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Fed lässt Leitzins unverändert

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Soeben hat die Fed ihren Entschluß mitgeteilt, die Zinsen unverändert zu belassen!

– Unsicherheiten haben zugenommen

– Fed läßt Wort „patient“ weg

– Bullard wollte Zinsen senken

– Dot plots gesenkt – Fed erwartet unveränderte Zinsen für 2019

– werden die Entwicklung sorgfältig beobachten

– der Vergleich zum letzten Statement:

FMW: die Fed läßt sich alle Türen offen, die Fed-Mitglieder sind gespalten. Nun wird entscheidend sein, ob Powell bei der Pressekonferenz in Sachen Inflation das Wort „transitory“ fallen läßt, also seine bisherige Aussage revidiert, wonach die Inflation nur vorübergehend niedriger sei. Sollte Powell das machen, wäre das ein Hinweis auf eine Juli-Zinssenkung!


Hier das FOMC-Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in May indicates that the labor market remains strong and that economic activity is rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although growth of household spending appears to have picked up from earlier in the year, indicators of business fixed investment have been soft. On a 12-month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation have declined; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. In support of these goals, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 2-1/4 to 2-1/2 percent. The Committee continues to view sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective as the most likely outcomes, but uncertainties about this outlook have increased. In light of these uncertainties and muted inflation pressures, the Committee will closely monitor the implications of incoming information for the economic outlook and will act as appropriate to sustain the expansion, with a strong labor market and inflation near its symmetric 2 percent objective.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren. Voting against the action was James Bullard, who preferred at this meeting to lower the target range for the federal funds rate by 25 basis points.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leftutti

    19. Juni 2019 20:56 at 20:56

    Der beste Satz des Tages: Bullard wollte Zinsen senken 🙂 D)

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Aktienmärkte: Wie endet das Jahr 2019?

Über die psychologische Lage der Investoren vor den letzten Handelstagen der Aktienmärkte im Jahr 2019

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Es sind nur noch gut ein Dutzend Handelstage für die Aktienmärkte in diesem Börsenjahr – in den letzten Wochen stockte die Jahresendrally, aber wird es im Dezember noch zum Abverkauf der großen Jahresgewinne kommen?

 

2019 – ein bisher großes Börsenjahr für die Aktienmärkte

Wer hätte das zu Jahresanfang gedacht? Nach einem Jahresstart von 10477 Punkten beim Dax und 2476 Punkten beim S&P 500 liegen beide Indizes mit circa 25 Prozent im Plus. Obwohl es mit den Gewinnen im ganzen Jahr permanent nach unten ging und es eine Schere zwischen den Aktienkursen und den gemeldeten Gewinnen gibt, die sich schon gewaltig geöffnet hat.

Zu den Ursachen für diese Rally braucht man an dieser Stelle nicht mehr viel zu erwähnen, es war der monetäre Faktor, also eine Flut von über 100 Zinssenkungen weltweit, die die Rentenmärkte immer unattraktiver als Konkurrenzanlage für die Aktien gemacht haben. Dazu kommt in den USA die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms in einem Volumen von bisher mindestens 600 Milliarden Dollar. Weitgehend ignoriert haben die Aktienmärkte dagegen die Fakten im Handelsstreit, denn im Verlauf des Jahres wurden die Zölle und Gegenzölle doch andauernd weiter gesteigert – und nicht etwa gesenkt!

Aber die Börse handelt die Zukunft, die jetzigen Aktienkurse sollen das Niveau der Wirtschaftslage des Frühsommers 2020 reflektieren – und da eskomptiert man ein moderates Wachstum, gepaart mit niedrigen, vielleicht noch niedrigeren Zinsen als heute sowie zusätzlich weltweite fiskalische Stimuli – sogar in Deutschland.

Für den weltgrößten Index (S&P 500) ist das bisherige Jahr das achtbeste seit 1957, also seit dem Jahr, seit es den Index in seiner Ausweitung auf 500 Titel gibt.

Für den Dax wäre es das fünftbeste seit dem Jahr 2000, im aktuellen Zyklus seit der Finanzkrise lag nur das Jahr 2012 mit 29 Prozent deutlich besser.

Stellt sich natürlich die Frage: Wird man das Niveau angesichts der noch zu erwartenden Ereignisse bis zum Jahresende halten können?

 

Das psychologische Momentum

Dax und Dow haben erst vor knapp zwei Wochen ihre Jahreshöchststände erreicht, seither geht es eigentlich nur seitwärts, für den Dax genau genommen bereits seit einem Monat. Man verdaut den Riesenanstieg, bei dem im Dax 2000 Punkte seit dem 14. August aufgelaufen sind. Derzeit hält man sich offenkundig wegen der starken Überkauftheit der Aktienmärrkte zurück, will aber auch nicht verkaufen. Sentimentexperte Joachim Goldberg hat dies in den letzten Wochen immer wieder schön beschrieben: Beim Dax-Stand unter 13000 werden immer wieder Käufer in den Markt gelockt, die in diesem Jahr nicht richtig dabei waren – neudeutsch also die „Fear of missing out“. Psychologisch eine immer wiederkehrende Situation, aber angesichts des grandiosen Börsenjahres besonders ausgeprägt:

  • Wer schon länger im Markt ist, hat Angst es könnte eine Korrektur geben und seine Gewinne abschmelzen.
  • Wer aus dem Markt heraus ist, spürt die Angst, er könnte weiterlaufen in Form der sehr häufigen Jahresendrally und man ist selbst nicht dabei.

Wenn man aber gerade erst in den letzten Wochen eingestiegen ist, mit der Hoffnung diese Position zumindest bis zum Jahresende halten zu können, macht einen das Minus an den folgenden Tagen doch nervös und man fragt sich, ob man nicht doch wieder aussteigen sollte.

Ist man ausgestiegen – zum Beispiel wegen der Negativschlagzeilen im Handelskonflikt – hat man bei positiven Meldungen über eine kleine Lösung im Zollstreit „the Deal is so close“, wieder Angst, es könnte genau jetzt drehen und das Investment weglaufen.

Dies sind nur eine Reihe von Empfindungen, die so manchem bekannt sein dürften, die aber derzeit zu einem Patt geführt haben. Die Märkte pendeln bisher um ein gewisses Niveau, in einer insbesondere für den Dax geringen Handelsspanne.

Nicht vergessen sollte man auch das überragenden Interesse der Bonusempfänger am Zustandekommen eines positiven Jahresabschlusses. Zudem: In dem immer stärker werdenden Wettstreit zwischen den passiven Indexfonds ETFs und den aktiven Fonds haben die Erstgenannten wieder einen großen Vorsprung erarbeitet. Soll man jetzt aussteigen, Gefahr laufend, dass es dann vielleicht doch noch in einer Santa Claus-Rally weiter nach oben geht?

In nächster Zeit könnte es doch noch einmal spannend werden.

 

Aktienmärkte: US-Arbeitsmarktdaten und die Deadline 15. Dezember

Bereits am heutigen Tag kommen mit den neuesten Daten zum US-Arbeitsmarkt die wohl relevantesten Daten zur US-Wirtschaft. Nicht nur, weil diese für die Federal Reserve eine entscheidende Größe darstellen, die sogar ihren gesetzlichen Auftrag definieren (nämlich für ein stabiles Wachstum der Beschäftigung zu sorgen), sondern weil der Arbeitsmarkt eine zentrale Bedeutung in der 70 Prozent-US-Konsumökonomie innehat.

Die Beschäftigungssituation ist dabei mehr denn je entscheidend für die hoch verschuldeten Verbraucher. Ein Abbau von Arbeitsplätzen würde sich sehr rasch auf die Konjunktur auswirken und noch „rascher“ auf die Aktienmärkte.

Nach den schwachen Daten des privaten Arbeitsvermittlers ADP am vergangenen Mittwoch hat man ein bisschen Sorge vor den Daten heute um 14:30 Uhr. Auf der anderen Seite muss man aber das Argument anführen, dass die Fed bei einer Abschwächung des Arbeitsmarktes bei gleichzeitig niedriger Inflation „ammunition“ (Munition) für weitere Zinsschritte bekäme. Sehr zum Wohlwollen von Präsident Trump.

Über die Bedeutung des Datums 15. Dezembers wurde hier schon x-fach berichtet. Sollte es tatsächlich zu den Zöllen in Höhe von 156 Milliarden Dollar auf US-Gebrauchsgüter kommen – inklusive der milliardenschweren iPhone-Einfuhren – könnten dies die Aktienmärkte nicht ignorieren. Man hat dies schlichtweg nicht eingepreist – und ein zweiter Effekt wäre sogar noch dramatischer: Den vielen Unternehmenschefs auf dieser Welt würde klar werden, dass es mit dem Handelskrieg weiter geht, ungeachtet der Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und möglicher rezessiver Tendenzen. Und dies wäre die eigentlich schlechte Nachricht.

 

Fazit

Wie bereits schon erwähnt, müsste das Börsenjahr eigentlich mit einem hohen Stand der Indizes enden. Gerade beim Dax existiert eine sehr signifikante Korrelation zwischen der Entwicklung der Kurse in den ersten neun Monaten und dem Schlussquartal. Zumindest seit seinem Start im Jahr 1988 war mit einer Trefferquote von 94 Prozent dann auch das vierte Quartal positiv, eine hohe Signifikanz gibt es auch für die US-Indizes. Aber das Kursschiff muss noch einige Klippen umschiffen, außerdem haben wir einen Unsicherheitsfaktor, den keine Statistik abbilden kann: Donald Trump!

Starten die Aktienmärkte jetzt die Weihnachtsrally?

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US-Arbeitsmarkt: großer Test für die Bullen! Videoausblick

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Heute kommt mit den Daten vom US-Arbeitsmarkt ein großer Test für die Erzählung der Bullen: die Konjunktur werde sich stark erholen, daher würden die Gewinne der Unternehmen nach drei Quartalsrückgängen wieder anziehen – weshalb die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten gerechtfertigt seien. Die Erwartungen an die heutigen Zahlen sind hoch (180.000), und das obwohl einige Indikatoren (ADP Arbeitsmarktbericht, ISM Indizes) auf eher schwache Daten hindeuten. Im Fokus heute auch die zweite Erzählung der Bullen: die Erwartung eines zeitnahen Handelsdeals zwischen den USA und China. Offenkundig fordert Trump, dass Peking sich auf die geforderten Volumina (40-50 Milliarden Dollar pro Jahr) festlegt – nur dann sei er bereit, bestehende Zölle rückabzuwicklen..

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Finanznews

Aktienmärkte: Mythos und Realität! Marktgeflüster (Video)

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Nach anfänglichen Gewinnen sind die Aktienmärkte unter dünnsten Volumina wieder leicht ernüchtert – und bald dürften wegweisende Entscheidungen fallen, die die drei dominierenden Narrative der Aktienmärkte auf den Prüfstand stellen werden: erstens die Annahme, dass am 15.Dezember Trump die Strafzölle gegen China nicht einführen wird (aber heute hat Peking Sanktionen gegen US-Diplomaten erlassen). Zweitens, dass die globale Konjunktur sich deutlich erholen wird (aber heute wieder schwache Daten aus Deutschland und der Eurozone; morgen wichtig die US-Arbeitsmarktdaten nach den gestern schwachen US-Konjunkturdaten). Und drittens der Glaube an den ewig währenden Fed-Put, also das Sicherheitsneetz der US-Notenbank unter den Aktienmärkten (nächste Woche Fed-Sitzung)..

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