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Fed, FOMC und Draghi: Entscheidende Woche für EUR/USD?

Ein vollgepackter Wirtschaftskalender und die Aussicht auf reichlich Volatilität: Es ist Zeit sehr vorsichtig vorzugehen und sich nicht von der Dynamik emotional mitreißen zu lassen!

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Eine Analyse von forexhome.de

Ein vollgepackter Wirtschaftskalender und die Aussicht auf reichlich Volatilität: Was erwarte ich im EUR/USD vor Draghi, EZB und Fed? Natürlich kann ich meine Analyse nicht ohne den Blick auf den Tages- und Wochenchart anfertigen, doch insbesondere im H4-Chart bieten sich meiner Meinung nach schon einige interessante Möglichkeiten, um an den erwarteten Kursschwankungen zu partizipieren. Der Gedanke an eine weitere Talfahrt bleibt bestehen und dafür gibt es meiner Meinung nach genug Gründe. Es ist Zeit sehr vorsichtig vorzugehen und sich nicht von der Dynamik emotional mitreißen zu lassen.

EUR/USD vor Draghi, EZB usw.

Insbesondere in einem Währungspaar, das durch die wichtigsten Zentralbanken der entwickelten Industrienationen beeinflusst wird, kann ich mir eine Prognose ohne den Blick auf den stark übergeordneten Monatschart nicht mehr vorstellen. Abseits der vielen kurzfristigen Trades, halte ich langfristige Investments für sehr wichtig.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern!)

Besonders interessant erscheinen mir in diesem Zusammenhang die bearishen Aussichten im EUR/USD. Auf Basis der großen vermeintlichen Range zwischen März 2008 und Februar 2009 konnte ich für mich bereits ein Kursziel ermitteln, das bei rund 0.91260 den zuletzt überwundenen Widerstand vor der großen Rallye seit 2002 wiederspiegelt und einen Test darstellen sollte. Was Recht ist kommt wieder. Darüber hinaus habe ich noch ein zweites mögliches Kursziel ermittelt, das seinen Ursprung in der großen Dreiecksformation hat. Hier spielt auch das 189er Fibonacci Expansion Level eine tragende Rolle.

Heißt das nun, dass ich mich nur in Richtung Süden umschaue? Keineswegs. Die Ausbrüche und Kursziele habe ich definiert, doch es fehlen mir noch Retests. Bspw. an der Unterseite der beschriebenen Range bei rund 1.26750, was gleichzeitig einem Test des 61.8er Fibonacci Retracements der letzten großen Talfahrt darstellen sollte. Ich zweifel jedoch daran, dass an diesem Punkt bereits Schluss ist, denn das ehemalige Ausbruchsniveau der aufwärtsgerichteten Flagge bei ca. 1.35645 wartet evtl. auch noch auf seinen Test, nachdem das daraus ermittelte Kursziel im März 2015 erreicht worden war.


Bild: Monat 3

In Verbindung mit dem 89er Fibonacci Retracement und dem ehemals überwundenen, aber nicht gehaltenen, Widerstand bei ca. 1.35860 lässt sich höchstwahrscheinlich eine brisante Barriere einzeichnen. Gleichermaßen als Startpunkt der großen Talfahrt als auch zur Kurszielbestimmung etwaiger Long-Setups geeignet. Mit den beiden Hochs vom August und September dieses Jahres wurde allem Anschein nach das Kursziel der ersten kleinen Range erreicht, während die zweite, etwas größere Range mich in Richtung 61.8er Retracement führen sollte. Doch auch bei diesen beiden Seitwärtsphasen konnte ich noch keinen Retest feststellen, weshalb die Korrekturgefahr allgegenwärtig bleibt. Ich werde mich deshalb nicht in eine Kursrichtung festbeißen.


EUR/USD aktuell: Aktionismus ist fehl am Platz

Während einer EZB-Fed-Draghi-Yellen-FOMC-Woche läuft man schnell Gefahr sich zu verzetteln. Viele schöne schnelle Kursbewegungen, eine Menge Chancen und man es wäre doch ein Frevel sich nicht zu engagieren. Ich sehe das ganz anders und deshalb folgt nun meine Einschätzung für den Wochenchart. Anschließend arbeite ich mich weiter vor.

Ich kann zwei Punkte festlegen, an dem wichtige Impulse der EUR/USD-Rallye geliefert wurden. Zum einen der Retest des Fehlausbruchs unter die große Range im Februar und der Ausbruch über den horizontalen Widerstand bei rund 1.07800 sowie das 61.8er Fibonacci Expansion Level im April dieses Jahres. Im Rahmen des zuletzt genannten Ausbruchs kann ich noch keinen Retest feststellen. Wie der Zufall so will befindet sich knapp darunter das 89er Fibonacci Retracement der gesamten Rallye, ein Gap Close-Bereich und der mögliche Retest-Bereich aus dem Monatschart. Insgesamt fügen sich die einzelnen Retracements sehr gut ins Gesamtbild.

Hinzu kommt die momentane Schwäche respektive das Scheitern am 289/300.0er Expansion Level. Das aktuelle Chaos rund um das 23.6er Retracement respektive rund 1.17600 scheint kein Zufall zu sein, denn das sekundäre Kursziel der ehemaligen Range befindet sich hier. Das bisherige Jahreshoch wird höchstwahrscheinlich noch einmal eine tragende Rolle spielen. Als Oberseite einer Wochenbasierten Range, als Jahreshoch an sich oder als 89er Retracement der letzten kleinen Talfahrt. Auch im Tageschart werde ich dieses Level gleich wiedersehen. Nachdem die 50er Retracements und das 61.8er Retracement nicht überwunden werden konnten, gehe ich von einer Korrektur aus, die sich im Tages- und vor allem im H4-Chart durchaus traden lassen könnte.

EUR/USD Analyse Tageschart: Der Kreis

Im Tageschart bleibe ich weiterhin bei meiner Einschätzung, dass sich der Kurs momentan im charttechnischen Niemandsland befindet. Besonders wichtig erscheint mir ein Test der oberen Begrenzung bei rund 1.19773 und 1.20345 sowie ca. 1.20650.

Hier lassen sich das 89er Retracement, das beschriebene erste Kursziel aus dem Monatschart, das bisherige Jahreshoch und ein Gap Close-Bereich verbinden. Scheitern die Bullen an diesem Punkt, ergibt sich für mich, im Kontext eines nach meiner Definition nachhaltigen bearishen Ausbruchs aus der Daily-Range, eine extrem attraktive Positionierungsmöglichkeit und eine mittel- bis langfristiges Short-Engagement. Der positive Short-Swap würde das Setup abrunden.

Meine aktuellen Engagements

Mit meinem Forex Signal Service erfolgte jüngst eine Long-Positionierung, mit Ziel Oberseite Daily-Range. Das ist aktuell vielleicht etwas ambitioniert, aber man kann sich absichern. Vor allem das erwähnte Scheitern an den Fibo Retracements im Wochen- und Tageschart sowie die jüngsten bearishen Ausbrüche im H4-Chart, könnten weitere Korrekturen nach sich ziehen.
Mehr Infos zum Forex Signal Service hier:
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Zwei Kursbereiche rücken in den Fokus. Zum einen die Unterseite der zuletzt verlassenen vermeintlichen Range bei ca. 1.18460, was einem ehemaligen Widerstand im Tageschart und dem 55er Retracement der letzten Talfahrt entspricht. Zum anderen das 61.8er Retracement, was sich mit dem zuletzt durchbrochenen Support verbinden lässt, der noch nicht getestet wurde. Die möglichen ersten Ziele solch einer evtl. folgenden Korrektur habe ich für mich bereits definiert und im Screenshot visualisiert.

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Goldpreis steigt nach Yellen-Rede – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis reagiert recht merkwürdig auf die gestern Abend gehaltene Online-Rede der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem US-Kongress. Wir sprachen vorgestern vorab darüber, und was ihre möglichen Aussagen für den Goldpreis bedeuten könnten. Ein stärkerer US-Dollar würde den Goldpreis schwächen. Vorab waren Redeinhalte durchgesickert. Aber ob sie auch wirklich genau das sagen würde? Nun, es kam wie erwartet. Janet Yellen (hier alle wichtigen Redeinhalte) sagte ganz eindeutig, dass man nicht wie die Trump-Regierung einen niedrigen US-Dollar sehen möchte.

Nein, man überlässt es dem freien Devisenmarkt den fairen Wert für den US-Dollar zu finden, ohne jede verbale Beeinflussung. Trump hatte auf einen billigeren US-Dollar gedrungen, damit die US-Wirtschaft wettbewerbsfähiger wäre (damit wären US-Produkte im Ausland günstiger). Janet Yellen sprach gestern von einer stabile Währung, deren Preis von den Marktkräften bestimmt werden solle. Man strebe keinen schwächeren US-Dollar an. Es sei inakzeptabel absichtlich schwächere Wechselkurse anzuvisieren um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, so Yellen. Und der Goldpreis, wie reagierte der auf diese Worte?

Warum steigt der Goldpreis nach der Yellen-Rede?

Nun, ihre Worte bringen ganz eindeutig Phantasie für einen höheren US-Dollar. Dann würde der Goldpreis fallen. Aber das Gegenteil passiert seit gestern Abend. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) fiel von 90,50 auf aktuell 90,27 Indexpunkte. Der Goldpreis steigt seit gestern Abend von 1.840 auf aktuell 1.855 Dollar. Damit zeigt er Stärke, als klassische negative Korrelation zum US-Dollar.

Nun, offenbar geht der Markt kurzfristig vor nach dem Motto „Sell on good news“? Der US-Dollar war die letzten Tage vor der Yellen-Rede gestiegen (in Erwartung genau dieser Aussagen), und jetzt kam die Yellen-Rede exakt wie erwartet auf den Tisch. Also, erstmal Gewinne im Dollar machen, und der Goldpreis kann steigen? Auch kann man den aktuellen Anstieg im Gold erklären mit anderen gestrigen Aussagen von Janet Yellen. Ebenfalls wie erwartet will sie nun erstmal jede Menge neue Schulden machen um US-Bürger und Wirtschaft zu stützen in dieser Krise. Das ist tendenziell positiv für Gold. Aber, als Frage formuliert: Kommt der Drang hin zu einem stärkeren US-Dollar bald wieder zum Vorschein, und Gold schwächelt doch? Vorsicht ist also geboten im restlichen Verlauf dieser Woche.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar
Im Chart sehen wir seit gestern früh den steigenden Goldpreis in rot-grün gegen den fallenden US-Dollar.

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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