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Fed-Zinsen sollen auf 3 %, keine KI-Blase, US-Arbeitsmarkt schwach – laut BlackRock

Ein hochrangiger BlackRock-Manager, der neuer Fed-Chef werden könnte, sieht die Zinsen bei 3 %. Eine KI-Blase sieht er nicht.

Rick Rieder
Rick Rieder. Foto: Bloomberg

Die Fed-Zinsen, die aktuell bei 3,75 bis 4,00 % liegen, sollten auf 3 % sinken. Der Arbeitsmarkt in den USA zeige Schwäche, und dank kräftigem Free Cash Flow bei den Mega-Tech-Unternehmen gebe es keine KI-Blase. So erläutert es aktuell ein Top-Manager von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter.

Fed-Zinsen auf 3 % laut BlackRock-Manager

Der BlackRock-Manager Rick Rieder, einer der Kandidaten für die Nachfolge von Jerome Powell als Vorsitzender der US-Notenbank, sagte vor wenigen Minuten, der US-Arbeitsmarkt schwäche sich ab und die Fed-Zinsen sollten auf 3 % gesenkt werden. „Wir haben eine recht deutliche Abschwächung des Arbeitsmarktes“, sagte Rieder bei Bloomberg Television an einem Tag, an dem aufgrund des anhaltenden Regierungsstillstands keine monatlichen Beschäftigungsdaten veröffentlicht wurden. „Wenn wir heute die Zahlen hätten, würden sie dies meiner Meinung nach widerspiegeln.“

Der Kreis der Kandidaten für den Vorsitz der Fed hat sich auf die derzeitigen Fed-Vorstandsmitglieder Christopher Waller und Michelle Bowman, den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh, den Direktor des National Economic Council im Weißen Haus, Kevin Hassett, und Rieder verengt. Der Präsident erklärte letzten Monat, er werde seine Entscheidung voraussichtlich bis Jahresende treffen.

Rieder ist einer der ranghöchsten Führungskräfte bei BlackRock und leitet den Bereich Fixed Income des Unternehmens. Er kam 2009 zu dem Unternehmen, nachdem er fast zwei Jahrzehnte bei Lehman Brothers tätig war. Rieder sagte, Zinssenkungen durch die Fed würden dazu beitragen, sowohl die Aktivität als auch die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt anzukurbeln.

„Der Leitzins sollte bei drei liegen“, sagte Rieder. „Ich denke einfach, dass wir das erreichen können und dann eine andere Sichtweise darauf haben, wo wir heute stehen.“

Die Fed-Vertreter senkten ihren Leitzins letzte Woche um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 %, was die anhaltende Sorge um den Arbeitsmarkt widerspiegelt. Powell sagte, eine weitere Senkung im Dezember sei „keine ausgemachte Sache“.

Eine Handvoll anderer Fed-Entscheidungsträger haben seitdem ihre Besorgnis geäußert, dass die Zentralbank durch eine zu starke Senkung der Zinsen das Risiko eingeht, die Inflation auf einem hohen Niveau zu halten. Rieder sagte, die Entscheidungen der Fed würden von den zugrunde liegenden Wirtschaftsdaten geleitet.

„Ich habe unglaublich viel Sympathie für diese Institution und, ganz ehrlich, für die Unantastbarkeit dessen, was sie darstellt“, sagte Rieder. „Ich habe großes Vertrauen in den Vorsitzenden der Fed und den Fed-Ausschuss und bin überzeugt, dass sie ihre Entscheidungen auf der Grundlage einer Bewertung und Interpretation der Daten treffen werden.“

FMW/Bloomberg



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2 Kommentare

  1. Gedankensplitter: Glose, oje, ein Schwarzenfelsler als Bundeskanzler. Ein Schwarzenfelsler als FED-Chef und der war bei Lehman Brothers ja sicherlich ein Vorzeigeunternehmen, wieviel Unverfrorenheit geht noch.und warum nicht gleich die ganze Welt? Da ein Finanzminister, dort ein Finanzminister. Ungeniert wer regiert. Der Wähler hat die Wahl überall ein Schwarzenfelsler sitzt. O.k. war jetzt nicht richtig, wir setzen auf Waller, klingt einfach gut.
    Der Name Michelle Bowman ist auch nicht schlecht. Bowman, Bowman, da war doch was mit 2001 Odysee im……. ach ja David Bowman…..Rick Rieder, dann wäre wenigstens mal ein Deutscherrr Nachname im Allerheiligsten. Der Name bezieht sich auf Menschen die an sumpfigen, mit Schilf bewachsenen Gebieten, eben Ried, wohnten, auch Ortsnamen, auch Schilfschneider wäre eine Herkunftsbezeichnung. Endlich ein Rieder.
    Jedoch zurück zum Waller, der englische Herkunftsname hatte die Bedeutung Maurer oder Mauerbauer oder jemand lebte an der Mauer. Passt doch, die Wall Street lässt grüßen. Da gibt’s noch was, jemand der an einen Bach oder einer Quelle lebte……Jetzt wirds zuviel…….

  2. keine KI Blase?
    OpenAI scheißt sich ein und will Geld vom Staat.
    Wetten gegen Nvidia.
    die Tech Unternehmen betteln nach mehr Geld.
    in 80% ist die eingesetzte AI nutzlos.

    aber ja läuft, für ein paar wenige. also alles wie immer.

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