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Facebook schließt über Nacht mit -7% wegen Angst vor der Zukunft

Die Facebook-Zahlen kamen gestern Abend teilweise wie erwartet rein, aber auch teilweise über den Erwartungen, vor allem beim Gewinn (1,09 Dollar pro Aktie statt um die 1 Dollar Erwartungen)…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Facebook-Zahlen kamen gestern Abend teilweise wie erwartet rein, aber auch teilweise über den Erwartungen, vor allem beim Gewinn (1,09 Dollar pro Aktie statt um die 1 Dollar Erwartungen). Auch die Userzahlen wachsen konstant, also soweit alles gut (ausführliche Grafiken im Artikel von gestern Abend). Interessant: In den 30 Minuten direkt nach Veröffentlichung der Zahlen schwankte die Facebook-Aktie nachbörslich mal 1,8% im Minus, dann wieder genau unverändert zum offiziellen Schlusskurs.

Dann aber nach dem Start des „Conference Call“ später gestern Abend folgte der nachbörsliche Absturz der Aktie, die letztlich um 1 Uhr Nachts deutscher Zeit mit 118,12 Dollar oder -7,12% aus den nachbörslichen Handel ging. Das ist ein derber Rückschlag für Facebook. Der Grund liegt in diesem Fall nicht in den Zahlen, sondern in diesem mündlich präsentierten Geschäftsausblick des Managements. Die Steigerungsrate bei den Werbeeinnahmen werde Mitte 2017 bedeutend zurückgehen, und das Umsatzwachstum im aktuell laufenden Quartal könne schwächeln, sagte der Facebook-Finanzvorstand David Wehner heute Nacht.

Das liege vor allen an den bisherigen starken Quartalen, so Wehner. Also, was schließen wir daraus? Facebook könnte Opfer seines bisherigen Erfolges werden. So eine riesige Nutzerzahl, da kann man nicht bis in alle Ewigkeiten die Wachstumszahlen jedes Mal hoch halten. Wie gesagt, wir reden hier nicht von Rückgängen beim Umsatz oder Gewinn, sondern nur von Facebook´s früher Vorwarnung, dass das Wachstum nicht mehr so stark ausfallen wird wie bisher. Und genau das ist dann der Punkt, wo bei Investoren oft die Phantasie in einer Aktie verloren geht.

Deswegen wohl auch der späte nachbörsliche Einbruch in der Aktie. Auch wurde gesagt, dass man derzeit aggressiv zusätzliche Ingenieure einstelle und in sein Datenzentrum investiere, da man momentan ein Limit erreicht habe bei der Anzahl der Werbebanner, die man im System anzeigen kann. Aber wenn es darum geht, würden wir mal vermuten, wird Facebook nicht zögern und die Kapazitäten schnell erweitern! Bisher hat man immer geliefert! Man investiere massiv, auch im Hinblick auf die hauseigenen Planungen mit Sicht auf 3, 5 und 10 Jahre, so Wehner.

Also, was ist das Fazit? Die Zahlen sind TOP! Facebook liefert und liefert und liefert, auch gestern wieder über den Erwartungen beim Gewinn. Man warnt davor, dass Umsatz und Gewinn nicht mehr ganz so schnell wachsen könnten, wie es der Markt bisher gewohnt war (der Markt ist verwöhnt). Seitens Facebook ist das eine vernünftige Vorwarnung, damit der Aktienkurs Anfang nächsten Jahres nicht völlig überraschend zusammenkracht. Lieber jetzt schon mal den Markt auf kleinere Wachstumsraten vorbereiten! Die Börsianer quittieren den Verlust an Phantasie mit diesen nachbörslichen -7%. Ist erst mal die Luft raus in der Aktie? Möglich. Vielleicht wenden sich viele dem noch laufenden Hype bei Amazon zu?

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Die Facebook-Aktie seit 2014. Macht Sie heute bei 118 auf, wäre es nur ein kleiner Rückschlag.

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Die Facebook-Aktie seit April. Bei einem Kurs von 118 Dollar wären die seit Juli entstandenen Gewinne aufgefressen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leser

    3. November 2016 09:58 at 09:58

    Ich verstehe nicht, wie man in eine Stasi-Akte zum selber schreiben investieren kann…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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