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Fallendes Pfund, steigender FTSE100: Als wären die Briten Exportweltmeister

Leute Leute Leute, so eine klare Korrelation, wann hat man das im Dax schon mal gesehen? Der britische Kapitalmarkt tut heute so, als wäre Großbritannien Exportweltmeister. Verkehrte Welt auf der…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Leute Leute Leute, so eine klare Korrelation, wann hat man das im Dax schon mal gesehen? Der britische Kapitalmarkt tut heute so, als wäre Großbritannien Exportweltmeister. Verkehrte Welt auf der Insel. Wie wir heute schon berichteten, ist das Pfund auf den tiefsten Stand seit 31 Jahren gefallen. Heute früh ging es unter die 1,28 gegen den US-Dollar, und damit auf einen neuen Tiefststand seit dem Brexit-Votum aus Juni. Der Kurs fällt auch jetzt noch langsam weiter und liegt derzeit bei 1,2744. Es läuft alles auf einen relativ harten Schnitt hinaus zwischen EU und UK, maßgeblich verursacht durch Theresa May – erstaunlich, aber so ist es eben. Das schwächt tendenziell die britische Volkswirtschaft, und damit das Pfund, so sehen es die Devisenhändler.

Das ist soweit alles nachvollziehbar. Aber warum steigen dann die Aktien der britischen Konzerne? Im Zuge einer auf den ersten Blick merkwürdigen Logik geht es gerade durch den Pfund-Absturz aufwärts. Und das aus zwei Gründen: Erstens mag es irgendwo noch eine britische Industrie oder Mittelständler geben, die Waren exportieren. Für sie ist das schwache Pfund natürlich ein Segen, und ihre Kunden aus dem Ausland können deutlich günstiger britische Waren erwerben. Aber da im Großen und Ganzen die britische Exportwirtschaft abgeschafft wurde, zählt aktuell ein anderer Effekt. Viele der Konzerne, die im britischen Leitindex FTSE100 enthalten sind, machen große Teile ihrer Umsätze im Ausland.

Die Gewinne dieser Konzerne werden beim Zuführen Richtung Muttergesellschaft in Großbritannien von Euro, Dollar oder sonstigen Währungen ins Pfund umgetauscht. Durch dieses jetzt deutlich günstigere Pfund erwerben die Firmen beim Konvertieren deutlich mehr Pfund als bisher, somit gibt es deutlich steigende Pfund-Erträge aus den Auslands-Gewinnen. Das lässt Börsianer-Herzen höher schlagen. Das sieht man aktuell ganz konkret. Während das Pfund massiv verliert, legt in einer wunderschön klaren Korrelation der Leitindex FTSE100 zu. In zwei Schüben geht es voran. Den ersten gab es gestern zur Markteröffnung (Pfeile) nach den Kommentaren von Theresa May. Den zweiten dann heute im FTSE als Reaktion nach dem Pfund-Absturz unter die 1,28.

Wenn man nicht so sehr auf die Details schauen will, und sich nicht streiten will, ob UK nun exportiert oder nicht, kann man ganz vereinfacht sagen: Exporte rauf, Gewinne gut, alles gut, Aktien rauf! Zumindest für diesen Augenblick.

pfund-5
Das Pfund (orange) gegen den FTSE 100 (schwarz) seit Sonntag Abend.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    5. Oktober 2016 00:20 at 00:20

    Nö,

    man muss eines sagen.

    Brexit = Vertraunensverlust, des Pfundes, GB hat dann gar nix mehr zu sagen in Europa, die Parität zum EUR wäre dann nicht mehr unrealistisch. Finanzplatz-London usw , das wissen wir doch alle ? :D

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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