Aktien

Facebook nach Aussagen von Mark Zuckerberg +3% vorbörslich

Warum die Aktie von Facebook heute deutlich zulegen dürfte - obwoh sich eigentlich der Skandal ausgeweitet hat..

FMW-Redaktion

Ist das Schlimmste bei Facebook vorbei? Während in Deutschland vor allem über die Ausweitung des Skandals berichtet wird, weil offenkundig sogar 87 Millionen Facebook-Nutzer betroffen sind (“In total, we believe the Facebook information of up to 87 million people — mostly in the US — may have been improperly shared with Cambridge Analytica“, so heute Mike Schroepfer, Technischer Chef bei Facebook) und die EU-Kommission den Datenmißbrauch als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet, scheint sich die Lage in den USA für das Unternehmen zu beruhigen! Grund sind Aussagen von Mark Zuckerberg, wonach sich das Nutzerverhalten bislang nicht nennenswert verändert habe:

„I don’t think there has been any meaningful impact we’ve observed“
, so Zuckerberg heute.

Das gelte auch – und das dürfte die Märkte besonders interessieren, für das Werbekundengeschäft, mit dem Facebook fast die gesamten Einnahmen erzielt!

Und taktisch geschickt auch heute wieder eine Demuts-Geste des Facebook-Gründers:

„But, look, it’s not good. Even if we can’t really measure a change and the usage of a product, or the business or anything like that, it still speaks to people feeling like this is a massive breach of trust and that we have a lot of work to do to repair that.“

Solche Aussagen kommen gut an bei den Amerikanern – wir haben Fehler gemacht, weil wir an das Gute geglaubt haben und die Leute einfach vernetzen wollten – aber jetzt haben wir diesen Fehler erkannt und werden alles tun, das Vertrauen zurück zu gewinnen. Am Dienstag wird Zuckerberg zunächst vor dem Justiz-Ausschuß des Senats aussagen, am Mittwoch dann vor dem Handelsausschuß des US-Abgeordnetenhauses. Bei diesen Anhörungen dürften Zuckerberg seine Demuts-Bezeugungen wiederholen und Besserung geloben.

Ohnehin dürften durch neue Datenschutz-Richtlinien der EU weniger Werbe-Einnahmen von Facebook erzielt werden, wie Experten prognostizieren.

Dabei hat Facebook nicht nur User-Daten an Cambridge Analytica weiter gegeben, sondern auch  Messenger-Nachrichten gescannt, die sich private Nutzer gegenseitig geschickt hatten – um die „community standards“ aufrecht zu erhalten, wie heute ebenfalls eine Facebook-Sprecherin eingestanden hatte:


“For example, on Messenger, when you send a photo, our automated systems scan it using photo matching technology to detect known child exploitation imagery or when you send a link, we scan it for malware or viruses. Facebook designed these automated tools so we can rapidly stop abusive behavior on our platform.”

Beruhigend zu wissen! Jedenfalls scheint nun erst einmal eine Erholung des Facebook-Kurses anzustehen – die Aktien liegen vorbörslich 3% im Plus.


(Chart durch anklicken vergrößern)


Das Facebook Headquarter

Facebook’s Zuckerberg takes questions from reporters from CNBC.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage