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Fed: Keine Zinsanhebung morgen? Zwei Großbanken sagen: doch!

Alle sagen: die Fed wird die Füsse still halten morgen! Alle? Nein, zwei Großbanken und gleichzeitige primary dealer mit der Fed sagen: sie werden es doch machen!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Glaubt man den Märkten, glaubt man insbesondere den Fed Fund Futures, wird die Fed die Zinsen nicht anheben. Das ist so ziemlich Konsens. Aber da gibt es dennoch zwei Großbanken, die sagen: doch, sie werden es morgen tun!

Und diese Banken sind Barclays und BNP Paribas – die als sogenannte „primary dealer“ neben 21 anderen mit der Fed Anleihekäufe abwickeln. Dass die beiden Banken sich gegen den Markt-Konsens stellen, ist alles andere als selbstverständlich: erstmals seit genau einem Jahr hat sich damit mehr als ein primary dealer gegen die Markt-Erwartung gestellt.

Nach den eher schwachen US-Arbeitsmarkdaten aus dem August, vor allem aber seit den extrem schwachen ISM-Indizes hat sich der Markt von der Erwartung einer Zinsanhebung weitgehend verabschiedet: preisten die Fed Fund Futures noch Ende August eine 40%-Wahrscheinlichkeit für einen Schritt im September ein, so liegt die Quote derzeit bei nur noch 20%. Und sie lag kürzlich sogar noch tiefer – aber dann kamen Ende letzter Woche die US-Verbraucherpreise, die in der Kernrate einen Anstieg von 2,3% zum Vorjahresmonat zeigten (der größte Anstieg seit dem Jahr 2008), und erhöhten die von den Futures eingepreiste Wahrscheinlichkeit wieder leicht.

Und so verweisen die beiden Großbanken denn auch auf den übergeordneten Trend vor allem am US-Arbeitsmarkt, der zeige, dass die Situation sich stark verbessert habe. Man kann diese Einschätzung teilen oder auch nicht: jedenfalls glauben Analysten der beiden Banken daran, dass sich die amerikanische Notenbak am übergeordneten Trend seit Januar orientiere und daher die jüngsten Rückschläge nicht überbewerte.

Dabei ist sich vor allem Barclays seiner Außenseiter-Position am Markt durchaus bewußt. Man sei nicht „verrückt“, gehe aber davon aus, dass Janet Yellen und Fed-Vize Fischer bei dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole eigentlich den Märkten klar signalisiert hatten, dass eine Zinsanhebung bevorstehe. Daher habe man das erste Mal seit der letzten Zinsanhebung im Dezember des Vorjahres nun die Erwartung, dass die Fed jetzt die Zinsen anheben werde. Jetzt sei der optimale Zeitpunkt die Geldpolitik zu normalisieren, und die Fed werde diese Gelegenheit angesichts der Schwierigkeiten im Umfeld der US-Wahl nun ergreifen, so Barclays.

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Fed-Chefin Janet Yellen
Foto: Federal Reserve

Und BNP Paribas hatte zuvor die Chance auf eine Zinsanhebung überhaupt nicht gesehen – nun aber habe sich gezeigt, dass die Märkte den Brexit gut weggesteckt hätten, auch der Trend am US-Arbeitsmarkt stimme.

Beide Banken aber sagen: das wird eine enge Kiste, unsere Prognose muß nicht funktionieren! Was aber dafür spreche sei auch die Tatsache, dass die Fed jedesmal auf Markt-Schocks wie den China-Crash oder den Brexit reagiert habe zuletzt- während diesmal eigentlich kein Gegenwind vorhanden sei.

Alle anderen Banken aber sagen im Grunde unisono: die Fed wird die Zinsen jetzt nicht anheben, dafür aber die Märkte auf einen Zinsschritt im Dezember einstimmen. Wir werden sehen, wer Recht hat!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    sascha

    20. September 2016 13:29 at 13:29

    ja, egal was sie machen… 0.02 oder 0,05 % , wem stört dies….alles gezockte der Großen ….mal sehen , vielleicht explodiert mal wieder was an der Börse und Billionen werden verschlungen… dann geht alles von vorne los…wie im Juli :-)

  2. Avatar

    Harry Pasiak

    20. September 2016 14:07 at 14:07

    Ich glaube auch an eine Zinsanhebung morgen… Dies habe ich auch gestern schon in einem anderen Forum begründet.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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