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Fehlende Kryptowährungen lassen Forex-Umsätze der Saxobank massiv einbrechen

FMW-Redaktion

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit? Ein berühmtes Zitat. Natürlich ist niemand gezwungen mit der Zeit zu gehen. Der Monat Dezember 2017 zeigte mehr als eindrucksvoll, was passiert, wenn Finanzdienstleister nicht die Produkte anbieten, die ihre Kunden offensichtlich nachfragen. Denn der Dezember war der Monat, als die Kurse der Kryptowährungen (allen voran Bitcoin) täglich in den Schlagzeilen waren. Die Kurse explodierten, und eine gigantische Masse an Tradern auch in Europa ließen alles stehen und liegen, und wollten auf den Krypto-Zug aufspringen. Das trifft auch auf den deutschen Markt zu, wie uns Insider verschiedener Anbieter bestätigt haben!

Das Resultat konnte man schon in den letzten Tagen bestaunen. Der Broker Plus500, der massiv auf das Angebot von Kryptowährungen setzte, konnte enorme Umsatzsteigerungen hinlegen. Genau so sah man vor kurzem die jüngsten Umsatzzahlen vom Marktgiganten FXCM, wo die Umsätze spürbar einbrachen. Denn FXCM bietet bisher keine Kryptährungen an. Die Kunden sind schlicht und einfach dorthin gegangen, wo sie das handeln können, was sie handeln wollen! Und nun ganz aktuell meldet ein weiterer Anbieter der Top 5 CFD- und Forex-Broker seine Umsatzdaten für Dezember.

Die dänische Saxobank bietet wie FXCM auch noch keine Kryptowährungen an. Und das Resultat ist das selbe wie bei FXCM. Deutliche Umsatzeinbußen! Der Forex-Umsatz, der bei Saxo gut 69%% aller Umsätze ausmacht, verlor nur von November auf Dezember beim Volumen satte 29% von 278 auf 198 Milliarden Dollar. Vergleicht man den Dezember mit einem Durchschnitt der Vormonate, verliert der Umsatz immer noch 19%. Im Vergleich zum Dezember 2016 sind es -11%. Mit unter 200 Milliarden Dollar lag der Forex-Umsatz so tief wie seit August 2016 nicht mehr.

Die gesamten Tradingumsätze von Saxo fielen von November auf Dezember um 25% von 388 auf 289 Milliarden Dollar. Auch andere Bereiche bei Saxo schwächeln. Die Umsätze bei Aktien und CFDs gehen zurück von 68 auf 55 Milliarden Dollar (-19%). Auch wenn der Dezember aufgrund der nachvollziehbar schwachen letzten Handelswoche stets schwächer ausfällt, so zeigt doch der Vergleich mit Plus500, dass andere Broker letzten Monat massiv zulegen konnten. Die Kryptowährungen als Grund für diese Diskrepanz heranzuziehen, ist da nur schlüssig. Übrigens: Der Schweizer Broker „Swissquote“ vermeldete am Freitag in einer Vorabmeldung, dass die Daten für das zweite Halbjahr 2017, die Anfang März verkündet werden, äußerst positiv ausfallen werden – aufgrund der angebotenen Kryptowährungen!


Die Saxoban-Zentrale in Kopenhagen. Foto: Jensejnerjep / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)



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