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Rezession voraus dank Trump-Zöllen? Fed wird Zinsen noch fünf Mal senken – aktuelle Markterwartung

Trump treibt die USA in die Rezession? Die Märkte erwarten jetzt fünf Mal sinkende Fed-Zinsen statt bisher drei mal.

Fed-Chef Jerome Powell. Foto: Federal Reserve

Donald Trump hat letzte Woche Mittwoch seine umfassenden Zölle verkündet. Die Aktienmärkte legen seitdem einen Börsencrash hin. Man preist den Absturz der Konjunktur ein. Auch beim Blick auf die Fed-Zinsen erwarten die Profi-Anleger eine Rezession, was sie annehmen lässt, dass die US-Notenbank die Zinsen häufiger absenken wird als bisher erwartet!

Händler erwarten, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr noch fünfmal senken wird, da die Handelszölle der US-Regierung Ängste vor einer globalen Rezession schüren, so Bloomberg aktuell. Weiter wird berichtet: Die Märkte preisen bis zum Jahresende eine Lockerung um 125 Basispunkte ein, was laut Overnight-Zinsswaps fünf Viertelpunktbewegungen entspricht. Noch letzte Woche waren nur drei Senkungen vollständig eingepreist.

Die rasche Neubewertung der Erwartung an die Fed-Zinsen spiegelt die Angst wider, die die globalen Märkte erfasst hat, da US-Präsident Donald Trump wenig Bereitschaft zeigt, von den aggressiven Handelszöllen, die er letzte Woche angekündigt hat, abzurücken. Er forderte die Reporter am Sonntagabend auf, „die Märkte für eine Sekunde zu vergessen“.

Grafik zeigt Erwartung an fallende Zinsen ausgedrückt in Basispunkten

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Investoren streichen ihre Risiken zusammen und kaufen Anleihen, was die Renditen (Zinsen am Markt) in den Keller treibt. Die Rendite der zweijährigen US-Anleihe, die am empfindlichsten auf die Geldpolitik reagiert, fiel heute um bis zu 22 Basispunkte auf 3,43 %, nachdem sie seit der Ankündigung der Zölle durch Trump am vergangenen Mittwoch insgesamt um etwa 50 Basispunkte gefallen war.

„Es gibt keine guten Nachrichten. Die Märkte entwickeln sich in eine unschöne Richtung“, sagte Michael Brown, leitender Forschungsstratege bei Pepperstone. “Der Markt sehnt sich nach einer politischen Wende, sei es durch das Weiße Haus oder die Fed. Da beides derzeit nicht besonders wahrscheinlich ist, sind weitere wirtschaftliche und marktbezogene Probleme zu erwarten.“

FMW/Bloomberg



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5 Kommentare

  1. Die Zinssenkungen werden vorerst nur niedrigere Zinsen bewirken, sonst nichts. Trump fordert den Umbau der Weltwirtschaft ein, vom sog. fair trade zum free trade. Dieser strukturelle Umbauprozess wird Gewinner und Verlierer hervorbringen. Die EU und insbesondere Deutschland mit der sozialistisch- staatsdirigistischen Wirtschaftspolitik und einer perversen Sozialpolitik werden erheblich verlieren. Auf den Irrsinn der rot-grün-woken Politik folgt als Doppelschlag die Chemotherapie Trump. Die Mehrheit in Deutschland hat es nicht anders verdient.

  2. Für den Fall, daß Fed-Chef Jerome Hayden Powell die Leitzinsen fünf mal senkt, müssten doch die Kreditkosten sinken, was sicherlich wiederum zu einem entsprechenden Konsumklima führen wird, auch im Zusammenhang mit der Tatsache, daß der Konsum ja in der US-Volkswirtschaft einen entsprechenden Stellenwert besitzt. Der 47. US-Präsident Donald John Trump wird die genannte Senkung der Leitzinsen durch die Fed begrüßen.

    1. Peter P. Odermatt

      Diese kurzfristigen Aktionen Trumps werden nur die Amerikaner zahlen müssen. Trump wird sich sehr rasch vom Volk genötigt fühlen, seine irrsinnigen Aktionen zu beenden. Die Zölle werden bald wieder abgeschafft, Zinssenkungen bleiben illusorisch. Die Börsen steigen. Der Einstieg dazu ist nun optimal.

      1. Antwort an FMW-Nutzer Peter P. Odermatt: Wenn Sie das sagen, dann wird das so sein.

  3. @Holger Voss: Die FED kann durch Leitzinssenkungen nur das kurze Ende beeinflußen, nicht die langfristigen Zinsen. Trump will die langfristigen Zinsen runterzwingen mit einem Instrumentarium (Zölle, risk-off Börsen), welches dem Konsumklima sicherlich nicht förderlich sein wird: Was nützt es dem US-Konsument, dass der Hauskredit etwas günstiger wird, wenn das Leben insgesamt sehr deutlich teurer wird? Aus dem erhellt, eine nachhaltige US-Börsenerholung in den kommenden Quartalen wohl kaum eintreten wird.

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