Anleihen

EZB größter Gläubiger Griechenlands

Von Markus Fugmann

Die EZB hat soeben gemeldet, in der letzten Woche für 26,3 Milliarden Euro Staatsanleihen gekauft zu haben – und damit deutlich mehr als in der Vorwoche.

Die EZB hat sich selbst ein Plansoll von monatlich 60 Mrd. Euro für ihr gesamtes QE gesetzt – hinter dem sie in der ersten Woche des QE (Beginn 09.03.2015) mit knapp über 9 Milliarden an Küfen von Staatsanleihen anteilsmäßig jedoch deutlich unter dem erforderlichen Durchschnitt geblieben war. Das hat sie nun offenkundig mit großen Schritten nachgeholt und in der Vorwoche allein mit Staatsanleihen fast die Hälfte des monatlichen Plansolls gekauft. Gleichzeitig hat die Notenbank in der Vorwoche für 3,051 Mrd. Covered Bonds gekauft, für 0,254 Mrd ABS-Papiere.

Interssant ist jedoch besonders die heutige Bekanntgabe der EZB, wonach sie 104 Milliarden „exposure“ in Griechenland habe – und damit so viel wie kein anderer in der Eurozone. Das macht deutlich, wie stark das Interesse der EZB sein muß, Griechenland nicht pleite gehen zu lassen. Sollte es zu einem Grexit kommen und die EZB die Anleihen Griechenlands im Portfolio abschreiben müssen, müssten die Staaten der Eurozone nach Kapitalschlüssel das Eigenkapital der EZB aufstocken – das wäre ein Schock für die Märkte.

Fast noch interessanter ist die Aussage der EZB, wonach man aufgrund der Kommunikation der Athener Regierung den „Waver“ (also die Bereitschaft, griechische Staatsanleihen als Sicherheit für Kredite zu akzeptieren) aufgehoben habe.



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