Anleihen

Fed, Zinsen, Dollar und Emerging Markets: was wird passieren?

FMW-Redaktion

Noch sieben Mal schlafen – und wir werden wissen, ob die Fed die Zinsen anhebt. Oder doch nicht. Oder sie anhebt, und gleichzeitig sich entschuldigt: tun wir nie wieder, sorry. Jenseits dieser Gretchen-Frage wird das Statement zur Sitzung von großer Bedeutung sein, dazu später an anderer Stelle mehr.

Heute hat die Deutsche Bank verlautbart, dass sie nicht mehr an eine Zinsanhebung im September glaubt. Die vorgebrachten Argumente dafür sind jedoch dünn: die Aktienmärkte seien derzeit zu fragil für einen solchen Schritt. Auch Goldman Sachs erwartet erst im Dezember die erste Anhebung – und das bedeutet, dass eine Zinsanhebung noch nicht wirkklich eingepreist ist. Daher die gestrige Schock-Reaktion auf den ansonsten eher wenig beachteten JOLT-Arbeitsmarktbericht.

Andere hingegen sehen das .. anders. Zum Beispiel der Querdenker Steen Jakobsen, der fest von einer Anhebung im September ausgeht und meint, dass die Fed eigentlich gar keine andere Wahl habe. Und: nur wenn die Fed die Zinsen anhebt, wird der Dollar wieder schwächer (scheint paradox, ist aber aufgrund der Reaktion des Dollar während der letzten fünf Zinsanhebungsperioden doch wahrscheinlich, während derer der Dollar immer verloren hatte). Denn nur dann werde die Unsicherheit weichen, und es ist die Unsicherheit, die den Dollar stark macht.

Und Jakobsen geht noch weiter und empfiehlt: Emerging Markets kaufen, denn nur dort seien die Bewertungen wirklich gut. Das ist, gelinde gesagt, eine Außenseiter-Meinung, aber bekanntlich hat an den Märkten der Mainstream ja selten recht..:



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