Folgen Sie uns

Konjunkturdaten

Fed-Beige Book: „Bescheidenes Wachstum“

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die US-Notenbank „Federal Reserve“ hat um 20 Uhr das sogenannte „Beige Book“ veröffentlicht, also eine Beschreibung der wirtschaftlichen Lage der USA, woraus man viele Rückschlüsse für die anstehende Zinsentscheidung am 17. September ziehen kann. Als Reaktion auf das Beige Book stieg der Dow in den letzten 45 Minuten gut 50 Punkte, nur um jetzt wieder 50 Punkte zu fallen. Nur im Öl tut sich was, WTI steigt seit 20 Uhr um mehr als 1 Dollar auf 46,22.

Schon im ersten Absatz fällt wohl die entscheidende Redewendung des Berichts „moderate Growth“, also „bescheidenes Wachstum“ der Wirtschaft. Die wirtschaftliche Einschätzung der regionalen Notenbanken in den USA fällt nicht einheitlich aus. Hier die Zusammenfassung der einzelnen Bereiche im Original:

Reports from the twelve Federal Reserve Districts indicate economic activity continued expanding across most regions and sectors during the reporting period from July to mid-August. Six Districts cited moderate growth while New York, Philadelphia, Atlanta, Kansas City, and Dallas reported modest increases in activity. The Cleveland District noted only slight growth since the last report. In most cases, these recent results represented a continuation of the overall pace reported in the July Beige Book. Respondents in most sectors across Districts expected growth to continue at its recent pace, but the Kansas City report cited more mixed expectations.
District reports on manufacturing activity were mostly positive, although among these, the Cleveland, St. Louis, Minneapolis, and Dallas Districts painted a somewhat mixed picture across manufacturing sectors. Only the New York and Kansas City Districts cited declines in manufacturing.

Retail contacts in a majority of Districts reported that their sales and revenues continued to expand. By contrast, the Cleveland and Minneapolis Districts cited flat consumer activity since the last report, Atlanta was mixed, and Dallas reported decreased sales year-over-year. Most Districts reported increased auto sales. Among Districts with information on tourism, activity was strong in most reports.

Demand for nonfinancial services, including staffing, generally expanded over the reporting period. Districts mentioning the transportation sector mostly noted activity increases. Districts reporting on the banking sector mostly tallied increases in both business and consumer loan volumes. Credit quality was reported to be improving in most Districts, while credit standards were generally said to be unchanged.

Reports on residential and commercial real estate markets across the Districts were mostly positive. Existing home sales and residential leasing widely improved, with home prices moving up in most areas. Commercial real estate activity also rose in most Districts; commercial construction activity ranged from strong in the Cleveland and Minneapolis Districts to up only slightly in Chicago, while commercial leasing was reported to have increased across the board.

Agricultural conditions were mixed across Districts. Farm contacts indicated that anticipated yields were up for corn and soybeans, but conditions deteriorated in the St. Louis and Kansas City Districts; drought was an ongoing concern in the San Francisco District and was also a factor in parts of the Atlanta and Minneapolis Districts. Districts reporting on the energy sector indicated that conditions were stable to declining; coal production was down in the Richmond and St. Louis Districts, while oil-related activity declined in the Cleveland, Atlanta, and Dallas Districts.

Most Districts reported modest to moderate growth in labor demand, although Boston, Cleveland, and Dallas cited only slight increases in hiring. This tightening of labor markets was said to be pushing wages up slightly in selected industries or occupations, especially in the New York, Cleveland, St. Louis, and San Francisco Districts. Across all Districts, input and selling prices were reported to be stable or up only slightly.



Hier das gesamte Beige Book.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Kurzarbeit sinkt langsamer – Industrie mit 19 Prozent immer noch stark betroffen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Arbeit in einem Metallbetrieb

Die Kurzarbeit in Deutschland geht zwar weiter zurück, aber nur noch sehr langsam. Das ifo-Institut liegt mit seinen Schätzungen die letzten Monate ziemlich gut, von daher kann man auch die heutigen Zahlen ernst nehmen. Laut ifo sinkt die Kurzarbeit im Oktober um 450.000 auf 3,3 Millionen betroffene Beschäftigte. Zuvor betrug der Rückgang rund eine Million Beschäftigte pro Monat. Damit seien nun noch 10 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 11 Prozent im September. Aber in der Industrie halte sich die Kurzarbeit laut ifo besonders hartnäckig mit einem Anteil von immer noch 19 Prozent oder 1,3 Millionen Menschen. Hier weitere interessante Detailaussagen von ifo im Wortlaut:

„Vor allem bei Metall, Elektro und Maschinenbau hat es praktisch keinen Rückgang gegeben. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sehen wir eine leichte Verbesserung auf schlechtem Niveau“, fügt Link hinzu. Die Metallbranche liegt mit 29 Prozent der Beschäftigten (330.000) ganz vorn, zusammen mit dem Maschinenbau mit ebenfalls 29 Prozent (320.000). Die Elektrobranche folgt mit 23 Prozent (185.000) vor dem Fahrzeugbau mit 21 Prozent (240.000).

Bei den Dienstleistern ist die Kurzarbeit nur von 12 auf 11 Prozent der Beschäftigten gesunken. Spitzenreiter ist hier weiterhin das Gastgewerbe mit 26 Prozent der Beschäftigten oder 290.000 Menschen. Aber auch bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie Zeitarbeit, Reisebüros und Reiseveranstalter sowie Messeveranstalter, sind es 17 Prozent oder 390.000 Menschen.

ifo Detaildaten zur Kurzarbeit im Oktober

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen etwas schwächer, Erwartung lässt nach

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; Oktober) ist mit 100,9 etwas schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 102,0; Vormonat war 101,8, nun auf , nach 101,3 nach unten revidiert). Das ist der größte Anstieg zum Vormonat seit dem Jahr 2003!

Die Erwartung liegt bei 98,4 (Vormonat war 104,0)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 104,6 (Vormonat war 98,5)

 

Leider die Seite des Conference Board wieder down, wie zuletzt so oft wenn die Daten frisch heraus kommen..

 

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: Aufträge langlebiger US-Wirtschaftsgüter stark

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; September) sind mit +1,9% besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +0,5%; Vormonat war +0,5%, nun jedoch auf +1,0% nach oben revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei +0,8% (Prognose war +0,4%; Vormonat war +0,6%, nun auf +1,0% nach oben revidiert).

Ohne Verteidigung liegen die Aufträge bei +1,0% (Vormonat war +2,1%)

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen