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Gold/Silber

EZB Goldbestand mit drastischem Sprung nach oben – was ist da los?

Redaktion

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Gold Beispielfoto

Heute hat die EZB ihre wöchentliche Bilanzübersicht veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Gesamtbilanz binnen einer Woche um satte 56,5 Milliarden Euro auf 4,695 Billionen Euro angestiegen ist. Auffällig dabei ist: Die Staatsanleihenkäufe der letzten Jahre (PSPP-Programm), die innerhalb der Bilanz derzeit ein Volumen von 2,6 Billionen Euro ausmachen, sind sogar um 7 Milliarden Euro rückläufig. Aber schauen wir weiter in der Bilanz. Die Position „Gold und Goldforderungen“ ist um satte 42 Milliarden Euro auf 474 Milliarden Euro angestiegen. Was ist da los? Hat die EZB etwa in einer Woche für 42 Milliarden Euro Gold gekauft? Nein, es handelt sich hierbei um eine „Anpassung zum Quartalsende“, wie als Anmerkung über der Bilanz notiert wurde.

Grob gerechnet kann man bei einem um 110 Euro gestiegenen Goldpreis in den letzten drei Monaten den überwiegenden Teil dieses 42 Milliarden Euro-Zuwachs wohl auf Kursgewinne zurückführen. Gold in der letzten Woche tatsächlich zugekauft hat die EZB im Volumen von 1 Milliarde Euro. Noch 2018 lag der Goldbestand der EZB bei 389 Milliarden Euro. Es geht also auf längere Sicht gesehen gut nach oben bei dem Goldvermögen der EZB. Heute hatten wir bereits über das Phänomen berichtet, dass Notenbanken weltweit derzeit aber auch Gold zukaufen, vor allem die türkische Zentralbank.

EZB Bilanz vom 4. Oktober, heute veröffentlicht

Aber auch abseits vom Gold wird die EZB ab November wieder ihre neuen Anleihekäufe starten. Dann wird die Bilanz bei den gehaltenen Anleihen wieder kräftig ansteigen.

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Hier kann man sehen, wie sehr die Gesamtbilanz der EZB seit ihrer Gründung aufgebläht wurde. Gestartet bei weit unter 1 Billion Euro vor 20 Jahren, liegen wir jetzt bei 4,7 Billionen Euro. Der große Anstieg in Lira zeigt die Staatsanleihenkäufe der letzten Jahre.

EZB-Bilanz seit 20 Jahren

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Shong09

    9. Oktober 2019 18:24 at 18:24

    In Lira triffts auch recht gut. Den Namen Euro verdient die Währung eigl auch gar nicht, denn die Hälfte der Länder Europas hat bei der Währungspolitik dieser Währung nichts zu sagen.
    Die Lira Länder spielen die Musik

  2. Avatar

    sabine

    9. Oktober 2019 19:00 at 19:00

    – Haben die auch wirklich Gold gekauft und lagern die das irgendwo oder faken die nur herum, um den Preis nach unten zu drücken wie Fort Knox und Black rock? Es heißt ja Gold und Goldforderungen, was auch immer das heißt. Warum trennen sie das beides nicht? Sie werden es schon wissen.

    – Statista meldet 20 Milliarden € für das 1. HJ. Ist das dann das wirkliche Gold und der Rest ist Goldforderungen?
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/243702/umfrage/goldreserven-der-europaeischen-zentralbank-ezb/
    – Gold.de gibt die EZB-Goldreserven mit 500 Tonnen an, bei 44.000€/ Kilo sind das 22 Milliarden €. Würde zu dem Statista-Wert passen.
    .
    Lustig sind die deutschen Goldreserven. Wenn ein Privatmann so zum Finanzamt-Beamten labbern würde, bekäme er nach 2 Sekunden einen kräftig auf die Nuss.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Goldreserven#Bestand_und_Lagerorte

  3. Avatar

    Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    9. Oktober 2019 20:26 at 20:26

    Da Gold in Euro gerechnet vor kurzem ein neues Allzeithoch feierte kann ein etwas höherer Bestand nicht unbedingt falsch sein ! In US Dollar gab es keine neuen Allzeithochs für Gold !

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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