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EZB mit QE2 zur Jahreswende?

FMW-Redaktion

EZB-Direktor Coeure (diesmal nüchtern?) sagte vor Kurzem die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone sei „schwach und wenig dynamisch“. Egal was passiere, die Inflation werde nur sehr langsam und nur stufenweise ansteigen.

Diese deutlichen Worte aus dem Machtzentrum der EZB sind schon fast ein Eingeständnis, dass das QE (Anleihekaufprogramm) nicht wirkt. Direkt können Notenbanker so etwas nie ausdrücken, sondern immer nur über solche indirekten Äußerungen.

Was bedeutet das? Die Royal Bank of Scotland meint die EZB werde gegen Endes des Jahres ihr monatliches Volumen von 60 Milliarden Euro ausweiten. Die Bank of America ist der Meinung Europa beginne zum Ende des Jahres mit einem QE2, also einem zusätzlichen Extra-QE zu dem aktuell Laufenden.

Wie könnte das aussehen? Z.B. könnte die EZB in einem Extra-Programm anfangen NUR Unternehmensanleihen statt wie bisher öffentliche Anleihen aufzukaufen. Damit würde sie den Markt weiter austrocknen und Anleiheinvestoren hätten noch mehr Cash, das (eigentlich) in die Realwirtschaft fließen soll.



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2 Kommentare

  1. QE1 QE2…ich kann es bald nicht mehr hören. Da ich nicht glaube das die Mitglieder der EZB dumm oder von negativer intelligenter Inflation befallen sind, bleibt wenn man das ganze Unlogische beiseite schiebt nur eine Wahrheit: Es geht nicht um Inflation, Arbeitsmarkt oder Wirtschaft. Die EZB scheint nur einen Zweck zu dienen: Geld drucken für die Finanzindustrie.

    1. Wenn eine Entwicklung wie bei der „great depression“ in den 1930er Jahren, die in Europa durch ihre negativen Entwicklungen (Massenarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit führte zur Wahl der Nazis) sogar zum dritten Weltkrieg geführt hat, verhindert werden soll, dann ist eine Bekämpfung einer sich manifestierenden Deflation unvermeidlich!! Daher bitte Q2, auch wenn Leute wie Ollifred es nicht verstehen, es ist zwingend notwendig! Und bitte schnell und bitte viel!

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