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Aktien

Facebook überzeugt – Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau

Redaktion

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am

Von Claudio Kummerfeld

Gestern nach Börsenschluss meldete Facebook seine Zahlen für das 2. Quartal. Der Gewinn pro Aktie lag bei 50 Cent, damit 4 Cent über den Erwartungen und 7 Cent höher als im 2. Quartal 2014. Der Umsatz von 4,04 Milliarden Dollar lag deutlich über dem Umsatz im 2. Quartal 2014 (2,9 Mrd) und minimal über den Erwartungen (4 Mrd glatt). Alles in allem ein passables Umsatz- und Gewinnresultat.

Second Quarter 2015 Operational Highlights
• Daily active users (DAUs) – DAUs were 968 million on average for June 2015, an increase of 17% year-over-year.
• Mobile DAUs – Mobile DAUs were 844 million on average for June 2015, an increase of 29% year-over-year.
• Monthly active users (MAUs) – MAUs were 1.49 billion as of June 30, 2015, an increase of 13% year-over-year.
• Mobile MAUs – Mobile MAUs were 1.31 billion as of June 30, 2015, an increase of 23% year-over-year.

Anhaltendes Userwachstum auf einem so hohen Level??

Die Zahl der monatlich aktiven User stieg um 13% auf 1,49 Mrd, die Zahl der täglich aktiven User stieg um 17% auf 968 Mio. Passable Zahlen!

Facebook monatlich aktive User
Grafik: Facebook

Monatlich aktive User bei Facebook. Ein kontinuierlicher Anstieg, aber die gigantischen Wachstumszahlen eines jungen StartUps sind auf diesem hohen Niveau nicht mehr möglich.

Facebook Umsätze
Die Einnahmen (fast nur durch Werbung) sind in den letzten zwei Jahren um 123% gestiegen .
Grafik: Facebook

Bei der Tochter Instagram ist das Wachstum erstmal erlahmt und die Userzahlen verharren auf dem Niveau von Ende 2014 (300 Mio User).

Facebook warnt selbst

Die Gesamtkosten von Facebook sind im 2. Quartal um 82% gestiegen auf 2,8 Milliarden Dollar. Trotz nachvollziehbarer Ausgabensteigerungen für Forschung & Entwicklung ein Warnsignal für den Finanzchef David Wehner. Er warnte gestern Abend Investoren, dass sich das Umsatzwachstum bei Facebook im Rest des Jahres weiter verlangsamen werde, Zitat:

„Since the first quarter of 2014, we’ve seen year-over-year advertising revenue growth rates decline each subsequent quarter. We expect this trend to continue in Q3 and Q4 as we continue to grow off a much larger base and face currency headwinds to the strong dollar.“

Facebook sieht sich einem Problem gegenüber, das dem bisherigen eigenen Erfolg geschuldet ist. 1,49 Milliarden monatlich aktive Nutzer weltweit. Kann das ständige Wachstum in den bisher bekannten prozentualen Maßstäben weitergehen? Anleger müssen sich an kleinere Brötchen gewöhnen (nach wie vor Zuwächse).

Der Vergleich mit Twitter

Bei Twitter gibt es nach wie vor keine Klarheit im Management. Der Ex-Gründer Jack Dorsey ist nur Interimschef. Facebook spielt im Vergleich zu Twitter (304 Mio User) in einer anderen Liga mit 1,49 Milliarden mtl. aktiven Usern. Facebook hatte im Q2 50 Mio neue User, Twitter nur 2 Mio – so viel zum Größenvergleich. Facebook scheint mit einem klar aufgestellten Management und ständigen Innovationen mehr Vertrauen bei den Anlegern zu haben als Twitter ohne Innovationen bei der Benutzerfreundlichkeit (soll ja langsam kommen) und ohne Klarheit im Management.

Facebook

Die Facebook-Aktie verlor gestern in der Nachbörse 3,2% auf 93,76 Dollar. Wenn man sieht, wie die Aktie gerade in den letzten Wochen gelaufen ist, kann man ein kleines „Sell on good news“ durchaus nachvollziehen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Aktien

Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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