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Fed-Signale befeuern Goldpreis: Wieder nahe 4.200 Dollar

Fed-Signale befeuern Goldpreis: Wieder nahe 4.200 Dollar
1kg-Goldbarren. Foto: Matt Jelonek/Bloomberg

Der Goldpreis setzt seinen Höhenflug fort – befeuert von der Erwartung, dass die Fed die Zinsen weiter senken wird. Während die Märkte auf jedes Signal aus Washington achten, hat Gold 2025 bereits fast jeden Monat zugelegt und nähert sich erneut historischen Rekordmarken.

Fed-Hoffnung treibt den Goldpreis

Aufgrund erhöhter Erwartungen hinsichtlich einer weiteren Zinssenkung in den USA ist Gold auf dem Weg zum vierten Monatsgewinn in Folge. Silber stieg auf einen Dollar unter seinem Rekordhoch.

Am Freitag kletterte der Goldpreis bis auf 4.193 US-Dollar pro Unze, was einem Wochenanstieg von fast 5 % entspricht. Wie Bloomberg berichtet, haben eine Reihe von Kommentaren von Vertretern der US-Notenbank Fed sowie die Veröffentlichung verspäteter Wirtschaftsdaten die Argumente für niedrigere Kreditkosten gestützt, von denen Gold in der Regel profitiert, da es keine Zinsen abwirft. Swap-Händler preisen eine Wahrscheinlichkeit von fast 85 % für eine Senkung um einen Viertelpunkt im Dezember ein.

Die Händler werden jeden noch so kleinen Hinweis auf die nächste Zinsentscheidung auswerten, bevor die Fed ab Samstag in eine Kommunikationspause bis zur nächsten Sitzung am 10. Dezember geht. Ein rekordverdächtiger Shutdown der Regierung hat wichtige Daten verzögert und einige Statistiken werden überhaupt nicht veröffentlicht. Das macht es für die Fed und die Anleger schwierig, die Lage der größten Volkswirtschaft der Welt einzuschätzen. Die Notenbanker müssen zum Teil im Blindflug agieren, wenn sie erneut über die Zinsen entscheiden.

Gold auf Rekordkurs 2025

Der Goldpreis ist in diesem Jahr fast jeden Monat angestiegen und ist auf dem besten Weg, die beste Jahresperformance seit 1979 zu erzielen.

Gold hat 2025 fast jeden Monat zugelegt

Erhöhte Käufe der Zentralbanken sowie robuste nichtstaatliche Zuflüsse in börsengehandelte Gold-ETFs haben den Anstieg des Edelmetalls auf einen Rekordwert von 4.381 USD im letzten Monat unterstützt. Im Rahmen des sogenannten Debasement Trades verlagerten Investoren ihre Mittel verstärkt in alternative Anlagen und zogen sich zugleich weiter aus Staatsanleihen und Währungen zurück. Vor diesem Hintergrund zeigt sich ein Analyst von Goldman Sachs erneut optimistisch und erwartet, dass der Goldpreis im kommenden Jahr auf bis zu 4.900 US-Dollar steigen könnte.

Seit seinem Rückgang vom Höchststand hat sich das Edelmetall in diesem Monat über dem Niveau von 4.000 US-Dollar pro Unze konsolidiert. Laut Berechnungen von Bloomberg waren die Zuflüsse in goldgedeckte ETFs in den letzten vier Wochen unverändert.

Silber stieg um bis zu 1 % und näherte sich damit dem im letzten Monat aufgestellten Rekord. Der Preisanstieg wurde durch die anhaltende Versorgungsknappheit, Zuflüsse in ETFs sowie die Aussicht auf Zinssenkungen unterstützt.

Gold legte um 0,8 % zu und kostete um 6:58 Uhr in London 4.187,17 USD pro Unze. Der Bloomberg Dollar Spot Index blieb unverändert. Platin legte leicht zu, nachdem es am Donnerstag um 1,6 % gestiegen war. Neue Terminkontrakte in China stützten die Nachfrage. Palladium stieg ebenfalls.

FMW/Bloomberg



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2 Kommentare

  1. Gold verleihen bringt schon 2 bis 3 % Zinsen im Jahr.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. SchlechterTippmut-Fan

      Für Wohnungen verleihen bekommt man auch Zinsen.Mein Auto kann ich auch vermieten. Bei Aktien geht es auch, bei stark nachgefragten Aktien habe ich schon über 10% erreicht, wovon der Broker in der Regel 50% nimmt. Auch bei Gold nimmt der Vermittler im Schnitt ca. 20% Provision vom Zins.

      WARNHINWEIS: Bei Verleih und Insolvenz des Entleihers kann es zum Totalverlust kommen!

      Insofern ist der Tipp von Helmut sehr mit Vorsicht zu geniessen und ziemliche Augenwischerei sowie der Versuch Gold schöner zu reden als andere Assets.

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