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Fed: will sie Donald Trump verhindern?

FMW-Redaktion

Der Schrecken des amerikanischen Establishments, Donal Trump, hat bei mehreren Gelegenheiten gesagt, dass ein Crash an den Aktienmärkten ihm zugute kommen würde (siehe dazu „Donald Trump warnt vor Platzen der US-Blase“). Nun zeichnet sich klar ab, dass Trump die Vorwahlen der Republikaner gewinnen wird – und genau das könnte Einfluß auf die sehr dovishe Haltung der Fed gehabt haben.

Donald Trump
Donald Trump, der Schrecken des Establishments
Foto: Michael Vadon, Flickr, Creative Commons

Denn eines ist klar: sollte Trump Präsident werden, dürften die Tage von Janet Yellen als Fed-Chefin gezählt sein. Trump und Yellen – das ist wie Feuer und Wasser: hier der Rüpel, dort die eher gutmütige alte Dame aus Brooklyn – das passt nicht wirklich zusammen. Natürlich wird die gestrige Fed-Entscheidung mit der Senkung der Projektionen auf nur noch zwei Zinsschritte mehrere Gründ gehabt haben – einer der wichtigsten, der Schrecken eines möglichen Trump-Sieges, wurde natürlich nicht einmal erwähnt.

Die Republikaner insgesamt, und auch Trump, sind keine Freunde der Fed-Politik der letzten Jahre. Sie kritisierten die Fed-Politik scharf, und das gestrige Statement, das vor Rücksicht auf „globale Entwicklungen“ geradezu trieft, dürfte einem Charakter wie Trump, für den nach den USA erst einmal meilenweit gar nichts kommt, ein Dorn im Auge sein. Während Trump die nationalistische Karte spielt, entdeckt die Fed die Welt, vor allem die Emerging Markets und China. Lange hatte die Fed geglaubt, dass Amerika irgendwie ein Eigenleben führe, aber nicht zuletzt die starken Auswirkungen des kollabierten Ölpreises in den USA, hat sie eines Besseren belehrt. Denn ein zentraler Treiber des vermeintlichen Aufschwungs in den USA war die Fracking-Industrie, die zusammen mit Zulieferern Millionen von Jobs geschaffen hatte. Yellen erwähnte nicht zufällig gestern auffällig oft die Auswirkungen des tiefen Ölpreises auf Jobs und Investments.

Dazu kommt, dass die Fed nach langer Ignoranz erkannt hat, dass China auch für die US-Wirtschaft wichtig ist. Geht es den Emerging Markets und China schlecht, das hat man nun begriffen, bleibt das nicht ohne Folgen für die US-Wirtschaft. Das ist ein wichtiger Grund für die neue dovishe Haltung der Fed gestern.

Die Fed will den Streß minimieren, der von einer zu starken hawkishen Haltung global ausgelöst werden würde. Sie hat sich daher für eine extrem vorsichtige Haltung entschieden – auch, um Trump das Leben nicht noch leichter zu machen. Denn Trump ist die Revolution – und das Establishment fürchtet nichts stärker als die Revolution mit der dann anschließenden Unsicherheit..



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