Folgen Sie uns

Devisen

Fed-Mitglied Brainard: Einige Anzeichen für Blasen an den Märkten, stellt weitere Zinsenanhebungen in Frage

Lael Brainard, Mitglied des Federal Reserve’s Board of Governors, soeben mit sehr bemerkenswerten Aussagen! Hier die wichtigsten Punkte..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Lael Brainard, Mitglied des Federal Reserve’s Board of Governors, soeben mit sehr bemerkenswerten Aussagen! Brainard hatte schon häufiger Thesen formuliert, die wenig später Yellen dann übernommen hatte. Hier die wichtigsten Punkte:

– es gibt einige Anzeichen für eine gefährliche Asset-Blase

– sollten Bilanzsumme bald zu reduzieren beginnen

– bin in Sorge über zuletzt schwache Inflationsdaten

– sollten vorsichtig sein gegenüber weiteren Zinsanhebungen angesichts zu geringer Inflation

– Fed sollte klar machen, dass die Inflation „modestly above target for a time“ steigen könne

– Inflation deutlich („well short“ ) unter Zielwert der Notenbank

– sollten Inflation genau beobachten und erst wenn klar sei, dass die Inflation anziehe die Zinsen anheben

Hier können Sie die Rede Brainards im Wortlaut lesen..


Fed-Mitglied seit 2014: Lael Brainard
Foto: Federal Reserve

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    5. September 2017 14:40 at 14:40

    Wie kann man vor Blasen warnen und gleichzeitig ihr selber mehr Luft zufügen indem man spätere zinsanhebungen in Aussicht stellt ?!?!?!

    • Avatar

      Feldmaen

      5. September 2017 15:17 at 15:17

      Das zeigt doch nur in welcher Zwickmühle die FED und andere Notenbanken stecken!

    • Avatar

      Gerd

      5. September 2017 15:40 at 15:40

      „(sie wäre) in Sorge über zuletzt schwache Inflationsdaten“
      Macht ihr anscheinend mehr Sorge als die anschwellende Blase.

      Also nix gegen relativ gutaussehende Frauen, auch nicht in irgendwelchen Ämtern, aber…………….. na, das schluck ich jetzt runter.

      • Avatar

        Masud79

        5. September 2017 16:42 at 16:42

        Aber sehr sehr relativ

        • Avatar

          Gerd

          5. September 2017 16:56 at 16:56

          Also sagen wir mal das Aussehen von Kopf und Mund im Vergleich zu dem, was aus denselben fürn Blödsinn rauskommt.

  2. Avatar

    Murat Dundar

    5. September 2017 15:19 at 15:19

    und was würde passieren wenn die zinsen nicht angehoben werden aber die bilanzsumme reduziert wird. wie sollte / müsste der dollar reagieren. short oder buy kann mir das jemand mal erläutern.
    vg

    • Avatar

      Gerd

      5. September 2017 16:13 at 16:13

      Diese Maßnahme separat betrachtet reduziert die Dollar auf der Welt.
      (Sie gibt Anleihen ab/verkauft Anleihen und kriegt dafür Dollar, die sie – das Gegenteil von Gelddrucken – einstampft)

      Und wenn es weniger Dollar gibt, heißt das – bei Außerachtlassung aller sonstigen Einflussfaktoren – dass der Kurs steigt.

  3. Avatar

    Altbär

    5. September 2017 15:28 at 15:28

    Es ist erstaunlich, die Leute,die in der Meinung die Wirtschaft anzukurbeln,bewusst die Kurse hochgetrieben haben sehen jetzt plötzlich eine GEFÄHRLICHE ASSET-BLASE, das grössere Problem ist nämlich wie der renommierte Albert Edwards geschrieben hat ,
    -Die Wirtschaft läuft nicht wie gewünscht
    -Die Schulden haben sich stark erhöht
    -Das Pulver ist verschossen u.bei einer eventuellen Rezession würde es nochmals einen verstärkten Abwertungswettlauf geben ,bei den Aktien würde er starke Einbrüche sehen !

  4. Avatar

    Beobachter

    5. September 2017 15:39 at 15:39

    Diesen Blasenalarm haben wir schon mehrmals gehört, die Profite der Geldflut sind verkonsumiert,die Nebenwirkungen werden noch lange anhalten.

  5. Avatar

    Altbär

    5. September 2017 15:58 at 15:58

    Wenn die gute Frau ein Blasenproblem hat soll sie zum Frauenarzt,ich mag ihr Nichts schlechtes gönnen, aber ich freue mich erst wenn die Blase platzt.

  6. Avatar

    Marko

    5. September 2017 16:30 at 16:30

    Die Blase an den Aktienmärten ??? Ernsthaft ?

    Der Markt wartet auf die Reaktionen der EZB in ihrem 500 Millionen-Tower, mehr nicht.

    Lehman ! Die Blase an den Anleihenmärkten ? :D

  7. Avatar

    leo

    5. September 2017 18:25 at 18:25

    Sie hat Angst vor der steigenden Inflation. Erst dann sollte man
    nach ihrer Meinung die Zinsen anheben um die Wirtschaft nicht
    abzuwürgen. Die Inflation kann aber auch ganz einfach über die Energiepreise
    kommen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen