoher Verschuldung, die zu einer hohen Zinssensitivität der Eurozone führte und einer Preisinflation, die primär durch einen Angebotsschock ausgelöst wurde und nun in eine klassische Lohn-Preis-Spirale zu münden droht.

Verschuldung Eurozone

Seit Ausbruch der Euro-Krise vor 12 Jahren versucht die EZB den Euroraum mittels indirekter Staatsfinanzierung, einer Nullzinspolitik und diversen Wertpapierankaufprogrammen zugunsten von Finanzinstituten zusammenzuhalten. Für all das haftet primär Deutschland, was das Vertrauen der internationalen Investoren in europäische Staatsanleihen und die Gemeinschaftswährung bislang sicherstellte.

Nun droht dem Garanten für die Stabilität des Euroraums, der deutschen Volkswirtschaft, durch fundamentale Standortnachteile das Geschäftsmodell abhandenzukommen und dem Euroraum somit das ökonomische Rückgrat gebrochen zu werden. Der EZB bleibt nur noch die Entscheidung, entweder die Eurozone durch eine restriktive Geldpolitik oder das Davonlaufen der Inflation in die nächste existenzielle Krise zu stürzen. Natürlich ist auch eine Kombination aus beidem denkbar. Einen Ausweg aus diesem Dilemma gibt es absehbar nicht.

Die EZB muss auf ihrer nächsten Sitzung Anfang September die Karten auf den Tisch legen. Dass ihr Blatt nicht gut ist, dass wissen die Geldpolitiker selbst – und dass sie mit Christine Lagarde keine Pokerspielerin á la Alan Greenspan vorweisen können, ebenfalls.

Bisher hat sich die EZB konsequent gegen die Inflationsbekämpfung entschieden. Mit dem sich beschleunigenden Einbruch des Euro-Außenwertes, einer sich abzeichnenden Rezession und einer atemberaubend hohen „Pipeline-Inflation“ bei den Erzeugerpreisen im Euroraum in Höhe von 35,8 Prozent steht die EZB nun mit dem Rücken zur Wand.

Die innere Zerrissenheit innerhalb der EZB als Folge ihres fundamentalen Dilemmas äußert sich u. a. darin, dass nach jüngsten Vorstößen in Richtung einer „großen“ Zinsanhebung am 8. September um 0,75 Prozentpunkte auf dann 1,25 Prozent beim Leitzins bereits wieder verbal zurückrudert und nun doch „brutale Schritte“ vermieden werden sollen.

Eine existenzielle Krise der Eurozone durch die Kombination aus einer tiefen und langen Rezession, einem noch weicher werdenden Euro-Außenwert gepaart mit zweistelligen Inflationsraten scheint unausweichlich. Vor allem dann, wenn die geopolitischen Spannungen zwischen Russland, China und dem Westen weiter zunehmen und sich die geoökonomische Fragmentierung fortsetzt.

Das wäre primär für die deutsche Exportwirtschaft das denkbar schlechteste Szenario und damit wohl das absehbare Ende des Euro-Experiments. Denn Gelddrucken und noch tiefere Zinsen sind dieses Mal keine Optionen. Andere Tools besitzt die EZB gleichwohl nicht. Ihre dritte Option, ihr Vertrauen, hat die mächtigste europäische Institution schon längst verspielt.

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29 Kommentare

  1. Die Menschen, die schon 2018 das Buch von Dr. Kall gelesen haben, konnten erfahren, wo die Reise hingeht.
    Nur in einer Sache lag er daneben. Die Gelddruckorgie findet nicht nach der Bankenpleiten statt, sondern es gab sie schon vorher.
    Jetzt folgen die Firmenpleiten, die Arbeislosenzahlen, die Privatinsolvenzen, eine Immobilienkrise, und die Inflation.
    Das alles konnte genau so nachgelesen werden.
    Zusätzlich noch die hausgemachten Energiekrise.
    So einen inszenierten Wahnsinn kann man einfach nicht vorhersehen.
    Was die Börse macht weiß ich nicht, aber ich denke, 19 minus in 12 Monaten beim DAX, wird nicht alles gewesen sein.
    Der „Schwarze Schwan“ den wie immer Niemand vorhersehen konnte, war Corona und Putin.
    Die Sanktionspolitik erledigt nun den Rest.
    Mit den z. Z. herrschenden Ideologen an der Macht, wird es wohl für viele Menschen ein unangenehmer Winter werden.
    Mal sehen, wann man den Menschen in Deutschland zumindest annähernd die Wahrheit sagt.
    Und wer im nächsten Frühjahr immer noch der Meinung ist, dass N2 nicht in Betrieb nehmen, richtig war.
    Ich denke, die EZB wird die Enteignung der Bürger durch die Inflation weiter betreiben.
    Was sollte sie auch sonst machen?
    Zusammenfassend:
    Wer kann, in volle Deckung gehen

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, Die Menschen, die schon 2018 das Buch von Dr. Kall gelesen haben, konnten erfahren, wo die Reise hingeht […] Der „Schwarze Schwan“ den wie immer Niemand vorhersehen konnte, war Corona und Putin.

      Der „Schwarze Schwan“ namens Corona, in seiner Folge Lieferkettenprobleme, Energiepreissteigerung und Inflation plus Schwan Nr. 2 mit Namen Putin mit weiterer Inflation und Insolvenzen sind für praktisch alles verantwortlich, was Sie der Hellsichtigkeit von Krall zuschreiben. Hat der also doch die „Schwarzen Schwäne“ vorhergesehen? Ich dachte, Niemand konnte das?!
      Außer vielleicht Mühlhiasl und Nostradamus…

      P.S. Warum wundert es mich nicht, dass Sie die Bücher von Krall gelesen haben 🤔

      1. Ja, ich habe die Bücher gelesen und bin seit 2019 bestens vorbereiten.
        Es hat ja auch nicht gekostet.
        Ganz im Gegenteil, denn das was wir bevorratet haben, ist im Schnitt um 60 bis 70% im Preis gestiegen.
        Und wenn ich mich doch geirrt habe, dann haben wir auch nichts verloren.

        Auch lesenswert.
        Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Warum wir unsere Gesellschaft neu organisieren müssen
        Buch von Markus Krall

        Viele Grüße aus Andalusien
        Helmut

        1. @Helmut, was gefällt Ihnen denn in den Büchern am besten?
          Der Teil von der Abschaffung des Wahlrechts oder Teil von der Wiedereinführung einer Monarchie? Der Teil vom gewaltsamen, notfalls auch blutigen Umsturz oder mehr der metaphysische Teil vom Kampf des Göttlichen gegen das „Tier“ Klimasozialismus?
          Oder ist es die ökonomische Inkompetenz der Vorhersagen, die Jahr für Jahr aufs Neue kläglich an der widerspenstigen Realität gescheitert sind?
          Zu meinen persönlichen Favoriten zählen die Aussagen, dass gerade Russland der natürliche und notwendige Verbündete des Westens sei und dass die eigentliche Gefahr im pantürkischen Nationalismus Erdogans liege. Wo die beiden doch so eine dicke und fast schon paradoxe Hassliebe verbindet.

          1. Lefftuti,
            ich weiß nicht was Sie da für Bücher gelesen haben.

          2. @Leftutti. Sie können den Möchtegern-Experten und Deutschland-Basher Helmut noch so viele sachlogische Fakten vorlegen. Es bringt nichts, er blendet alles aus, was nicht in sein ideologisches Schema passt. Altersstarrsinn, gestützt auf selektive Wahrnehmung bei ziemlicher Langeweile, ein Paradebeispiel für die Psychologie. Wenn selbst der sehr lebenserfahrene und geduldig-mitfühlende Arzt Columbo aufgegeben hat.

          3. @Undewiggrüßt, da gibt es wesentlich schlimmere Kaliber an „Experten“ im Forum. Helmut ist zumindest nicht übermäßig unhöflich, beleidigend oder unterstellend. Und Altersstarrsinn, gepaart mit Langeweile ist ein irgendwie nachvollziehbares und harmloses Motiv. Bei purer Abneigung, domatischer Wut bis hin zum fast persönlichen Hass wird es wesentlich bedenklicher. Und davon gibt es leider immer mehr.

          4. @Helmut, siehe z.B. folgende kleine Auswahl:
            Jakob Blume: Degussa-Chef Markus Krall: Provokateur mit Kalkül, in: Handelsblatt vom 16. Januar 2020, siehe auch: Markus Krall im Interview mit Tichys Einblick, Youtube vom 29. Dezember 2019, ab Minute 20:10
            Markus Krall, Diogenes Rant: Verzockte Freiheit: Wehrt euch! Politiker und Finanz-Eliten setzen unsere Zukunft aufs Spiel FinanzBuch Verlag 2014, S. 14f, S. 17ff.
            Markus Krall: Die bürgerliche Revolution, Stuttgart 2020, S. 21, S. 223, S. 241 f.
            Markus Krall: Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen. S. 269 ff.
            Markus Krall: Freiheit oder Untergang. S. 12, S. 14 f., S. 41, S. 138 f., S. 214 f., S. 219, S. 220 f., S. 227 f., S. 229, S. 235 f., S. 243, S. 248
            Markus Krall in: eigentümlich frei, Nr. 202 vom 18. April 2020
            arthonline: Dr. Markus Kralls Vision einer Republik der Freiheit, Youtube, 26.08.2020 ( https://www.youtube.com/watch?v=lfQigShdODQ ), ab Minute 2

      2. @ Selina
        D.h. aus Sicht der Balten sind wie die Wohlfahrt.
        „Werte“ stehen nur im Schaufenster?
        Habe ich dich richtig verstanden?

    2. @Undewiggrüßt

      Na, mal wieder als „Frech-Dachs“ angemeldet?

  2. Sehr guter und fundiert geschriebener Artikel.
    Die Situation eskaliert und gleichzeitig fordert Frau Baerbock ein noch härteres Vorgehen.
    Während Den Haag eine Ausnahmegenehmigung für den Bezug von Gas aus Russland möchte.

    Wird der September zum Monat der Wahrheit?

  3. Verstehe nicht, warum sich das die Balten bieten lassen. Seit Jahren passt die Politik nicht zu ihren Ländern und jeder hat eigentlich eine Stimme. Deutschland stand allerdings immer recht alleine da, wenn es darum ging die EZB nicht noch dovischer werden zu lassen…

    1. @Christoph
      Oder Ihre sehr subjektive Einschätzung passt nicht zu den baltischen Ländern und die ziehen einfach deutlich mehr Vor- als Nachteile aus dem System.

  4. Ein wichtiger Teil der Geldpolitik besteht auch aus verbalen Verkündungen. Das kann Frau Lagarde offensichtlich gar nicht. Schweigen und Geldschwemmen sind pure Unfähigkeit. Anfängerkurs in Volkswitschaft könnten vielleicht helfen.

  5. Schwarze Schwäne sind unvorhergesehene Ereignisse, die selbstgemachte ENERGIEKRISE ist somit kein Schwarzer Schwan, aber darum noch viel schlimmer.Man könnte ihn darum GRÜNER SCHWAN ODER ENERGIESCHWAN nennen.

    1. Ohne den russischen Überfall auf die Ukraine gäbe es auch keine Energiekrise. Im Gegenteil, dann wäre sogar die sinnlose Nord Stream 2 in Betrieb.
      Je nachdem, an welchem Punkt in der Ursache-Wirkungs-Kette ansetzt, lässt sich alles nach Belieben drehen und wenden. Am besten, man beginnt am Anfang.

      1. Der schwarze Schwan ist der Deutschland-Vernichtungswahn der Ampel-Regierung.

        Allerdings, wie meistens bei solchen Themen in DE: Geliefert wie bestellt. Insofern habe ich kein Mitleid mit den Leuten hier, die größtenteils offensichtlich noch keine Ahnung haben, was finanziell in den nächsten Monaten auf sie zukommt.

        1. Es wird bei weitem nicht geliefert, wie bestellt. Zumindest nicht, was Gazprom und langfristige Lieferverträge angeht.

      2. @Ras Putin

        „Ohne den russischen Überfall auf die Ukraine gäbe es auch keine Energiekrise“

        Die geistlose Standard-und MSM-Erklaerung („Haltet den Dieb!“) fuer den gutglaeubigen Schlaf-Michel.

        Sinn und Zweck:
        Wenn man es weit genug runter bricht, und simplifiziert,
        akzeptiert und ertraegt sich Ohnmacht, frieren, zahlen und anderes mehr, viel leichter.
        Hat bisher auch gut funktioniert.

        Bei FMW ist dieser Auszug aus dem „Verdummungs“ Repertoire, nicht eher ueberfluessig?

        1. @Maitdjai
          Das einzig Überflüssige auf FMW sind Ihre geistlosen destruktiven Kommentare.
          Sie lästern ständig nur pauschal ab, Sie kritisieren alles. Wie sieht es mit Ihren Lösungsvorschlägen aus, wo sehen Sie die Ursache für die Energiekrise?

          1. @Ras Putin

            Ja, das kann man so sehen…
            Allerdings kritisiere ich nicht Alles.

            „Loesungsvorschlaege“ sind nicht meine Aufgabe, da werden andere fuer bezahlt.

            Ursachen:
            16 Jahre „Murksel“ mit ihren Koalitions-Komplizen von der freien „Umfaller“ Partei,
            und anschliessend der sozialen „Spezial“ Demokraten. „Vergruent“ unterwandert.

            Ausgerechnet der „Orange Man“ sagte das Energie-Abhaengigkeits Desaster voraus.
            Das wurde von Heiko (Pay) Maas, mit dumm-daemlichen Gegrinse „gewuerdigt“.
            Tja, Dumm gelaufen, Weiss man heute!
            Oder immer noch nicht?

            Die Scholzomaten, Umfaller und Oeko-Khmer Ampel hat die Bedingungen von Merkel geerbt.
            Putin und der Krieg haben dieses Erbe ans Tageslicht gebracht. Nur reden will keiner drueber.
            Verschlimmert haben es die gegenwaertigen Akteure mit
            Dilettantismus, Arroganz, und ideologisierter Verbohrtheit.
            Einen gewissen „bauernschlauen“ Vorsatz koennte man teilweise auch noch unterstellen.
            Amateure sind trotz Dreistigkeit, ganz schnell ueberfordert, was z.B. Gasumlage/UNIPER
            anschaulich, und ganz aktuell belegen.

  6. MMT tut immer mehr weh

    Herr Zipfel macht gute Beiträge, aber eine leichte Kritik wäre trotzdem angemessen.Ich meine,dass er früher auch der Meinung wie viele andere war,dass Zinsen wegen der Überschuldung nie mehr steigen könnten.Jetzt ist der Punkt gekommen wo die grassierende Inflation den Herren Powell und Co.aufzeigt, dass Nichtsmachen die Sache nur verschlimmert und die lange verzögerte
    Wirtschaftsabschwächung jetzt hingenommen werden muss. Die Reaktion der Börsen nach Jackson Hole beweist, dass viele an dieses Mantra glaubten und auf dem falschen Fuss erwischt wurden.
    Herr Fugmann wird mit seinen guten Einschätzungen wohl nicht den SALZBURGER STIER aber vielleicht den ZERBRECHLICHEN BULLEN als Auszeichnung erhalten.Die Oberschlauen ,die in ihm den Konterindikator sahen werden wohl wieder für einige Tage ruhig bleiben bis sie wieder in die neue Märchenwelt eintauchen.

  7. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Frage will erlaubt sein, warum dann die baltischen Staaten immer mit den Schwachen stimmen, was die Geldpolitik betrifft.

    Alles Nehmerländer innerhalb der EU, na klar,…offensichtlich läuft da im Hintergrund gewaltig was schief, so nach dem Motto, stimmt mit uns, sonst wird’s bei der nächsten Haushaltsverhandlung innerhalb der EU für Euch ungemütlich.

    Die baltischen Staaten haben 2012 das Whatever it takes Programm von Draghi abgesegnet, 2015 das erste große Draghi QE und 2020 das dann schon Vierte und haben auch alles sonstige von Draghi und Lagarde abgesegnet, gegen den erbitterten Widerstand von Sabine Lautenschläger und Jens Weidmann.

  8. Das Schlimmste meiner Meinung nach ist das Vertrauen in den EUR und die FIAT Währungen.
    Was denkt sich „Otto Normalverbraucher“der vielleicht 1.900 EUR im Monat hat,vielleicht sogar noch
    Einiges auf Kredit ? Es ist dieser immense Vertrauensverlust !
    Was bekomme ich für meine Arbeit / mein Produkt / meine Dienstleistung ?
    Papier ? Ein Zahlungsversprechen was nicht ausreicht ?
    Dann stellt sich für viele,die keine Verantwortung / Familie / Kinder haben,wozu arbeite ich hier in Deutschland ?
    Soll das der Sinn des Lebens sein ? Tut mir leid,daß ich so etwas anspreche,aber vielen Menschen gehen
    momentan extrem viele Ängste durch den Kopf.Eine sehr gefährliche Mischung !
    Meine größte Hoffnung ist,dass die Menschen großteils wieder zur Vernunft kommen,nicht nur lamentieren
    und realistisch überlegen was wirklich nötig ist,um unsere Gesellschaft zu retten und das diese Änderungen von den
    meisten auch mit Mut getragen und durchgesetzt werden.Es sind defintiv fundamentale Änderungen nötig.
    Sowohl in unserer Gesellschaft als auch mit direkten Folgen für unser politisches System.
    Ich spreche hier auch von einem System Update,um unsere Demokratie zu erneuern.Das System,was zur
    Zeit existiert,kann es von sich aus nicht ! Das bedeutet meiner Meinung nach für die Bevölkerung,ob sie
    das Individuum in den Focus stellen will,oder den Kollektivismus – das heißt die Gruppe entscheidet über
    den Menschen.Mit allen Konsequenzen ! Ich möchte daran erinnern,daß Kollektivismus im Kommunismus
    von Stalin,Mao Tse Tung und den kambodschanischen Kmehr und sogar von einem österreichischen Herren
    mit Bart und anderen Militärdiktaturen „versucht“wurde.Es hat bis dato noch keinen humanen Kollektivismus
    gegeben.

  9. Die minimalen Zinserhöhungen sind doch nur Kosmetik. Alle westlichen Staaten sind darauf angewiesen, ihre untragbaren Schulden durch Inflation zu entwerten.

    Gegenwärtig besteht lediglich das Problem, dass dies nicht mehr geht, ohne die Wirtschaft so zu beschädigen, dass die Menschen das ganz direkt bemerken. Langfristige Verschlechterungen werden von den meisten Menschen im Regelfall ignoriert.

    Also versucht man lediglich, den Verfallsprozess wieder zu verlangsamen.

    Außer, die diversen Verschwörungstheoretiker haben Recht, und der totale Kollaps ist gewollt, damit man danach ein ganz neues politisches System installieren kann. Eines mit mehr Kontrolle, weniger Freiheit, viel weniger Mittelstand und keiner Mitsprache des Volkes in wichtigen Dingen.

    Wir werden es erleben.

  10. @Undewiggrüßt

    Ich danke für die Wertschätzung.

  11. Ja leftutti,
    und wo steht das was von blutig?

    1. @Helmut,
      https://youtu.be/lfQigShdODQ?t=125

      Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel über Krall und seinen aktuellen Arbeitgeber geschrieben, der deutlich gekennzeichnet als Leserbrief und freie private Meinungsäußerung, in drei Teilen auch hier auf FMW veröffentlicht werden sollte. Leider hat die mächtige Rechtsabteilung von Degussa Sonne, Mond und Sterne schon nach dem ersten, ziemlich harmlosen Teil 1 der FMW wegen übler Nachrede, Rufmord oder ähnlichem juristischem Unsinn gedroht und eine Löschung erzwungen. Obwohl (oder gerade weil?) die darin getätigten Aussagen und Quellen überall öffentlich zugänglich, nachvollziehbar und nachprüfbar sind.

      Die „subversive“ Kombination daraus schafft neue Erkenntnisse und erhellende Zusammenhänge, die der verbotenen Wahrheit reicher Eliten dann doch etwas zu gefährlich nahe kommen. Ansonsten ist es schwer erklärbar, dass ein kleines privates Kommentatorenlichtlein wie meine Wenigkeit in einer eher überschaubaren FMW-Gemeinde die Aufmerksamkeit und das Gemüt milliardenschwerer Schwergewichte derart erregt.

      Doch ich schweife ab!
      Im Zuge meiner privaten Recherchen habe ich natürlich viele Dutzend Quellen gelesen und geschaut. Darunter auch die irrwitzigen wie zugleich populistisch fesselnden Bücher von Krall. Nun liegen mir zwar weiterhin alle Quellenangaben und Verweise digital archiviert und nach Schlagworten sortiert vor, nicht aber die Bücher, die ich mir damals für ein paar Cent auf dem Second-Hand-Markt besorgt und nach einiger Zeit fachgerecht als gefährlichen Sondermüll in der Grünen Tonne entsorgt habe.

      Was blutig betrifft, weisen meine Notizen auf eine fast wörtliche Übereinstimmung der eingangs genannten Videosequenz mit folgendem Buch auf:
      Markus Krall: Freiheit oder Untergang. S. 229

      P.S. Wenn Sie neben all dem depressiven Untergangsgesockse Ihrer sonstigen Quellen auch mal was Gescheites lesen wollen:
      https://leftutti.rocks/assets/pdf/Degussa_Marktliberale_Krall.pdf

  12. Pingback: Meldungen vom 29.08.2022 | das-bewegt-die-welt.de

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