Fed-Chef Jerome Powell hat aktuell eine Rede zur Lage der US-Konjunktur begonnen. Hier dazu das LIVE-Video. Der Redetext ist um 18:35 Uhr veröffentlicht worden. Hier die wichtigsten Aussagen.
Gespräch ist beendet.
Powell: Fed will nicht zu früh zu stark Zinsen senken wegen diesen möglicherweise anstehenden Preisschüben.
Powell geht davon aus, dass die Weiterreichung der Zölle an die Verbraucher einmalig von Ende 2025 in das nächste Jahr hinein stattfinden wird.
Frage nach Zöllen: Powell erläutert, dass die Verbraucher in den USA die Zölle zahlen. Aber noch hätten Importeure und Einzelhändler nur einen kleinen Teil an die Endkunden weitergegeben. Die Weiterreichung der Zölle an die Verbraucher hätte später und geringer stattgefunden, als die Fed dachte.
Powell: Niemand weiß derzeit wie KI den Arbeitsmarkt beeinflusst. Einige Jobs gehen, andere kommen neu dazu.
Ist KI die am meisten disruptive Kraft im modernen Amerika? Powell: Es ist zu früh dazu etwas zu sagen. Oftmals wecken diese neuen Technologien die Befürchtung, dass Arbeitsplätze verloren gehen könnten, aber „im Laufe der Geschichte hat sich gezeigt, dass sie in der Regel nur die Produktivität steigern und neue Arbeitsplätze schaffen, die die alten ersetzen“.
Powell: Es ist nicht die Zeit für erhöhte Risiken für die Finanzstabilität.
Powell sagt, dass die meisten Regionen derzeit über ein ähnliches wirtschaftliches Bild berichten. Es gibt ein moderates Wachstum, eine gewisse Lohn- und Preisinflation und erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der öffentlichen Politik. Diese Unsicherheit belastet Entscheidungen über Investitionen und Einstellungen, mit Ausnahme von KI.
Powell beantwortet jetzt Fragen.
Einordnung FMW: Keine Signale von Powell, ob es im Oktober die nächste Zinssenkung geben soll.
Powell: Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Inflation bleibt hoch.
Powell: Die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung haben zugenommen.
Powell: „Einmalige” Preiserhöhungen sind über mehrere Quartale hinweg wahrscheinlich.
Fed-Chef Powell bekräftigt, dass es keinen risikofreien politischen Kurs gibt.
Powell: Die jüngsten Preissteigerungen spiegeln weitgehend die Zölle wider.
Powell: Die Auswirkungen der Zölle dürften zu einer einmaligen Preisverschiebung führen.
Powell: Wir werden dafür sorgen, dass die Zölle nicht zu einer anhaltenden Inflation führen.
Powell: Die Kerninflation des privaten Konsums (PCE) im August wird voraussichtlich um 2,9 % steigen, angetrieben durch Waren.
Powell: Die Einstellung von Arbeitskräften liegt unter dem Break-even-Punkt, aber andere Beschäftigungsindikatoren sind stabil.
Powell: Die langfristigen Inflationserwartungen entsprechen dem Zielwert von 2 %.
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