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Facebook-Gate: Heute will Mark Zuckerberg reden! Waum das aber nichts bringt..

Mark Zuckerberg will sich in Kürze äussern, um das Vertrauen in Facebook wieder herzustellen. Das aber ist wohl völlig unmöglich, weil das, was jetzt passiert ist, nur ein Symptom für das eigentliche Problem ist, das Facebook schon seit dem Jahr 2007 hat – damals beschloß man, auch Daten der „Freunde“ von Usern interessierten Dritten zur Verfügung zu stellen..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

In den letzten Tagen hat Facebook sehr viel nach außen kommuniziert – nur der, auf den es ankommt, hat noch nicht gesprochen. Das aber soll sich heute ändern, wie „Axios“ berichtet.

Was von Facebook bisher kam

– der wahre Schuldige sei Cambridge Analytics, nicht Facebook selbst – aber man übernehme irgendwie die Verantwortung, wie die Facebook Vize-Chefin Carolyn Everson kundtat: man sei bei Facebook „outraged and beyond disturbed“ und entsetzt darüber, weil „an incredible violation of everything that we stand for.“

– man hat eine Firma beauftragt, die Sache mit Cambridge Analytica zu untersuchen, wobei Analytica kooperiere

– zahllose, meist inhaltsarme Tweets von Facebook, dass man doch eigentlich gut sei, nur sei es diesmal irgendwie dumm gelaufen..

Nun also soll Zuckerberg heute bzw. in den nächsten 24 Stunden sich äussern – er sei bisher damit beschätigt gewesen, wie man die Probleme in den Griff bekommen könne, habe dabei aber unterschätzt, wie groß die Welle der Entrüstung werden könne. Er wolle das Vertrauen mit der Rede wieder herstellen und habe sich bislang noch nicht geäußert, weil er sich mit Substanz äussern wolle anstatt erst einmal nur irgendwie zu reagieren. Inzwischen habe er viele Gespräche mit Produkt-Entwicklern geführt, wie Facebook sicherer werden könne und vor allem die Menschen wieder das Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten gewinnen könnten.

 

Mark Zuckerberg mit seiner Frau Priscilla Chan

By Lukasz Porwol – https://www.flickr.com/photos/67789586@N06/8827232234/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31295267

 

Sicherheit der Daten bei Facebook? Das Gegenteil davon ist das Geschäftsmodell der Firma!

 

Sicherheit und Facebook – echt jetzt? Von den Sicherheitsproblemen wußte Facebook schon lange, und der Handel von Daten ist faktisch doch das eigentliche, das umsatzstarke Geschäftsmodell von Facebook! Die Werbung kommt natürlich noch oben drauf, aber auch hier nach Datenanalysen dem User sehr bewußt und zielgenau eingespielt!

Und dass die Dinge nun eskalieren, dürfte eben auch kein Zufall sein: im Jahr 2007 traf Facebook (also vor allem Mark Zuckerberg!) die Entscheidung, Dritten den Zugang zum sogenannten „social graph“ zu ermöglichen, sprich zum Freundschaftsnetzwerk der Facebook-User. Dass irgendwann also etwas passieren würde, wie es jetzt mit Cambridge Analytica passiert ist, ist alles andere als Zufall, sondern vorprogrammiert!

Fakt ist: in den USA ist Datenschutz fast ein Fremdwort, und US-Firmen wie Facebook oder Google zwingen Nutzer auch in Ländern, in denen ein recht hoher Datenschutz herrscht (wie überwiegend in Europa), sich praktisch aller auf ihren eigenen Daten basierenden Persönlichkeitsrechte zu entledigen. Und das ist doch der eigentliche Skandal, denn hier liegt die Ursache des Problems – Cambridge Analytica ist daher nur das Symptom des eigentlichen Problems!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    rote_pille

    21. März 2018 22:40 at 22:40

    Wer die heutige Hysterie ernst nimmt, der glaubt vermutlich auch, dass die Russen den US-Wahlkampf entschieden hätten. Ich sage scheiß auf diesen aufgeblasenen Datenschutz. Unsere relevanten Daten vertickt das Einwohnermeldeamt sowieso schon und niemanden interessiert es, weil kein Medium herumheult. Wir können von Glück sagen, dass die Techfirmen dieses Geschäftsmodell haben und sich für den Datenmüll interessieren, den Menschen in sozialen Netzwerken hinterlassen. So können die zielgerichtet Werbung machen und uns gleichzeitig nützliche kostenlose Dienste anbieten, während wir von normaler Werbung gar nichts haben. Eine Win-Win-Situation.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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