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EZB-Umfrage: Inflationserwartungen sinken!

Claudio Kummerfeld

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Tja, was sagte Mario Draghi noch gestern zu seinen nicht gesenkten Zinsen? Die niedrige Inflation werde man nicht zulassen! Und heute? Nur einen Tag später veröffentlicht die EZB ihre aktuellste Umfrage unter den sogenannten „Professionellen Prognostikern“ zu den Inflationserwartungen. Sie ergibt: Gegenüber der letzten Umfrage vor drei Monaten sinken die Inflationserwartungen für 2019, 2020 und 2021 jeweils um 0,1 Prozentpunkte. Nämlich auf 1,3%, 1,4% und 1,5%. Die BIP-Erwartungen der „Profis“ bleiben teilweise unverändert, und sinken auch für ein Jahr leicht.

Erst heute früh haben wir über die deutschen Importpreise berichtet, die um 2% fallen. Und jetzt erneut unsere Frage: Herr Draghi, direkt wieder zurück in den PK-Raum in Frankfurt, und doch jetzt schon mal die Zinsen senken? Denn wie sagte er gestern (wir wiederholen uns): „Wir werden diese niedrige Inflation nicht tolerieren“. Also, worauf wartet Mario Draghi? Feuer frei für eine weitere Lockerung, bevor er das Ruder an Christine Lagarde übergibt?

Inflationserwartungen EZB

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    26. Juli 2019 15:00 at 15:00

    Er schüttelt und schüttelt die Ketchupflasche und es kommt nichts. Lagarde wird so richtig hinten draufhauen und dann…Gute Nacht, Freunde der Finsternis.

    • Avatar

      leftutti

      26. Juli 2019 20:36 at 20:36

      @Columbo, hinten draufhauen hat noch nie geholfen. Actio gleich reactio, bestenfalls geht der Schuss dann nach hinten los und Madame Lagarde versaut sich ihren hübschen Schal und das dämliche Pferdegebiss-Grinsen 😂

      Als Alternative könnte man vielleicht einmal überdenken, ob diese ganzen pseudowissenschaftlichen, volkswirtschaftlichen Theoriekonstrukte aus den 50er- bis 80er-Jahren in einer globalen Welt überhaupt noch Gültigkeit besitzen. Empirisch betrachtet, versagt der Zins- und Geldmengen-Schwachsinn reziprok proportional mit zunehmender Globalisierung. Ein utopischer Anteil des angeblich fast grenzenlos zur Verfügung stehenden Geldes fließt letztendlich in die Taschen Weniger. Konzerne ohne Güter, dafür mit dubiosen virtuell-digitalen Dienstleistungen ohne ersichtlichen essenziellen Wert mutieren zu Giganten in volkswirtschaftlichen Größenordnungen. Börsen blasen sich selber einen, sorry, ich korrigiere, auf, bis irgendwann sogar schon die Schnürsenkel Blasen werfen 😂

      Derweil die echten, physikalischen Lebensgrundlagen mit ungeheuerlichen ökonomischen und ökologischen Folgeschäden lustig und überheblich zerstört, ignoriert, belächelt und verteufelt werden.

      Wenn die braune Suppe in der Ketchupflasche stockt, schmeiß sie einfach weg!

      • Avatar

        Lausi

        28. Juli 2019 00:18 at 00:18

        Das war ja mal wieder ein echter leftutti! Bitte mehr davon :-)

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          dm

          28. Juli 2019 12:40 at 12:40

          -Lausi
          Nur ein bisschen belanglose Demagogie. Der grüne Fascho hat doch diesmal niemanden als Nazi diffamiert, keine Märchen aufgetischt und von den endlosen Selbstgesprächen war keine Spur zu sehen. Was ist denn daran ein echter leftutti?

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            Lausi

            29. Juli 2019 09:19 at 09:19

            Ein echter leftutti ist für mich, wenn er sprachgewandt und mit viel Wortwitz seine Meinung zum Besten gibt. Als Links-Grün-Versiffter gefällt mir das. AFD-affine Kreise werden sich natürlich naturgemäß davon abgestoßen und provoziert fühlen. Aber das war ja schon immer so, dass sich unterschiedliche Weltanschauungen eher abstossen als anziehen. Nichts desto trotz kann und sollte man aber einen Meinungsaustausch mit der Gegenseite pflegen, solange das ohne Beleidigungen möglich ist. Noch einen schönen Montag allseits :-)

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            Claudia

            29. Juli 2019 11:26 at 11:26

            Geht das jetzt schon wieder los mit diesem seltsamen Selbstgesprächsthema und den Beleidigungen? Wenn niemand diffamiert und keine Märchen aufgetischt wurden, verstehe ich nicht, was so üble persönliche Beleidigungen wie Demagoge und Faschist rechtfertigt. Sie langweilen und nerven langsam!

        • Avatar

          Michael

          28. Juli 2019 23:08 at 23:08

          @Lausi, ich stimme Ihnen voll und ganz zu: Keine Demogagie, wie immer wird niemand als Nazi diffamiert, es gibt natürlich keine Selbstgepräche und selbstverständlich werden auch keine Märchen aufgetischt. Und dennoch kochen und tropfen gewisse Elemente bereits wieder vor hilfloser Wut und Abneigung. Eben ein echter leftutti! :)

          • Avatar

            dm

            29. Juli 2019 08:12 at 08:12

            Na ja, Eigenlob stinkt😂

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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