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EZB verstört mit guter Nachricht: QE-Hoffnungen sinken

FMW-Redaktion

Die EZB hat mit einer guten Nachricht die Märkte erschreckt: die Kreditvergabe vor allem an Unternehmen, so die Notenbank in ihrem heute veröffentlichten „euro area bank lending survey“, habe im dritten Quartal deutlich angezogen. Und das, so die Notenbank in dem Bericht weiter, liege an ihrem QE, das mehr und mehr von den Banken als Kreditnachfrage weiter gereicht werde:

„Regarding the impact of the ECB’s expanded asset purchase programme (APP), banks reportedly used additional liquidity from the programme to grant loans over the past six months. The APP had a net easing impact on credit standards and
particularly on credit terms and conditions; this easing impact was greatest for loans
to enterprises. The impact of the APP on banks’ profitability over the past six months has reflected
two opposing effects: a positive effect in terms of capital gains and a negative effect
from the tightening of net interest margins. Overall, a slightly positive net percentage
of banks report an increase in profitability over the past six months, as a result of the
APP, though a marginally negative effect is expected over the next six months“.

Das QE der EZB führt also angeblich zu mehr Krediten vor allem an Unternehmen, und den Banken tue es auch gut, so könnte man das Statement zusammenfassen (die Bundesbank jedoch meinte heute, das QE belaste die deutschen Banken erheblich – aber die Bundesbank hat ja nichts mehr zu melden!).

Damit wäre das Ziel des QE erreicht – mehr Kreditvergabe. Und das bedeutet im Umkehrschluß jedoch auch, dass die Notenbak wenig Anlaß hat, ihr QE auszuweiten. Und genau das haben die Märkte auch realisiert: der Dax kommt unter Druck, der Euro steigt (wenn QE nicht ausgeweitet wird, kommen weniger Euros in Umlauf, was den einzelnen Euro weniger entwertet):

Der Dax:

Dax201015

Der Euro:

eurusd201015



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1 Kommentar

  1. Geisteskranker gehts wirklich nicht mehr!Die EZB & die Anleger(wer immer das auch ist?)gehören in die Klapse!

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