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FedEx-Quartalszahlen heute Abend – Vorschau auf eine kleine Horrorshow?

Claudio Kummerfeld

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Um es mal sinnbildlich und in einfachen Worten zu übersetzen. Der Markt ahnt eventuell, dass da heute Abend eine Art kleine Horrorshow geboten werden könnte. Aber so richtig wahrhaben will man es wohl noch nicht. Einer der größten Pakettransportanbieter der Welt FedEx (in der Luftfracht angeblich weltweit Nr. 1) meldet heute Abend ab 22 Uhr deutscher Zeit seine Quartalszahlen. Schon vor drei Monaten standen die Zahlen von FedEx im Fokus der Börsianer. Im letzten Dezember senkte das Unternehmen die Jahreserwartung ab, und im März gleich noch einmal. Im folgenden Chart sieht man die Aktie von FedEx in orange gegen den Dow (schwarz) seit September 2018. Während der Dow gut lief, ging die FedEx-Aktie den Bach runter (-30% seit Anfang Dezember 2018).  Zur Jahreswende, wo sich der Handelskrieg massiv verschärfte, gingen die Kursverläufe auseinander.

FedEx vs Dow

Heute steigt die Spannung um so mehr. Wie sehr ist FedEx betroffen im internationalen Luftfrachtverkehr durch die steigenden Zölle zwischen den USA und China? Und kann eine gruselige FedEx-Zahl in Sachen Frachtvolumen ein Frühindikator für eine abkühlende Konjunktur in den USA sein? Gut möglich, dass Analysten so eine Deutung machen könnten. Klar ist, dass die Börsianer in den USA nach den letzten Zahlen heute um so genauer auf FedEx schauen werden (vor allem nach zweimaliger Absenkung der Erwartungen). Auch muss man berücksichtigen, dass FedEx seinen gigantischen Kunden Amazon in der Luftfracht als Kunde verlieren wird. Wie stark wirkt sich das aus? Weil bei FedEx aktuell einiges in Bewegung ist, schauen wir dieses Mal auf den Quartalsvergleich. Vor drei Monaten lag der Umsatz bei 17 Milliarden Dollar, und heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen bei 17,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn im Vorquartal lag bei 3,03 Dollar pro Aktie (Non GAAP), und jetzt werden 4,80 Dollar erwartet.


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Das ist zwar optisch eine kurzfristige Steigerung. Aber im Jahresvergleich wäre es ein Rückgang von 18,6%. Wir sind keine Analysten, aber wir wollen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass eine negative Überraschung heute Abend möglich ist. Sie kann auch den Gesamtmarkt beeinflussen, wenn klar wird, dass Frachtrückgänge nicht nur auf Amazon´s wegfallendes Volumen zurückzuführen sind, sondern auf den Handelskrieg. Ach ja, noch was. Immer noch raten 70% der Wall Street-Analysten die Aktie mit einem „Buy“! Und da läuft noch so eine merkwürdige Sache. Es geht um Luftfracht, die per FedEx in die USA geliefert, dann aber wieder zurückgeschickt wurde. Und ohhh Wunder, es ging um Huawei-Produkte. Angeblich sei das kein Problem, aber man kann sich dabei ja seinen Teil denken. Oder war es wirklich nur ein Zufall?

FedEx
Foto: Tomás Del Coro from Las Vegas, Nevada, USA CC BY-SA 2.0

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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