Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Brokervergleich
  • Kostenlos das TRADERS´ Magazine erhalten

Aktien

Facebook und die 5 Milliarden Dollar Strafzahlung in den USA

Veröffentlicht

am

Am 24. April veröffentlichten wir die Zahlen von Facebook für das 1. Quartal. Dazu schrieben wir Zitat „Der Gewinn liegt bei 1,89 Dollar pro Aktie. Die offiziell dargestellten 0,85 Dollar Gewinn pro Aktie berücksichtigen eine außerordentliche Ausgabe von 3 Milliarden Dollar für einen Rechtsstreit mit der U.S. Federal Trade Commission (FTC). Der Fall läuft noch. Facebook erwartet bis zu 5 Milliarden Kosten aus diesem Verfahren. 1,89 Dollar ist also die bereinigte Zahl aus dem Kerngeschäft.“ Tja, und jetzt haben wir Gewissheit. Es gibt zwar noch keine offizielle Meldung der FTC, aber mehrere große Zeitungen in den USA berichten übereinstimmend, dass die FTC ihre Strafe auf 5 Milliarden Dollar festlegen wird.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Facebook muss „nur noch mal“ 2 Milliarden Dollar abzweigen

Das wäre das obere Ende der Markterwartungen. Also muss Facebook wohl im aktuell laufenden 3. Quartal noch mal 2 Milliarden Dollar vom Gewinn abzweigen, und dann war es das auch mit dem Cambridge Analytica-Skandal. Möglich gemacht haben das offenbar die Republikaner, die im Führungsgremium der FTC die Mehrheit stellen. Und, ist das für Facebook ein herber Schlag? Aus Sicht der US-Regierung mag es zwar eine Rekordstrafe sein. Aber aus Sicht von Facebook ist es eher ein Strafzettel, den man mal eben bezahlt, und dann weiter fährt.

2,4 Milliarden Dollar machte Facebook Gewinn im 1. Quartal, und zwar nach Rücklage der 3 Milliarden Dollar für die FTC-Strafe! Also werden die Gewinne von Facebook noch nicht einmal zeitweise aufgezehrt. Es ist eine Randnotiz, welche die Börse schon verarbeitet hatte. Zweifler in der Analystengemeinde können den Fall spätestens jetzt abhaken! Und was war mit den gestarteten Kampagnen wie zum Beispiel von Apple-Mitbegründer Steve Wozniak? Was hatten nicht zahlreiche Promis erklärt und gefordert? Leute, löscht eure Facebook-Konten! Und? Wieviele Menschen haben da mitgezogen?

Aufspaltung denkbar?

Es ist schwierig als „moderner Mensch“ nicht bei Facebook aktiv zu sein. Schließlich betreibt das Unternhemen ja auch so „unwichtige“ Angebote wie Whatsapp und Instagram! Dennoch dürfte die Cambridge Analytics-Affäre ein Warnschuss für Mark Zuckerberg gewesen sein. Der öffentliche Aufschrei war groß. Und bei klassischen Sozialen Netzwerken ist man quasi Monopolist, wenn man mal Twitter nicht als direkte Konkurrenz betrachtet. Und sollten die Demokraten die nächste Wahl gewinnen, und ein erneuter Skandal rund um Facebook an die Oberfläche kommen – der Weg hin zur Zerschlagung des Konzerns wäre gar nicht mal so weit weg! Man denke hierbei mal an die US-Geschichte. Solche gigantischen Zerschlagungen gab es bereits. So wurde der Öl-Gigant Standard Oil des Moguls Rockefeller durch die US-Regierung zerschlagen, was dann vom Obersten Gerichtshof der USA bestätigt wurde. In den 80ern wurde auch der Telefon-Gigant AT&T aufgeteilt.

Also, eine Aufteilung von Facebook ist gar nicht mal so unrealistisch. Es braucht nur den politischen Willen aus dem Weißen Haus! Aber fürs Erste hat Facebook Ruhe. Das Geschäft läuft weiter. Wichtiger als diese FTC-Geschichte wird für die Aktionäre sein, ob das Unternehmen am 24. Juli bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen auch weiterhin die Wachstumsstory liefern kann, die den Kurs steigen lässt. Bei zunehmender Größe des Unternehmens wird das natürlich immer schwieriger. Aktuell notiert die Facebook-Aktie übrigens in der Vorbörse nur mit 0,7% im Minus – eine normale Schwankung.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States – Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote CC BY 2.0

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Nach Mietpreisbremse-Urteil: Aktien von Deutsche Wohnen und Vonovia ganz düster

Veröffentlicht

am

Von

Gestern gab es nach dem Berliner Verbot von Mieterhöhungen für die nächsten fünf Jahre den nächsten Nackenschlag für Vermieter in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht lehnte Beschwerden gegen die Mietpreisbremse ab, die bundesweit gilt, aber von den einzelnen Bundesländern angewendet werden kann, oder eben auch nicht (hier der Infotext des Gerichts).

Werbung

Hier finden Sie die exklusive Vonovia Sonderanalyse zum sofortigen Abruf. Absolut gratis!
Klicken Sie dazu bitte einfach an dieser Stelle.

Unternehmensdaten oder Sonstiges scheinen am Markt momentan wenig zu interessieren. Betroffen sind natürlich am Ehesten die beiden großen börsennotierten Unternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen. Hier sieht man den Vonovia-Chart seit Oktober 2018. Gestern fiel die Aktie deutlich, und heute geht es weiter. Die Aussichten scheinen zumindest erst einmal düster zu sein.

Vonovia Aktie

Die Deutsche Wohnen ist offenbar noch schlimmer betroffen, weil sie laut aktuellsten Daten 70% ihrer Wohnungen in Berlin hat! Im folgenden Chart sieht man die Aktie seit Oktober 2018. Der Chartverlauf in den letzten 10 Monaten ist eindeutig schlechter als der von Vonovia. Tendenz für die beiden Aktien: Schaut man auf das Mieterhöhungsverbot in Berlin + die fast bundesweit geltende Mietpreisbremse, die vom Gesetzgeber ja verschärft wird, dann sind die Aussichten für die beiden Aktien zumindest nach dem momentanen Stand schlecht. Wie weit können sie noch fallen? Oder sind das bald Kaufkurse, weil die Dividendenrendite durch die sinkenden Kurse für Neu-Käufer ansteigt?

Werbung

Hier finden Sie die exklusive Deutsche Wohnen Sonderanalyse zum sofortigen Abruf. Absolut gratis!
Klicken Sie dazu bitte einfach an dieser Stelle.

Deutsche Wohnen-Aktie

Vonovia-Zentrale - auch Deutsche Wohnen Aktie sieht mies aus
Vonovia Hauptverwaltung in Bochum. Foto: Laurardnk CC BY-SA 4.0

weiterlesen

Aktien

Banken – schon bald zu Tode reguliert

Veröffentlicht

am

Was ist das Problem der Banken in Europa? Klar, die Null- und Negativzinspolitik der EZB macht das Kerngeschäft der Banken kaputt, die Kreditvergabe lohnt sich kaum mehr angesichts der inversen Zinskurven und der damit zu Grabe getragenen Fristentransformation (die Banken leihen sich kurzfristig Geld, um es dann langfristig als Kredit zu vergeben). Wenn eine europäische Bank Geld bei der EZB parkt, zahlt sie dafür Negativzinsen – in den USA wäre das undenkbar!

 

Die Krankheit der Banken – kein Geschätsmodell und die hohen Kosten

Das Geschäftsmodell ist also nicht mehr wirklich vorhanden – und das, zumindest im Falle Deutschlands – während einer Hochkonjunktur. Was erst wird passieren, wenn Deutschland nun tatsächlich in eine Rezession rutscht und damit wieder mehr Firmen pleite gehen und so die Banken dann auch noch Kreditausfälle verkraften müssen?

Erschwerend kommt hinzu, dass die Kostenstruktur vor allem der großen Geldinstitute extrem ungünstig ist: man sitzt auf einer teuren, veralteten und ineffzienten IT-Struktur und kann nur an dem bestehenden System weiter herumdoktern – was aber die Kosten eher weiter ausufern läßt. Dazu kommt noch, dass viele Banker auf lukrativen Verträgen sitzen – also versuchen die Banken, Mitarbeiter zu entlassen, besonders in Deutschland, das „overbanked“ ist.

 

Zu Tode reguliert, weil schuld an der Finanzkrise

Aber ein ganz gewaltiger Faktor ist auch die Regulierung, besser gesagt die Überregulierung der Banken in Europa. Da müssen ganze Abteilungen, vor allem aber auch die Vorstände, die sich eigentlich um die strategisch Ausrichtung ihrer Bank kümmern sollten, einen großen Teil ihrer Arbeitszeit für aufsichtsrechtliche Regularien investieren.

Das Ganze erinnert schon fast an Kafkas Roman „Das Schloss“: man verheddert sich gewissermaßen im undurchsichtigen Labyrinth der Autoritäten und ist als Banker per se verdächtig, weil die Finanzinstitute doch die Schuld hätten an der Finanzkrise, so der Volksmund. Und die Politik hat das dankbar aufgenommen – und damit von ihrer Mitverantwortung für das Schlamassel abgelenkt. Gewissermaßen werden die Banken nun bestraft durch eine geradezu absurde Regulierungswut!

Diesen Zusammenhang bringt Professor Hans Peter Burghof, Bankenexperte an der Uni Hohenheim, auf den Punkt. Wenn es so weiter geht, so Burghof, werden wir die Banken bald zu Tode reguliert haben:

 

Die ohnehin angeschlagenen Banken werden in Europa zu Tode reguliert

weiterlesen

Aktien

General Electric mit Kursdebakel – eine gute Kaufgelegenheit?

Veröffentlicht

am

General Electric war jahrelang schon genug gebeutelt worden. Der Siemens-Konkurrent in den USA ist immer noch ein gigantischer Mischkonzern, aber die Geschäfte laufen seit geraumer Zeit schlecht. Vor einem Jahr wurde die Aktie von General Electric aus dem Dow 30-Index gestrichen, und durch eine Apothekenkette ersetzt. Was für eine Demütigung für die altehrwürdige GE-Aktie. Dadurch verlor GE enorm an Aufmerksamkeit. Der Vorteil für den Gesamtmarkt aber ist: Fällt GE weiter kräftig in den Keller, kann das den Dow nicht mehr nach unten ziehen.

General Electric mit größerem Betrug als Enron?

Da ist es für die Bullen wohl besser, dass die Aktie von General Electric seit einem Jahr nicht mehr im Dow enthalten ist? Denn im Herbst 2018 rauschte sie gewaltig in den Keller. Und jetzt nach einer langen Phase einer „kleinen“ Erholung rauschte sie gestern erneut nach unten. Alleine gestern verlor die GE-Aktie 1,02 Dollar oder 11,3% an Wert. Grund dafür ist ein Whistleblower, der schon den Madoff-Skandal aufdeckte (größtes Schneeballsystem aller Zeiten).

Der Privatermittler Harry Markopolos behauptet nämlich General Electric habe seine Bücher frisiert. In einer ausführlichen Studie behauptet er GE habe Verluste in Höhe von 38,1 Milliarden Dollar verschleiert. Der Betrug bei General Electric sei ein größerer Fall als Enron. Beobachter erinnern sich noch an diesen gigantischen Skandal, der die US-Börse erschütterte. Sein Team habe sieben Monate lang die Bücher von GE analysiert, so Markopolos.

General Electric Aktie seit September 2018

General Electric weist Vorwürfe zurück- Kaufgelegenheit?

In einer offiziellen Stellungnahme weist General Electric die Anschuldigungen als „wertlos“ zurück (hier nachzulesen). Auch würde Markopolos mit einem Hedgefonds zusammenarbeiten, der auf fallende Kurse bei GE setzen würde. Gegenüber dem WSJ sagte Markopolos man würde mit einem nicht genannten Hedgefonds kooperieren. Tja, jetzt dürfte wohl ein Rechtsstreit zwischen beiden Seiten folgen? Eine Schlammschlacht? Fest steht nur: Die Börse ist verunsichert. Ist was dran oder nicht an den Vorwürfen? Ist dieser tiefe Kurs von GE eine Kaufgelegenheit, oder wird die Aktie nun in eine lange Phase der „Abwärts-Lethargie“ eintreten, weil auf lange Zeit niemand weiß, ob die Vorwürfe fundiert sind oder nicht?

Auf lange Sicht gesehen (folgender Chart seit 1997) hängt die Aktie derzeit an ihrem Tief aus dem Jahr 2009. Fällt sie darunter, kann es ganz düster werden. Der Chef von General Electric Larry Culp hat gestern jedenfalls für 2 Millionen Dollar GE-Aktien gekauft – offenbar als Vertrauensbeweis des Chefs in die Aktien des Unternehmens, um die Märkte zu beruhigen. Der Kaufpreis lag bei 7,93 Dollar – also unter dem Tagesschlusskurs von gestern Abend. Da hat er ja schon mal einen kleinen Gewinn erzielt (Scherz).

General Electric Aktie seit 1997
Hier die GE-Aktie seit 1997.

General Electric
GE Gelände in Schenectady, New York. Foto: UpstateNYer CC BY-SA 3.0

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen