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Trump mit "kreativen" Zahlen und irrtümlichen Zuständigkeiten FED-Skanadal – was Jerome Powell mit explodierenden Baukosten zu tun hat

Donald Trump gibt Fed-Chef Jerome Powell die Schuld an explodierenden Baukosten bei der Renovierung der US-Notenbank – doch die Fakten sprechen eine andere Sprache.

ChatGPT
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Die Renovierung des US-Hauptsitzes der US-Notenbank Federal Reserve (FED) in Washington D.C. hat Kontroversen ausgelöst und mutiert gerade zum FED-Skandal. Präsident Donald Trump wirft dem Fed-Vorsitzendem Jerome Powell persönliches Fehlverhalten vor. Die Baukosten seien außer Kontrolle geraten und Powell hätte tatenlos zugeschaut. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter diesen Behauptungen, und wer ist wirklich für die explodierenden Kosten der Renovierung des repräsentativen Hochsicherheitsgebäudes verantwortlich?

FED-Skandal – was wirft Trump Powell vor?

Donald Trump, der öffentliche Konfrontationen gegen den Chef der US-Notenbank regelmäßig schürt, startete kürzlich einen heftigen Angriff gegen Jerome Powell. Er behauptete, die Renovierung des Federal Reserve-Hauptquartiers in Washington sei „ein unerhörtes Fass ohne Boden“ und „eine direkte Folge von Powells Inkompetenz“. Trump wirft dem Fed-Chef vor, öffentliche Gelder veruntreut und ein „einfaches Modernisierungsprojekt“ in einen FED-Skandal mit einem Schaden in Milliardenhöhe an US-Steuergeldern verwandelt zu haben.

Der Kern von Trumps Vorwurf übersieht jedoch eine wichtige Tatsache: Die Federal Reserve ist zwar eine wichtige Finanzinstitution, steht aber bei Bauprojekten nicht direkt unter der persönlichen Leitung ihres Vorsitzenden. Powells Hauptmandat ist die Geldpolitik, nicht die architektonische Planung oder Bauaufsicht. Trumps Äußerungen mögen bei seiner politischen Basis Anklang finden, doch Experten bezweifeln, ob diese Behauptungen juristisch haltbar sind oder nur dazu dienen, Schlagzeilen gegen seinen Intimfeind Powell zu produzieren.

Wer ist für die explodierenden Baukosten verantwortlich?

Das Renovierungsprojekt des historischen Marriner S. Eccles Building, dem Hauptsitz der Federal Reserve, fällt in den Zuständigkeitsbereich der Fed-Verwaltung und nicht in die Zuständigkeit von Jerome Powell persönlich. Entscheidungen über Auftragnehmer, Design-Aktualisierungen, Baustoffe, Ausschreibungen und Sicherheitsmaßnahmen werden gemeinsam von den ernannten Projektmanagern, den Bundesbaubehörden und den lokalen Aufsichtsgremien getroffen.

Darüber hinaus ist der Hauptsitz ein Hochsicherheitsgebäude, das den neuesten gesetzlichen Technologie- und Sicherheitsstandards entsprechen muss, was automatisch zu höheren Kosten führte. Sicherheitsüberprüfungen, verstärkte Strukturen gegen potenzielle Terroranschläge und umweltfreundliche Baumaßnahmen sind alles Faktoren, die dieses Projekt deutlich von einer herkömmlichen Bürorenovierung unterscheiden. Powells Aufgabe besteht in erster Linie darin, Budgets zu genehmigen und die Finanzaufsicht auf Vorstandsebene sicherzustellen – nicht jedoch darin, Baumaterialpreise oder Arbeitsverträge auszuhandeln.

Neben der FED liegt die Bauaufsicht bei der National Capital Planning Commission (NCPC). Die NCPC ist die zentrale Planungsbehörde der US-Regierung für Projekte in der Hauptstadtregion und hat das Renovierungsvorhaben genehmigt und überwacht dessen Umsetzung. Darüber hinaus sind auch die Comission on Fine Arts (CFA) sowie das National Park Service & Historical Prevention Office zuständig.

Keine persönliche Entscheidung oder Vorteilnahme Powells

Jerome Powell ist zwar der Vorsitzende der US-Notenbank (FED), trägt gleichwohl keine direkte Alleinverantwortung für die Renovierungskosten eines Notenbankgebäudes wie das der Federal Reserve in Washington und er entscheidet auch nicht persönlich über solche Bauvorhaben.

Jerome Powell als Vorsitzender des Board of Governors in Washington D.C. hat keine operative Entscheidungsgewalt über solche Bauprojekte, es sei denn, es handelt sich um übergeordnete, systemweite Entscheidungen (z. B. geldpolitische Maßnahmen oder überregionale regulatorische Standards).

Größere Bauprojekte wie im Fall des FED-Hauptquartiers in Washington, D. C. müssen vom Board of Governors genehmigt werden, aber das ist ein formaler Genehmigungsprozess, nicht eine persönliche Entscheidung des Vorsitzenden Jerome Powell.

Ein Fehlverhalten im Sinne von Korruption oder Prunksucht sind dem 72 Jahre alten FED-Chef Powell ebenfalls nicht nachweisbar, zumal seine Amtszeit formal bereits am 25. Mai 2026 endet. Die bereits im Jahr 2022 begonnenen Umbauarbeiten am FED-Hauptquartier werden allerdings nach verschiedenen Schätzungen bis Ende 2027 anhalten – also deutlich nach Amtsende von Powell.

Wie stark sind die Kosten wirklich gestiegen – und warum?

Die Renovierung (Sanierung) der Zentrale der US-Notenbank (Federal Reserve) in Washington D.C. — insbesondere des Eccles-Gebäudes und des angrenzenden Gebäudes („1951 Constitution Avenue“) hat die ursprünglich geplanten Kosten deutlich überschritten. Ursprünglich kalkuliert wurden rund 1,9 Milliarden US‑Dollar.

Bis 2023 stieg die Schätzung auf 2,5 Milliarden US‑Dollar aufgrund gestiegener Material- und Arbeitskosten sowie technischer Herausforderungen wie Asbestentfernung und tieferem Grundwasserspiegel. Aktuell (Stand 25. Juli 2025) behauptet Donald Trump, die Kosten lägen bei etwa 3,1 Milliarden US-Dollar.

Jerome Powell (Fed-Vorsitzender) wies diese Zahl zurück: Er erklärte, Trumps Zahl enthalte die Kosten für ein drittes Gebäude, das bereits vor fünf Jahren renoviert worden sei und nicht Teil des derzeitigen Bau-Projekts sei. Die FED selbst nennt weiterhin 2,5 Milliarden US-Dollar als korrekte Summe für die gesamten Baukosten.

Diese Kostenexplosion um 600 Millionen US-Dollar führt die FED auf mehrere Faktoren zurück, die sich ihrer Kontrolle entzögen. So sei es zum Bespiel zu einer massiven Preissteigerungen bei Baustoffen wie Stahl, Glas, Holz und Beton etc. gekommen. Ebenso seien die Transportkosten für die Baustoffe gestiegen. Zudem wurden strukturelle Baumängel erst zu Beginn der Bauarbeiten sichtbar.

Solche Nachbesserungen, die sich in höheren Kosten niederschlagen sind bei Renovierungen historischer Gebäude keine Seltenheit. Laut unabhängigen Prüfberichten bewegen sich die Mehrausgaben im Rahmen vergleichbarer Großprojekte in der US-Hauptstadt. Der Vorwurf des Missmanagements wirkt bei genauer Betrachtung unhaltbar.

Dazu gesellten sich noch außerordentliche und unvorhersehbare Belastungen, wie pandemiebedingte Lieferkettenprobleme und im Verlaufe der Baumaßnahmen zusätzlich strengere Sicherheits- und Umweltanforderungen vonseiten des Gesetzgebers. Von einem FED-Skandal könne also keine Rede sein.

Fazit:

Jerome Powell hat weder die alleinige Entscheidungshoheit über das Renovierungsprojekt noch ist er für die Kosten direkt verantwortlich. Er kann höchstens indirekt beteiligt sein, falls das Board of Governors eine Genehmigung erteilen muss. Dies ist aber ein bürokratischer Akt und keine Initiative oder Entscheidung Powells persönlich.

US-Präsident Donald J. Trump wird sich etwas anderes einfallen lassen müssen, als einen vermeintlichen FED-Skandal in Bezug auf die Renovierungskosten der US-Notenbankzentrale in Washington, um Jerome Powell los zu werden.



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1 Kommentar

  1. „Grobian“ denkt er sich. Politik wird nicht nur von Politikern gemacht, sondern von ihren Wesen her, ihren Eitelkeiten. Ihren Neid mehr oder weniger. Keiner fragt nach ihren Innersten Wesen für die Wahl eines Politikers. Das wird versteckt. Was hat das mit diesen Artikel zu tun? Nun, ein jeder sich selbst erklären kann.

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