Aktienanleger dürften freudig zurückdenken an den 21. November: Vorher waren die Aktienkurse tagelang gefallen aufgrund steigender Ängste, dass die KI-Blase platzt. Dann aus dem Nichts sprach John Williams, der viel beachtete Chef der New Yorker Federal Reserve. Er sprach sich klar für Zinssenkungen aus. Und seitdem liefen die Aktienkurse gut drei Wochen lang nach oben. Und wie erwartet, hat die Fed am 10. Dezember auch die Zinsen gesenkt um 25 Basispunkte. Und vor wenigen Minuten hat sich John Williams erneut geäußert – diesmal mit einer Absage an weitere Zinsschritte!
Der Präsident der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, sagte, es bestehe keine Dringlichkeit für weitere Zinsanpassungen, und die jüngsten Beschäftigungs- und Inflationsdaten hätten seine Einschätzung kaum verändert. Dazu berichtet Bloomberg News aktuell: „Ich persönlich habe kein Gefühl der Dringlichkeit, jetzt weitere geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen, da ich denke, dass wir mit den bisherigen Senkungen eine wirklich gute Position erreicht haben“, sagte Williams am Freitag in einem Interview mit CNBC. „Ich möchte, dass die Inflation auf 2 % sinkt, ohne dem Arbeitsmarkt übermäßig zu schaden. Es ist ein Balanceakt.“
Die Kommentare unterstreichen die unsicheren Aussichten für weitere Zinssenkungen, nachdem die Fed-Vertreter bei ihren letzten drei Sitzungen jeweils Zinssenkungen beschlossen hatten. Die geldpolitischen Entscheidungsträger sind sich über die Aussichten für Inflation und Beschäftigung uneinig. Die bei ihrer Sitzung letzte Woche veröffentlichten aktualisierten Prognosen zeigten, dass die Vertreter nur eine Zinssenkung im Jahr 2026 erwarteten.
John Williams sagte, die Beschäftigungs- und Inflationsberichte dieser Woche spiegelten Verzerrungen im Zusammenhang mit dem jüngsten Regierungsstillstand wider. Dennoch deuteten die Zahlen darauf hin, dass die zugrunde liegende Inflation weiterhin Fortschritte in Richtung des 2-Prozent-Ziels der Fed mache und dass sich der Arbeitsmarkt allmählich abkühle.
FMW/Bloomberg
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es scheint langsam zu dämmern, dass man die unter-\mittelschicht nicht unendlich ausbluten kann, bis es die oberklasse nicht mehr durch einen überschießenden und inhaltsleere-betäubenden konsum ausgleichen wird.
die unzufriedenheit wächst auf beiden seiten gefährlich. die einen versinken in schulden, um sich ein noch (für amis) normales leben aufrecht erhalten zu können und die anderen wissen nicht mehr wohin sie ihr billiges und nachgeschmissenes geld aus staatlich gelenkt scheinbar risikolosen kapitalmarktanlagen stecken sollen, um noch irgendwas an befriedigung zu empfinden (nennt sich grenzwert des wachstums).